Kulinarischer Jahresrückblick 2014

Ein Jahresrückblick.

Wo hat es uns gefallen. Eine kleine  Auswahl von Restaurantbesuchen im Jahr 2014.

Februar: Le Moissonnier – Köln

2014-02-19 Köln 04 Jakobsmuscheln

Fazit: lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch.

https://29alwi.wordpress.com/2014/02/20/le-moissonnier-koln/

März: Restaurant Bamira – Gran Canaria

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Für uns das beste Restaurant auf Gran Canaria

April: Restaurant Wielandshöhe – Stuttgart

09 Vincent Klink Ziege

Fazit: Auf der Karte liest es sich so einfach an, es ist aber auch einfach gut. Überwiegend regionale und saisonale Produkte werden eingesetzt.

https://29alwi.wordpress.com/2014/04/14/restaurant-wielandshohe/

 

Juni:  Restaurant G.a. Caudebec en Caux

19 Taube

Der erste Besuch bei David Goerne lag exakt 3 Jahre zurück. In dieser Zeit hat sich einiges geändert im Hause Goerne, das gute Essen und die herzliche Gastfreundschaft ist aber geblieben.

https://29alwi.wordpress.com/2014/06/23/restaurant-g-a-caudebec-en-caux/

Juli:  Essigbrätlein-Nürnberg

06

Ein Maximum an Geschmack und der Verzicht von altgewohnten Edelprodukten sind die Leitmotive des Essigbrätleins in Nürnberg.

https://29alwi.wordpress.com/2014/07/02/essigbratlein-nurnberg-2014/

August:

Tantris-München

06 Seezunge-Steinpilze

Das Tantris muss man als ein Gesamtkunstwerk betrachten. Angefangen von der Architektur der 70er Jahre, der „fast“ perfekten Küche, dem hervorragenden Service und der Weinkarte.

https://29alwi.wordpress.com/2014/08/27/tantris-munchen/

Park Schönfeld-Kassel

06 Lamm

Fazit: Eduard Jaisler hat noch einmal kräftig zulegen können. Seine Gerichte sind noch feiner, ausgewogener und leichter geworden. Die ausgewählten Weine waren wohltemperiert und passten ausgezeichnet zu den jeweiligen Gängen.

https://29alwi.wordpress.com/2014/09/15/park-schonfeld-kassel/

Acquarello-München

07  Acquarello

Fazit: Ob das Acquarello wirklich der beste Italiener in Deutschland ist, kann ich nicht beurteilen. Fest steht jedenfalls, dass er bestimmt zu den Besten gehört. Vorbildlich der Service. Er strahlt Freundlichkeit und Kompetenz aus.

https://29alwi.wordpress.com/2014/09/16/acquarello-munchen/

September:

Château d’Agneau

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Stein, normannisches Fachwerk und eine Holzbalkendecke prägen den Raum.  Die Speisekarte wird durch saisonale und regionale Zutaten inspiriert.

https://29alwi.wordpress.com/2014/09/22/chateau-dagneau-normandie/

 

KellerWirtschaft-Oberbergen

02 Jakobsmuschel

Ein Neubau der kaum auffällt. Eingebettet in die Terrassen des Kaiserstuhls fügt er sich unspektakulär in die Landschaft ein.

https://29alwi.wordpress.com/2014/10/07/kellerwirtschaft-oberbergen-2014/

Adler-Lahr

15 Steinbutt

Der Adler hat ein neues Nest, genauer es sind jetzt zwei Nester wo man badische Gemütlichkeit erlebenkann. Mit Vater Otto und Sohn Daniel Fehrenbacher stehen zwei kreative Köche gemeinsam am Herd und servieren eine kreative Küche.

https://29alwi.wordpress.com/2014/10/22/adler-lahrschwarzwald/

Oktober: SaQuaNa -HONFLEUR

05 Lotte

Fazit: Man schmeckt an allen Gerichten die Erfahrungen von Alexandre Bourdas die er u.a. bei Michael Bras und vor allen Dingen bei seinen dreijährigen Aufenthalt in Japan gesammelt hat. Unaufdringlicher Service. Gute und bezahlbare Weine

https://29alwi.wordpress.com/2014/11/19/saquana-honfleur/

November: Voit-Kassel

Voit Kassel

Fazit: Der „Wolf“ ist angekommen, möge er noch lange bleiben.

https://29alwi.wordpress.com/2014/11/29/voit-kassel/

Voit-Kassel-Update

Update 11.12.2014

Nach dem ersten positiven Besuch im Voit war heute eine Überprüfung angesagt. Diesmal Fleisch und Rotwein.

Das Essen:

02 Entenkeule

gezupfte Entenkeule mit Gemüse und Kartoffeln. Schöner Fleischgeschmack mit kräftiger Sauce.

01 Salat

Vorab gab es einen kleinen Salat. Die Salatblätter a la Minute, absolut frisch und mit einer leichten Vinaigrette angemacht.

Der Wein: Urschrei aus dem Weingut Lorenz. Ein besonders gut gelungener Rotwein aus Rheinhessen. Kräftig, trotzdem mit viel Harmonie. Dieser Bio Wein beweist, dass auch deutsche Rotweine sehr gut sein können.

Der positive Gesamteindruck hat weiter bestand. Bitte weiter so.

Voit – Kassel 2014

Voit
Restaurant
Friedrich Ebert Straße 86
34119 Kassel
0561 50376612

Der „Wolf“ ist angekommen…..

…. In Kassel.
Sven Wolf, der aus Kassel stammt und in einigen interessanten Restaurants gearbeitet hat, hat sein Restaurant Voit in der Friedrich Ebert Straße 86 eröffnet. Ohne große Eröffnungsfeier und Werbung ging dies über die Bühne. Wolf hat zuletzt bei Tim Mälzer gearbeitet und die Erfahrungen und Ideen aus dieser Zusammenarbeit möchte er in Kassel umsetzten.
In dem 200 qm großen ehemaligen Ladenlokal ist Purismus angesagt. 40-45 Gäste können bewirtet werden. Eine offene Küche, massive Holztische, Stahl und Beton erwarten den Gast.

Der erste Eindruck, den ich mittags sammeln konnte, ist sehr positiv. Wolf arbeitete mit einem jungen Mitarbeiter in der Küche und der Service arbeitet ruhig und fachmännisch.

Voit Kassel

Ich entschied mich für einen Kabeljau mit Spitzkohl. Der Fisch auf der Haut gebraten war absolut frisch und auf den Punkt gegart. Der Spitzkohl hatte noch einen leichten Biss und schwamm in einer interessanten Brühe. Basis war eine Gemüsebrühe mit Algen und japanischen Gewürzen. Der empfohlene Weißburgunder aus der Pfalz war gut gekühlt und passte sehr gut zum Fisch.
Auch der Preis stimmte. Für Fisch, Wein, Wasser und Espresso standen 19.30 € auf der Rechnung.

Die Abendkarte ist kurz und stimmig gehalten und auf die Saison abgestimmt. Die Preise liegen zwischen 7 und 28 €. Auch ein Menü, 7 Gänge für 84 €, wird angeboten.

Fazit: Der „Wolf“ ist angekommen, möge er noch lange bleiben.

Speisekarte

 

SaQuaNa – Honfleur

SaQuaNa
22 pl Hamelin,
14600 HONFLEUR

25-30 Personen haben Platz in dem Restaurant nahe des Hafens und der Kirche Sainte Catherine. Es ist gar nicht so einfach hier einen Tisch zu reservieren. Nach vier Anläufen ist es mir jetzt endlich gelungen.

01 saquana
Sehr freundlicher Empfang durch die Hausherrin. Die Karte ist sehr kurz gehalten Es wird lediglich ein Menü angeboten. Ma muss sich gemeinsam am Tisch entscheiden ob man das 5 Gang Menü (75 €) oder das 8 Gang Menü (115€) haben möchte. Abweichungen werden nicht zugelassen.

02 Amuse Bouche

04 Brot Butter

Zum Aperitif gibt es ein Glas Bier bzw. Champagner. Die drei Amuse Bouche reisen einen nicht vom Stuhl. Ich erinnere mich lediglich an gebratenen Reis mit einer Scheibe Jakobsmuschel. Gut aber das Brot und vor allen Dingen die sehr gute Salzbutter. Beides wird unaufgefordert nachgereicht.
03 Amuse Bouche Anschließend wird eine Pascade serviert. Ein rustikaler großer Pfannkuchen, bestreut mit Schnittlauch und mit einem Schuss Trüffelöl parfümiert.
Wir entscheiden uns für das große Menü und sollten nicht enttäuscht werden. Bei den Weinen entscheiden wir uns für „Minervois Inattendu“ ein Bio Wein, die Flasche für 44 €, sowie eine halbe Flasche St. Joseph „Reflet“ für 44 €.

05 LotteLotte
In einer schweren steinernen Schüssel wurde der erste Gang aufgetragen. In einer aromatischen klaren Brühe aus Kokos, Walnuss und Kaferlimette lag ein pochierter Seeteufel. Gewürzt war die Brühe außerdem mit Liebstöckel, Koriander und grüner Zitrone. Dank der Küstennähe war der Fisch natürlich extrem frisch und die Brühe aromatisch, leicht und erfrischend.

06 Daurade

Dorade
Gedämpfte Dorade, serviert auf einer cremigen Champignonscreme. Abgedeckt war das Ganze mit dünnen Chamignonsscheiben und garniert mit Knollensellerie und einer Reduktion von Krustentieren. Gewürzt mit Kabosu, eine japanischen Zitronenart, und Pfeffer. Der Fisch auf den Punkt gegart, die Creme weich und sehr schön gewürzt.

07 LieuLe Lieu
Schellfisch, serviert auf cremigem grünem Kartoffelbrei. Die grüne Farbe kommt durch den Saft eines Kopfsalates. Garniert mit Shimeji blancs (Buchenpilz), citron caviar und Kerbel. Gewürzt mit Nussbutter. Ein großartiges Gericht, weich, cremig und erfrischend.

08 Turbot

Le Turbot
Gegrillter Steinbutt in einer ausgezeichneten Hühnerbrühe und knusprige Hühnerhaut. Als Kontrast zum Fisch gab es Lauch, Eier und ein Hauch von Trüffel. Dazu als Grüß an Japan miso au Shiso.

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Gebratenes Lamm
Hervorragender Lammgeschmack, dazu gut gewürztes Aubergineninneres. Feigen brachten etwas Süßigkeit und der Ziegen Quark rundete ein tolles Gericht ab. Zum Lamm durfte Knoblauch, diesmal in fritierter Form, natürlich nicht fehlen.

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Käseauswahl von hier (aus der Region) und anderswo
Eine Käseplatte, ca. 10 Sorten. Käse war in einem ausgezeichneten Zustand, sehr gut der Camembert sowie der Roquefort.

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La Poire
Birne in Butter pochiert. Gefüllt mit einem Eis aus grünem Matcha Tee auf einem Biscuitboden.
Wohlschmeckend und erfischend.

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Le Coing
Ein Quittedessert. Eine Quittepâte war gefüllt mit einem Quittesorbet, einem Gelée vom Enzian sowie Caramel und Schokolade. Auch hier durfte eine gewisse Säure durch eine japanische Zitronenart nicht fehlen.

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Zum Abschluss noch einen Café, dazu gab es einen wunderbaren Apfelkuchen. Danach natürlich noch einen 1991 Calvados von Michel Huard.

Fazit: Man schmeckt an allen Gerichten die Erfahrungen von Alexandre Bourdas die er u.a. bei Michael Bras und vor allen Dingen bei seinen dreijährigen Aufenthalt in Japan gesammelt hat. Unaufdringlicher Service. Gute und bezahlbare Weine. Lediglich die Amuse Bouches konnten mit der sonst sehr guten 2Sterne Küche nicht mithalten.

Adler – Lahr/Schwarzwald

Der Adler hat ein neues Nest, genauer es sind jetzt zwei Nester wo man badische Gemütlichkeit erleben kann.
Mit Vater Otto und Sohn Daniel Fehrenbacher stehen zwei kreative Köche gemeinsam am Herd und servieren eine kreative Küche. Nach einer kurzen Umbauphase Anfang 2014 gibt es jetzt das Gasthaus mit regionalen Gerichten und das Gourmetrestaurant, wo man eine gehobene badische Küche mit französischem Einschlag genießen kann.
Das Gourmet Restaurant erstrahlt in einem modernen Schwarzwald-Look. Moderne und klassische Elemente sind elegant miteinander kombiniert. Die Bestuhlung in einem strahlendem rot wie die Bollenhüte der unverheirateten Frauen des Schwarzwaldes. Fußboden und Teile der Wände in einem angenehmen Holzton. Einige Geweihe zeigen die Jagdleidenschaft des Juniors an. Natürlich darf auch eine Kuckucksuhr nicht fehlen.

Es werden zwei Menüs angeboten. Ein Jahreszeiten-Menü und das Adler-Menü. 3 Gänge kosten 58,- € und 7 Gänge 120,- €. Ich selbst wählte eine 5 Gang Menü für 92,- € aus. Die Weinreise kostet pro Gang 9,- €/ 0.1 l.

 

10 Restaurant

Das Gourmet Restaurant.

12 Amuse Bouche

Zum Aperitif, einem Winzersekt aus dem Badischen, gab es ofenwarmes Baguette und dazu Salzbutter, eingelegte Oliven, Kräutersalz und Olivenöl

11 Amuse BoucheDanach kleine kulinarische Köstlichkeiten:
Lachstatar mit Avocado und weißem Trüffelpilz
Forcacia mit Zwiebel
Süßkartoffel mit Roquefort
Hier konnte besonders die Zusammensetzung Süßkartoffel mit Roquefort punkten.
13 Amuse Bouche

Amuse Bouche:
Karotten-Ingwersuppe
Garnelencroustillion mit Paprika Salzzitrone

14 Stopfleber-Birne

Gänseleberterrine mit Williamsbirne, Walnuss und Kresse. Ein „Turmbau“ von wohlschmeckender Gänseleber und Birne.

15 Steinbutt

 Steinbutt pochiert mit Oliven, gekochtem Ei und Zucchini. Der Fisch auf den Punkt gegart

16 Bries

Kalbsbries „kross“ mit Pfifferlingen und roter Zwiebel. Das Bries war an diesem Abend der „Renner“. Wie ich feststellen konnte, wurde fast an jedem Tisch die Innerei bestellt. Sehr guter Gang, lediglich die rohen roten Zwiebeln passten nicht optimal zu den sonst „weichen“ Zutaten.

17 Reh

Reichenbacher Rehfilet mit Leberknödel, Mango und Schildampfer. Die Süße der Mango passte ausgezeichnet zum feinen Wildgeschmack, das Fleisch optimal gegart

18 Pre Dessert

Pre Dessert: Rote Beete – Joghurt – Wasabi

19 Dessert

Dessert: Himbeeren mit Pistazienbiskuit und Vanilleeis. Das Pistazienbiskuit war zum Abschluss sehr gut aber auch leider sehr mächtig.

20 süsser Abschluss

Feines Hausgebäck, dazu ein Espresso und eine Zibärtle alte Pflaume von der Brennerei Karle.

Die Weinreise:
2012 Sauvignon Blanc halbtrocken
Weingut Weber – Ettenheim/Breisgau

2012 Grauburgunder „Reserve“
Weingut Simon Huber – Gegenbach/Ortenau

1993 Aloxe Corton
1 er Cru- Domaine Maurice Chapuis

2010 Tinta Pesquerea
Ribera del Duero

2011 Sauternes
Mouton Cadet – Rothschild

Fazit: Das neue modernen Ambiente, das sehr gelungen ist, hat dem Haus einen neuen Flair verleihen. Der Service sehr ruhig und kompetent. Der Sommelier hat u.a. einige Zeit bei Bau gearbeitet. Bei Bedarf waren auch Pia und Schwiegertochter Kerstin Fehrenbacher im Service tätig. Eine Küche ist auf Höhe der Zeit. Der Stern ist mehr als verdient.

 

2014 KellerWirtschaft-Oberbergen

Ein Neubau der kaum auffällt. Eingebettet in die Terrassen des Kaiserstuhls fügt er sich unspektakulär in die Landschaft ein. Die Freiburger Architekten ließen den Bau bewusst mit der Landschaft verschmelzen um mit den umgebenden Weinbergen eine Einheit zu bilden. Die Hugo-Häring-Auszeichnung ist ein Beweis für die gelungene Architektur.

05 WeingutNach meinem Weineinkauf ging es dann der Betontreppe in das obererste Geschoss. Hier hat man Einblick in die Beerenannahme und man erhält auf drei Ebenen Einblicke in die Abläufe der Weinproduktion. Vom Restaurantteil hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Weinberge.

Da ich mit dem Auto unterwegs war, gab es diesmal keinen Alkohol, sondern nur Mineralwasser. Nach dem Blick in die Karte entschied ich mich für ein Drei-Gang-Menü.

01 Amuse BoucheEs begann mit einem „Gruß aus der Küche: Neuer Süßer mit Zwiebelkuchen. Entsprechend der Jahreszeit gab es ein Gläschen „jungen Süßen“ und Zwiebelkuchen. Auch Brot und Butter wurden gereicht.

02 JakobsmuschelJakobsmuscheln/Avocado und Papaya süß-sauer/Koriander/Hummerfrühlingsrolle/Nüsse
Die mit einem Bunsenbrenner nur leicht geflammten Jakobsmuscheln, diese absolut frisch und mit bestem Geschmack, lagen auf einem Salat von Avocado und Papaya. Eine sehr gute und gelungene Komposition. Dazu eine schmackhafte, knackige Frühlingsrolle mit Hummerfüllung.

03 HirschrückenHirschrücken/Kartoffel-Mandel Blinis/ Weisskraut/Pilze/Wacholderrahmsauce
Ein auf den Punkt gebratenes Stück Fleisch. Dieses lag auf einem sehr würzigen Weisskrautsalat mit schönem Biss. Dazu eine gehaltvolle Rahmsauce mit nur leichtem Wacholdergeschmack.

04 TraubensüppchenGelierte Traubensuppe/Lavendel-Panna Cotta/Weinschaum.
Die leicht gekühlte Traubensuppe mit dem Weinschaum erfrischte zum Abschluss noch einmal den Gaumen. Dazu passte die nur leicht nach Lavendel schmeckende Panna Cotta.

Fazit: Bereits im Oktober 2013 hatte ich das Weingut und die KellerWirtschaft besucht und war sehr angetan von dem was Marcus Helfesrieder als Küchenchef der KellerWirtschaft auf die Teller brachte. Die sehr guten Küche und der sehr souveräne Service durch Robin Spitz und einer jungen Dame hat auch weiterhin bestand.

Besucht am 26.09.2014 (mittags)

Restaurant L’Absinthe – Honfleur

04.09.2014
Restaurant L’Absinthe – Honfleur

Nach einer kleinen Ruhepause im Hotel war Abendessen im Restaurant L’Absinthe angesagt. Neben den Räumen im Inneren mit viel normannischem Fachwerk, gibt es auch eine Terrasse zum Quai Quarantaine hin gelegenen. Am Abend oder bei schlechtem Wetter kann diese auch überdacht werden. So entsteht ein gemütlicher „Wintergarten“ mit Blick auf die Straße.

01 AbsintheNeben den a la Carte Gerichten werden 3 Menüs angeboten. Diese Menüs sind nach berühmten Sohnen der Stadt Honfleur benannt.

Menü „Erik Satie“ 36 € (Erik Satie , Komponist. Geb.1866 in Honfleur)
Menü „Alphonse Allais“ 50 € (Alphonse Allais, Journalist und Humorist. Geb.1854 in Honfleur)
Menü „Eugène Boudin“ 58 € (Eugène Boudin. Geb 1824 in Honfleur, Maler)

Ich entschied mich für das Menü „Alphonse Allais“ mit einer kleinen Änderung. Statt“ Lagostinos in Tempurateig“ wurden Austern bestellt.

02 AbsintheAmuse Bouche. Der Auftakt ein wenig misslungen. Die Crème Brûlée von der Gänseleber war grieselig und sehr kalt. Kam direkt aus dem Kühlschrank.

03 AbsintheAustern. Aus den Gewässern von der Halbinsel Cotentin. Top Qualität

04 AbsintheRotbarbe auf gefülltem rotem Paprika und Pesto.
Die Paprika mit Gemüsefüllung, sehr wohlschmeckendes Pesto und die Barbe auf den Punkt gegart.

05 AbsintheLammkotelett mit jungen Zwiebeln und Mangoldstielen.
Man wird vorher gefragt wie man die Koteletts serviert haben möchte. Sehr intensive Lammsauce. Die auf der Karte anvisierten Mangoldstiele entpuppten sich als Selleriescheiben.

06  AbsintheKäseplatte
Sehr gut gereifter Rohmichkäse, viele aus der Region.

07  AbsintheSchoko Macaron und Eis.
Gegenüber den anderen Gängen viel das Dessert in Ausführung und Geschmack doch etwas ab.

09  Absinthe

Zum Schluss Espresso und natürlich ein Calvados.

Fazit: Dieses stilvolle und gemütliche Restaurant in einem alten Fachwerkhaus bietet eine Mischung aus klassischer und moderner Küche. Ein gutes Preis- Leistungsverhältnis und tadelloser Service.
Alternativ kann man in der ungezwungenen Atmosphäre des Bistros La Grenouille neben an speisen.

Acquarello – München

02 Acquarello27.08.2014
Acquarello, München

Zum Abschluss einer interessanten kulinarischen Woche noch einmal München. Diesmal das 1 Sterne Restaurant Acquarello in der Mühlbaurstraße- Stadtteil Bogenhausen.

Der Eingang in das Restaurant sieht nicht gerade freundlich aus. Betonklotz, ungepflegtes Grün und Betontröge machen keinen guten Eindruck. Innen wird es freundlicher. Die Tische stehen doch recht eng zueinander, allerdings grenzen halbhohe Lehnen die Tische voneinander ab.

03 Acquarello BrotZum Hausaperitif gibt es unterschiedlicher Sorten von frischen Brötchen sowie drei Salzsorten und sehr gutes Olivenöl.
Neben den a la Carte-Gerichten werden zwei Menüs angeboten. Marktmenü das eine, das andere nennt sich Menü „cucina del sole“. Und für letzteres entscheide ich mich, allerdings lasse ich den ersten Gang, Vitello Tonnato, aus.

04 Acquarello Amuse BoucheAls Amuse bouche wird Gänsestopfleber mit einem Apfelkompott serviert.

05 AcquarelloGebackene Zucchiniblüte auf Safranschaum, Tomatenconcassée, gebratene Gambas.
2012 Chardonnay St. Valentin

Sehr luftiger und wohlschmeckender Safranschaum, die Füllung hat schönen Biss und die Gambas auf den Punkt gebraten. Ein gelungener Auftakt des Menüs.

06 Acquarello WalnussRavioli mit Walnuss-Ricottafüllung auf Parmesan-Sabayon.
Hauchdünne Nudeltaschen mit einer kräftigen Nussfüllung, al dente serviert. Dazu ein sehr leichter Sabyon mit einem Hauch von Parmesan.

07  AcquarelloFeigentortelli auf Pinot-Bianco-Schaum, Reduktion vom Cassis und gebratener Gänseleber.
2010 Riesling Spätlese, Leitz, Rheingau
Ein interessanter Gang, der eine gewisse Süße mitbrachte. Die Gänseleber und der Riesling aus dem Rheingau ergänzten noch diese Süße. Vielleicht nicht jedermann Geschmack, ich fand den Gang aber sehr lecker

08  Acquarello LachsEmince vom Schottischen Wildlachs mit Schnittlauch-Kaviar-Sauce
2013 Sauvignon-Vogl
Der Lachs zerging auf der Zunge.

09 AcquarelloSorbet-Leichter Zwischengang.

10 Acquarello SchmorbratenRinderschmorbraten in Barolosauce mit Selleriepüree
2010 Palazoo della Torre-Allegrini
Der Rinderschmorbraten stellte sich als Rinderbäckchen heraus. Das Fleisch war sehr mürbe mit einer sehr guten Sauce. Das Püree zerging auf der Zunge. Leider gab es keinen Barolo zum Gericht.

11 Acquarello DessertSchokoladenravioli auf Orangensauce, Pfefferminzeis
2011 Ben Rys-Ponnafugata
Sehr intensive Orangensauce, leider kaum Schokoladengeschmack und die Pfefferminze beim Eis konnte man nur ahnen.

12 Acquarello AbschlussIm Anschluss werden natürlich noch eine Auswahl an süßen Sachen angeboten: Hauchdünner Himbeerkuchen, Plätzchen und Pralinen. Dazu ein leider nur lauwarmer Espresso und eine Wildkirsche von Reisetbauer.

Fazit: Ob das Acquarello wirklich der beste Italiener in Deutschland ist, kann ich nicht beurteilen. Fest steht jedenfalls, dass er bestimmt zu den Besten gehört. Vorbildlich der Service. Er strahlt Freundlichkeit und Kompetenz aus. Leider wird auf der Rechnung kein Name erwähnt, sondern nur Kellner Nr. 3. Ein Menü mit ganz leichten Schwächen, aber ein Wiederbesuch wird stattfinden.

Park Schönfeld-Kassel

01 Restaurant

25.08.2014
Park Schönfeld-Kassel
Eduard Jaisler und Sabrina Schoregge sind mit ihrem Restaurants „Park Schönfeld“ mittlerweile in Kassel gut angekommen. Der 31-Jährige Eduard Jaisler ist seit 2013 Mitglied deutschen Sektion der Jeunes Restaurateurs.

Das Restaurant ist im Untergeschoss des Schlösschens Schönfeld in grüner Umgebung angesiedelt.
Sabrina Schoregge begrüßte auf das Herzlichste und leitet mich zum reservierten Tisch. Nach Vorlage der Speisekarte entschied ich mich für ein 4-Gang Überraschungsmenü einschl. Weinbegleitung.

02 Oliven- ChurrystangenZum Aperitif, einen Riesling Sekt „Geheimrat J, gab es eingelegte Oliven und Churry-Blätterteigstangen.

03 Amuse BoucheAmuse Bouche Rinder Tatar mit Safran-Schmand sowie ein Karotten-Ingwer Süppchen.

04 RehconsommeRehconsommé mit Maultasche und Lauchgemüse. 2013 Weissburgunder vom Weingut Sulz, Burgenland.

05 JakobsmuschelnGebratene Jakobsmuscheln– Sellerie in Safran-Feiner Salat-Tomatenbutter, 2013 Spätburgunder, Blanc de Noir, Willems, Mosel.

06 LammLammcarré – Steinpilzknödel – gebr. Spargel, 2010 Malvira, Nebeolo, Langhe.

07 SchokoWarmes Schokoladentörtchen-Lavendeleis, Rosé Port.

Fazit: Eduard Jaisler hat noch einmal kräftig zulegen können. Seine Gerichte sind noch feiner, ausgewogener und leichter geworden. Die ausgewählten Weine waren wohltemperiert und passten ausgezeichnet zu den jeweiligen Gängen.
Im Vergleich zu meinem Besuch ein Tag vorher im Adel.es, ist Jaisler mit den 1.5 Punkte im Feinschmecker unterbewertet. Ich bin gespannt, wie die anderen Restaurantführer hier bewerten.
Für mich mind. 15 Punkte nach Gault Millau bzw. 2.5 Feinschmeckerpunkt.

08 AbschlussDer Abschluss

Adel.es Alsfeld

24.08.2014
Adel.es Alsfeld

Das Fachwerk Rathaus im Zentrum der Altstadt ist das Aushängeschild der mittelhessischen Stadt Alsfeld im Vogelsbergkreis.
Seit 2007 ist Anja Graulich mit ihrem Adel.es das kulinarische Aushängeschild der Stadt. Anja Graulich, die aus der Region stammt, unternimmt dabei einen gewaltigen kulinarischen Spagat.

03 Adel.es
Auf der einen Seite ist sie natürlich Stolz auf die Auszeichnung im Gourmet Magazin „DER FEINSCHMECKER“ mit 1.5 F, auf der anderen Seite wird sie in einer ansonsten kulinarischen Diaspora allein davon nicht wirtschaftlich überleben können. Also muss sie zweigleisig fahren. Es kann also daher passieren, dass dann auch einmal eine Reisegruppe mit 30 Personen, den recht nett eingerichteten Speiseraum, „überfällt“. Dem entsprechend ist dann die Geräuschkulisse.

Für den großen und kleinen Hunger gibt es die Standardkarte mit Speisen der Jahreszeiten.

Aus dem aktuellen Gourmet a la Carte Angebot wählte ich folgendes Menü:

04Carpaccio vom Charolais Rinderfilet dazu gebratene Steinpilze.

06 JakobsmuschelnnJakobsmuscheln. Macadiamia Brösel. Macadamiaöl . Balsamico Schokoladenjus. schwarzer Wildreis. Papaya, Zwiebelgemüse.

07 MaispoulardeKnusprig lackierte Maispoularde. aromatisierten Kirschtomaten am Zweig. Statt der Nudeln wählte ich Rosmarinkartoffeln aus. Parmesanschaum. Grüner Pfeffer.

08 SchokosouffleSchokoladensoufflé

Ein sehr wohlschmeckendes aber auch üppiges Menü. Besonders bei den Jakobsmuscheln waren mir einfach zu viele Komponenten auf dem Teller. Die Poulardenbrust sehr saftig gebraten mit einem sehr leichten Parmesanschaum.

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Ein Menü mit leichten Schwächen, aber ein Besuch wert.

PS. Das Restaurant ist geschlossen. https://www.oberhessen-live.de/2017/04/05/nach-zehn-jahren-verlaesst-das-adel-es-seinen-standort/