Von A wie Ackerwindenwurzel, F wie Feuerbohnenwurzel, R wie Rote Bete und Z wie Zuckerwurzel.

Genuss, Reisen und mehr
Les Nymphéas
Ein normannisches Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert ist Heimstätte des Restaurants Les Nymphéas. Das Restaurant befindet sich, etwas versteckt, am westlichen Ende des Place du Vieux-Marché. Bis 2010 leuchtete ein Michelin Stern über dem Restaurant.
Man betritt über einen kleinen Innenhof die Restauranträume, die im normannischen Stil eingerichtet sind. Dunkel-Braune Holzbalken, heller Putz, eine dezente Beleuchtung und weiß eingedeckte Tische prägen den Raum.
Eine freundliche Servicemitarbeiterin nimmt uns in Empfang, nimmt uns die Jacken ab und führt uns zu unserem Tisch. Die Tische im Restaurant werden durch zwei mächtige Holzsäulen in zwei Bereiche unterteilt. Der vordere mit Blick auf Eingang und Innenhof, der hintere mit großer Glasfront auf eine Terrasse.
Wir bestellen diesmal kein Aperitif und erhalten daraufhin, die vom Format her recht große Speisekarte gereicht. Darin finden wir neben einer Auswahl von Vorspeisen, Fisch und Fleischgerichte auch vier Menüs. Wir entscheiden uns für das „Menü Gastronomique“ mit 6 Gängen.
Dazu je eine halbe Flasche Montagnay( weiss) sowie Savignay les Beaune (rot). Das Menü kostet 54 €, die Weine zusammen 54 €. Wir bezahlen zum Schluss für zwei Personen 168.50€ ohne Trinkgeld.
Aus dem Menü wurde ausgewählt:
Während wir noch mit der Speisekarte beschäftigt sind und die Auswahl unserer 6 Gänge diskutieren, erhalten wir zur Einstimmung verschiedene Sorte Brot und Brötchen mit normannischer Salzbutter.
Als Amuse Bouche folgt eine Art „Himmel und Erde“.
Aus dem Menü wählten wir wie folgt:
Ravioles de Ris de Veau et Foie Gras, Velouté de Volailles au Parfum de Truffes
Filet de Bar Rôti, Artichaut et Cébettes, Vinaigrette Tiéde aux Câpres et Tomate
Sorbet Pommes au Calvados
Dos de Canette Rôti, Sauce Rouennaise, Rigatonis Farcis
Notre Plateau de Fromages
Millefeuille à la vanille et aux Framboises et son Coulis
Besucht am 01.11.2012 (abends)
Hotel Les Vieux Carré.
Donnerstag 01.11.2012
Trotz modernsten Navi war das Hotel nicht so einfach zu finden. Schließlich landeten wir in einer Tiefgarage, Von dort aus machten wir uns auf, das Hotel in einer Fußgängerzone von Rouen zu suchen. Kaum 100 m von der Tiefgarage entfernt standen wir vor einem verschlossenen Tor. Erst nach einem Anruf mit dem Handy wurde uns das Tor geöffnet.
Ein wunderschönes romantisches dunkelrotes Fachwerkhaus mit üppiger Vegetation in einem kleinen Innenhof stand vor uns. Dieser erste positive Eindruck verstärkte sich noch, als wir den Empfangsraum betraten. Eine kleine Salonecke mit angrenzendem Bistrobereich gehen ineinander über. Hier wurde auch das Frühstück eingenommen.
Die Zimmer nicht gerade groß, aber praktisch eingerichtet. Sehr niedrige Betten und leider fehlt wie so oft eine vernünftige Kofferablage. Auch das Bad mit Badewanne, Waschbecken und WC ist sehr eng aber sauber.
Das Zimmer kostet 68 €, das Frühstück 8 €. Kaffee, Orangensaft, Baguette, Butter, Marmelade und Jogurt. Nach dem üppigen Abendessen ausreichend, aber zu teuer.
Fazit: Angenehmes Hotel in einer Fußgängerzone, nett eingerichtet. Die Altstadt mit den Sehenswürdigkeiten ist schnell zu erreichen. Würde jederzeit wieder buchen.
Zwischenstopp in Rouen
Auf dem Weg nach Vire wurde in Rouen ein Aufenthalt eingeplant. Ursprünglich hatte ich Honfleur als Halt vorgesehen um im Zweisterne Restaurant SaQuaNa endlich einmal einzukehren. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass der 1. Nov. (Allerheiligen) Feiertag in Frankreich ist. Bezahlbare Hotels in Honfleur zu bekommen war aussichtlos. Auch das Restaurant war ausgebucht. Also wurde umgeplant und Rouen als neuen Zwischenstop festgelegt. Der letzte Besuch in Rouen lag auch schon einige Jahre zurück.
Aber auch hier hatte ich Pech mit der Reservierung von Restaurants. Gill, das Zweisterne Restaurant hatte am Feiertag geschlossen. Das Einsterne Restaurant Origine war leider ausgebucht.
Ich entschied mich dann für das Les Nymphéas in der des Marktplatzes. Übernachtet wurde im Hotel Les Vieux Carré.
„ la Foire à l’Andouille de Vire“
Die 24. Auflage „ la Foire à l’Andouille de Vire“ von Donnerstag, 1. bis Sonntag, 4. November 2012 war wieder einmal Anlass unsere Partnerstadt in der Normandie zu besuchen.
Mehr als 50 Aussteller zeigen den Besuchern die enorme Vielfalt von regionalen französischen Produkten. Aus der Normandie natürlich die Andouille de Vire, die Apfelprodukte (Apfelwein, Calvados, Pommeau) oder die Kutteln à la mode de Caen.
Weitere Aussteller zeigten Produkte die z. B. auf Basis von Wildschwein, Taube, Fisch oder Gänseleber beruhten. Auch Weine aus verschiedenen Regionen Frankreichs (z.B. Elsass, Champagne, Bordeaux) sind im Angebot.
In diesem Jahr war Irland als Ehrengast mit typischen lokalen Produkten (Whisky, Tee, Chutney, etc …) und traditionelle Musik vertreten. Im nächsten Jahr werden wir mit typischen nordhessischen Produkten als Ehrengast auftreten.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Kochvorführungen von dem Zweisternekoch Michel Bruneau, Bruneau hatte bis 2002 zwei Sterne im Restaurant La Bourride in Caen und anschließend das berühmte Restaurant La Mère Poulard auf Mont Saint-Michel.
Kabeljau mit Linsen
Fisch
Kabeljaufilet a 80 g
Salz, Pfeffer,
Olivenöl, Butter, Knoblauchzehen, Rosmarin.
Linsen:
400 g kleine franz. Berglinsen
Salz und Pfeffer
2 El feingehackte Schalotten, Möhren, Sellerie. Porree
Balsamico, Olivenöl
Zubereitung
Fischfilet: Am besten die Rückenfiletstücken vom Kabeljau, den so genannten „loins“ verwenden. Die Fischstücke abwaschen rundum salzen und pfeffern. Butter und Olivenöl erwärmen. Knoblauchzehen und Rosmarin zufügen, die Fischstücke leicht mehlieren und anbraten. Im Ofen fertig garen.
Die Linsen in einen Topf geben und mit Wasser im Verhältnis 1/3 auffüllen und ganz leise eine halbe Stunde köcheln lassen. Die Linsen sollten zwar noch Biss haben, aber schön weich sein! In der Zwischenzeit die feingehackten Schalotten, Möhren, Sellerie. Porree blanchieren und im kalten Wasser abschrecken und zu den Linsen geben. Schließlich mit Salz, Pfeffer, und dem Balsamico abschmecken.
Zum Servieren ein Bett von Linsen auf den Tellern anrichten, daneben ein Stück Fisch lege und mit einem Rosmarinzweig dekorieren.
Risotto mit Pfifferlingen
Zutaten
1 l Gemüsebrühe
2 EL Olivenöl 1 EL Butter
1 Schalotte fein gehackt
1 Knoblauchzehe fein gehackt, Ingwer
400 g Risotto-Reis
2 Gläser trockenen Weißwein
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 g Butter, 100 g frisch geriebener Parmesan
Pfifferlinge
Die Brühe zum Kochen bringen. In einem zweiten Topf das Olivenöl mit der Butter erhitzen und die Schalotte, den Knoblauch und den Ingwer auf kleiner Stufe anschwitzen, bis sie weich und glasig sind, sie dürfen aber keine Farbe annehmen. Den Reis einstreuen und die Temperatur höher schalten.
Den Reis durchrühren bis er ein etwas glasiges Aussehen annimmt. Dann den Wein zugießen und weiterrühren, bis der Wein fast eingekocht ist. Sobald der gesamte Wein in den Reis eingekocht ist, eine Schöpfkelle heiße Brühe und 1 kräftige Prise Salz dazu geben. Die Temperatur so einstellen, dass das Ganze nur leise blubbert. Schöpfkellen weise weitere Brühe dazu geben, allerdings immer erst warten, bis der Reis die letzte Portion aufgesogen hat.
Nach ca. 15 Min. den Reis auf ein eingeöltes Backblech geben und abkühlen lassen. Diese Arbeit kann bereits am Vormittag erfolgen.
10 Min. bevor das Gericht fertig sein soll einen Topf mit etwas Brühe erhitzen, den Reis dazugeben und rühren. Weitere Brühe dazu geben, rühren und nach ca. 5 Min. probieren ob der Reis gar ist. Die Körner sollen weich sein, aber noch etwas Biss haben.
Den Topf vom Herd nehmen, die Butter und den Parmesan untermischen und einen Deckel auflegen. Den fertigen Risotto danach noch ca. 5 Minuten ruhen lassen
Die Pfifferlinge säubern und in Butter kurz anbraten.