Urlaub auf der Liberté – Teil 5

Donnerstag 13. September 2012

Es ist 15.00 Uhr und eigentlich sollten wir seit 3 Std. auf der Seine flussabwärts fahren. Das Mittagessen haben wir auch schon hinter uns, aber es fehlen noch immer 6 Passagiere. Dann endlich um 15.30 Uhr kommt ein schlimm zugerichteter Mann auf das Schiff. Pflaster am Kopf und am den Händen. Unfall unterwegs? Nein, nein der Unfall war schon Tage vorher passiert. Die Verspätung erfolgte durch den Flug von Nürnberg nach Paris und der Fahrt mit der Metro durch Paris. Man hatte sich einfach mit der Zeit verschätzt. Schnell war man sich einig, dass man im Hafen bis zum anderen morgen liegen bleiben sollte um dann in Ruhe die Seinefahrt zu unternehmen.

Für uns noch einmal die Gelegenheit in Paris essen zu gehen. Ausgesucht hatte ich die Brasserie Bofinger nicht weit vom Hafen entfernt. Bofinger gilt als älteste Brasserie von Paris.

 

Das Essen bei Bofinger

Das Mittagessen auf der Liberte: Jeden Tag gab es ein dreigängiges Mittagessen, dazu Weine von der Nahe.  Alles frisch zubereitet von Chefkoch Andy in seiner kleinen Kombüse.

Am ersten Tag gab es  eine Kürbiscremesuppe mit frittierten Rucola, Roastbeef mit Polenta und geschmorten Paprika sowie als Nachtisch „fromage blanc“ mit roten Früchten. Am Nachmittag gab es dann Kaffee und Kuchen. Auch dieser wurde von Andy frisch zubereitet.

 

Urlaub auf der Liberté – Teil 4

Das Konzept

An Bord der Liberté erwartete uns nostalgischer Charme in Verbindung mit moderner Bequemlichkeit. Das Schiff bietet ein schwimmendes Zuhause für 12 Passagiere. Wir waren 11 Reisende. 5 Ehepaare  und  ein  Alleinreisender, dazu vier Besatzungsmitglieder. In so einem kleinem Kreis reist es sich natürlich  ganz  anders  als auf großen Schiffen. Liberté bedeutet FREIHEIT – und das konnten wir an Bord erleben. Wir haben die Langsamkeit entdeckt und deren Vorteile erlebt. Erholung pur.

 

Lautsprecherdurchsagen, Gedränge am Buffet oder Streit um einen Sitzplatz auf dem Sonnendeck, all das kann man vergessen. Die Zeit an Bord wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Frühstück sowie das Mittagsessen wurden gemeinsam am langen Tisch  im „Alten Salon“ eingenommen.  Nachmittagskaffee mit Kuchen wurde auf dem „Pooldeck“ serviert.  Durch die großen Fenster konnte man auch während des Essens die  Natur bewundern. Eine strenge Kleiderordnung gibt es  auf der LIBERTÉ nicht. Sportlich-leger trifft es am besten zu.

 

Jeden Abend wurde ein Liegeplatz im Bereich einer Stadt bez. eines Dorfes ausgesucht. So konnte man, wenn man wollte, durch Kurzbesuche auch Land und Leute kennen lernen.  

Kein Motorengeräusch, kein Vibrieren und Gedröhne in der Nacht. Die Abfahrt erfolgte meistens erst nach 09.00 Uhr. Ausnahme war der vorletzte Tag.  Hier legten wir bereits um 07.30 Uhr ab.

 Hier die Strecke:

Paris Port de l’Arsenal, dann flussabwärts auf Seine bis zum Canal Saint Denis, am Abend  dann  Flussaufwärts bis zur Marnemündung. Anschließend auf die Marne und den Canal latéral Marne. Angelegt wird u.a. in  Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay  Da im  Canal Aisne a la Marne gearbeitet wurde, konnte die ursprüngliche Fahrt bis Reims nicht durch geführt werden. Zielhafen war dann Châlons-en-Champagne.

 Die Rückfahrt erfolgte mit der Regionalbahn von Châlons-en-Champagne nach Reims.

Der Deck-Plan

 

Urlaub auf der Liberté – Teil 3

Mittwoch 12. September 2012

Der Regen hatte sich verzogen. Die Sonne schien bereits am frühen Morgen vom blauen Himmel. Auf ein Frühstück im Hotel wird, wie fast immer in Frankreich, verzichten. Nach dem beladen des Autos und Begleichung der Rechnung fahren wir die ca. 4 km in das Hôtel-Restaurant L’Assiette Champenoise,  ebenfalls in Tinqueux  Hier können wir das Auto bis zum 20.09. kostenfrei abstellen.

Danach geht es mit dem Taxi zum Bahnhof Reims. Kurz vor der Abfahrt des Taxis, bemerkt Irmtraud, dass sie ihr Handy im Hotel vergessen hat. Also wird ein kleiner Umweg zum Hotel Campanile unternommen. Tatsächlich, beim Reinigen des Zimmers ist das Handy gefunden worden und an der Rezeption abgegeben worden. Danke an das Personal.

Im Bahnhof Reims gibt es dann ein Problem. Wir wollen ja die Innenstadt und die Kathedrale besichtigen. Leider gibt es im Bahnhof keine Gepäckschränke wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Da wir ja das Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen können, wird es wieder nichts mit der Besichtigung. Es ist nun das dritte Mal, dass ich seit 2008 in Reims bin und noch immer habe die Kathedrale nicht besichtigen können.

Bis zur  Abfahrt des Zuges  warten wir im „Bahnhofsrestaurant und holen das Frühstück nach.

 

Gegen 12.30 Uhr fährt dann der TGV in den Bahnhof ein. Erst recht spät wird das Abfahrtsgleis angezeigt. Da wir keinen Aufzug finden, müssen wir das schwere Gepäck treppab und treppauf zu Zug tragen. Im Zugabteil 1. Klasse finden wir keine Ablagemöglichkeit für die Koffer, so dass man das Gepäck zwischen die Sitze abstellen muss. Gottseidank ist das Abteil nur halb belegt, so dass genügend Platz vorhanden ist.

Beim Vergleich ICE – TGV 1. Klasse, hat der ICE nach unserer Auffassung die Nase leicht vorn. Besonders beim Abstand der Sitze gibt es ein Vorteil ICE. Pünktlich um 12.43 Uhr geht es los und nach einer ruhigen Fahrt sind wir um 13.31 Uhr im „Gare d l’Est“.

Mit dem Taxi geht es dann zum Hotel. Ich stelle fest, dass das Taxifahren in Paris gar nicht so teuer ist. Allerdings müssen wir für unser Gepäck separat bezahlen. Für zwei Koffer 4 €.

Gebucht hatte ich das drei Sterne Hôtel Des Trois Gares in der   1 Rue Jules César.

 

Ausgesucht deshalb, da es direkt am Bassin de l’Arsenal liegt. Hier soll unsere Flusskreuzfahrt am nächsten Tag beginnen.

Ein kleines Abenteuer war der Gepäcktransport in die vierte Etage. Im Aufzug war kaum Platz für eine Person und Koffer. Zuerst den Koffer in den Aufzug, dann setzte ich mich auf den Koffer und es ging nach oben. Dann wieder mit dem Aufzug nach unten und Irmtraud fuhr mit dem Koffer nach oben. Zu Schluss fuhr ich dann wieder nach oben.

Das Zimmer war zweckmäßig eingerichtet aber mit ca. 12 qm sehr klein. Das Problem war, wohin mit dem Gepäck. Es war immer irgendwie im Weg.

 

Nachdem wir geduscht haben und uns ein wenig ausgeruht haben, machen wir uns auf in Richtung Bassin de l‘Arsenal. Hier hat die Liberté bereits festgemacht. Wir besichtigen kurz das Schiff und gehen dann in Richtung Place de la Bastille. Da sich der Hunger meldet kehren wir in ein Bistro ein. Im La Cavetiere, 41 Boulevard Bourdon essen wir „Escargots de Bourgogne“ und dazu einen Muscadet.

Nach der Rückkehr in das Hotel machen wir uns fein für den ersten kulinarischen Höhepunkt unsere Reise. Gebucht ist das Sternerestaurant Kei in der Rue Coq Héron.

Restaurant Kei – Paris

Restaurant Kei

5 Rue Coq Héron  

75001 Paris, Frankreich
Tel. 01 42 33 14 74

 

Eine gute Art sich durch Paris fortzubewegen ist es ein Taxi zu  nehmen. Taxis sind überraschender Weise relativ günstig. Unsere Touren waren selten teurer als 10 €.

Man muss jedoch folgendes wissen:

Taxis nehmen nur bis zu 3 Personen mit, der Beifahrersitz bleibt unbesetzt.  Die Taxifahrer in Paris stehen nicht in dem Ruf besonders freundlich zu sein. Wir hatten aber Glück. Wird ein Taxi telefonisch bestellt muss man auch den Preis für die Anfahrt bezahlen.  Wartezeit, an Ampeln oder im Stau kosten ca. 0,31 Euro/Minute. Gepäck über 5 kg kostet ebenfalls Aufpreis.

Warum erwähne ich das?  Folgendes ist passiert.  Für die Fahrt in das Restaurant hatten wir über das Hotel ein Taxi bestellt. Jetzt muss man wissen, dass die Rue Jules César eine Ein-bahnstraße ist. Die Rue ist ca. 200 m lang. Gerade als das Taxi in die Rue einbiegen wollte, bog ein Müllwagen in die Straße ein. Es dauerte ca. 10 Min. bis sich der Müllwagen durch- gekämpft  hatte. Bis das Taxi am Hotel war, standen bereits 6 € auf dem Tacho. Die Fahrt in das Restaurant dauerte ca. 20 Min. und kostete „nur“ 7 €. Einschließlich Trinkgeld 15 €.

Das Restaurant Kei wird in den verschiedensten Führer und auf Internetplattformen hoch gelobt.

Keisuke Kobayashi hat jahrelang in bekannten französischen Spitzenrestaurants gearbeitet. Unter anderen im Le Cerf, Marlenheim  und dann 7 Jahre im  Restaurant Alain Ducasse im Plaza Athenee in Paris (3 Sterne) unter  Führung von Jean-Francois Piege und Christophe Moret. 2011 übernahm er zusammen mit seiner Frau kein leichtes Erbe. Sie übernahmen das Restaurant von Gérard Besson.  Bei der Verteilung der Sterne wurde Kei nicht übersehen. Der erste Stern kam bereits im ersten Jahr.

Der Eingang des Hotels in hell beleuchtet. Nur der Aushang der Speisekarte zeigt uns, dass wir richtig sind. Freundlicher Empfang durch die Hausherrin und sie begleitet uns in den Speisesaal. Der Raum zeigt mit Grau und Silber zarte und harmonische Farben und wird durch einen großen Spiegel „aufgeweitet“. Auch gibt es eine gute Beleuchtung.

Eine Woche später im Hôtel-Restaurant L’Assiette Champenoise bzw. bei Steinheuer sieht das leider anders aus.

Die Speisekarte, die eigentlich keine ist, weißt lediglich 2 Menüs aus. Composition 1 für 95 € und Composition 2 für 118 €. Auch kein Hinweis auf die Anzahl der Gänge. Wir lassen uns Überraschen und wählen Composition 1 aus.

Brot und zweierlei Butter stehen ebenso wie Mineralwasser schnell auf dem Tisch. Besonders die Salzbutter aus der Normandie schmeckt vorzüglich. Dazu als Aperitif ein Glas Champagner.

 Als  Amuse Bouche  werden serviert

 

Solide, aber nichts umwerfendes, kaum Geschmack    beim Basilikumdrink.

Zu den Weinen. Mit dem sehr souveränen Sommelier wurden ausgesucht. Je 0,37 l

  

Erster Gang:

Gemüseteller: 5 verschiedene Tomatensorten, dazu eine fruchtige Tomatensoße. Eine dünne gelbe Zucchinischeibe brachte den „Biss“ in diesen Gang. Rucola und Blüten brachten Farbe auf den Teller.

Zweiter Gang:

Loup de mer mit roter Beete : Der Fisch noch leicht glasig und mit einer krossen Haut. Dazu Kumquats und Creme fraiche mit Zitrone abgeschmeckt. Die rote Beete als „Kleckse“ auf dem Teller verteilt. Dazu Kräuter und Sprossen. Ein harmonischer und gut abgeschmeckter Gang.

Dritter Gang:

Hummer mit Brunnenkresse und Polenta: Das interessanteste waren hier die vier verschiedenen Gewürze. Der Hummer eingepackt in einer krosse Panade.

Vierter Gang:

Boeuf, Saisongemüse, Kartoffelpüree: Das Fleisch aus dem Rippenstück geschnitten, zart aber mit festem Biss. Man müsste schon kräftig kauen. Das Fettstück schmeckte wunderbar. Luftiges Püree. Das Gemüse konnte man nur ahnen. Ansonsten ein ausgewogener Gang.

Fünfter Gang:

Käse:  Schlicht, einfach. Es gibt bessere Käsegänge

Sechster Gang:

Dessertteller:  Zum Abschluss erfrischende Sorbets, Früchte und Schokolade.

Gourmandise: Zum Espresso verschiedene süße Häppchen und ein 1944 Kirsch.

  

Fazit: Ein außergewöhnliches Essvergnügen.  Sehr kompetenter   und souveräner Service. Die Küche hat bestimmt   noch „Luft“ nach oben.

Urlaub auf der Liberté – Teil 2

Dienstag 11. September 2012

 

10.00 Uhr, unser Urlaub 2012 auf der Liberté beginnt mit der Anreise in Richtung Reims. Nach langen Überlegungen haben wir folgende An- bzw. Abreise gewählt.

Dienstag11.09. Anreise bis Reims mit dem Auto, Übernachtung in Reims mit der Möglichkeit das Auto bis zum 20.12.2012 abzustellen.

Mittwoch 12.09. Fahrt mit dem TGV bis Paris. Hier Übernachtung und Abendessen im Restaurant „Kei“.

Donnerstag 13.09. bis Donnerstag 20.09. Fahrt auf der Liberté.

Donnerstag 20.09. Übernachtung und Abendessen in Reims.

Freitag 21.09. mit dem Auto über Landstraßen in Frankreich und Belgien nach Deutschland. Wo wir in Deutschland übernachten ist bei der Abreise noch offen.

Samstag 22.09. dann Rückreise.

Die Straßen sind nass, jedoch regnet es noch nicht. Dies sollte sich aber bald ändern. Zwischen Melsungen und den Hattenbacher Dreieck regnet es sehr stark. Langsames und vorsichtiges Fahren ist angesagt. Nach dem Reiskirchener Dreieck ist der Regen vorbei und die Fahrt geht weiter in Richtung Frankfurt, Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken. Kurz vor Saarbrücken wird an einer Raststätte eine Pause eingelegt. Weiter geht die Fahrt in Richtung Metz und Châlons-en-Champagne nach Reims.

 

Nach knapp 6 ½ Std. erreichen wir das gebuchte  Hotel Campanile REIMS OUEST in Tinqueux einem Vorort von Reims. Anmelden und die Koffer in die zweite Etage tragen. Es ist kein Aufzug vorhanden und  bei einer sehr schmalen Wendeltreppe ist es nicht so einfach das Gepäck nach oben zu bringen. Außerdem hat es wieder zu regnen angefangen. Wir verzichten daher auf die ursprüngliche angedachte Besichtigung der Innenstadt von Reims mit der Kathedrale. Dies wir auf den morgigen Vormittag verlegt.

Das Abendessen im Bistro des Hotels ist nicht so toll. Mein Hähnchen mit Estragonsauce war ja noch einigermaßen in Ordnung, aber die Entenbrust von Irmtraud war zweimal gestorben. Einmal durch den Schlachter und einmal vom Koch. Völlig durchgebraten, trocken und ohne Geschmack. Ich hätte das Gericht zurückgegeben, aber Irmtraud verzichtete darauf.   Die kulinarischen Höhepunkte liegen ja noch vor uns.

Gegen 22.30 Uhr lagen wir nach einem anstrengenden Reisetag in den Betten.

2012 Urlaub auf der Liberté – Teil 1

Urlaub auf der Liberté

 

Diesmal ist ein völlig anderer Urlaub vorgesehen. Keine Pauschalreise, sondern ganz individuell und selbst geplant.

Liberté – Freiheit steht über diesen Urlaub. Ausgangspunkt  war eine Fernsehsendung über das Flusskreuz-fahrtschiff  Liberté im  NDR.

Das Unternehmen führt individuelle und abwechslungsreiche Flusskreuzfahrten im familiären Kreis in Mitteleuropa durch.  Mit dem  kleinen Schiff ist man auf allen Flüssen und Kanälen zwischen Weichsel, Loire und Rhone  unterwegs.

Ende Juli 2012. Anruf direkt beim Eigner:

„Ich interessiere mich für die Fahrt 12/20 Paris-Reims.“ Am Telefon ein helles Lachen.“ Die Strecke fahren wir wahrscheinlich 2015. Bis Ende 2014 sind wir ausgebucht.“ Dann eine Stimme im Hintergrund. „ Für die Tour 12/22 Nancy – Saverne  gibt es eine Stornierung.“ Ich darauf: „Ok, wir reservieren.“

14 Tage später schaue ich noch einmal auf die Internetseite von Liberté-Reisen. Eine Stornierung für die Reise 10/12 ist dort zu finden. 12/20? – richtig, ist doch unsere eigentliche gewünschte Route. Also anrufen und tatsächlich, die Reise ist noch nicht vergeben. Ich schlage natürlich sofort zu.

Hier die Fakten:

13.09. – 20.09.2012 8 Tage PARIS – REIMS auf Seine, Marne, Canal latéral Marne und Canal Aisne a la Marne über Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay.

Dann beginnt die Planung für An- und Abreise. Diese müssen selbst organisiert werden.

Hokkaido-Kürbis, Ochsenbacke, Aprikosentarte

Hokkaido-Kürbis, gebacken:

Hokkaido waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Den Kürbis ungeschält in ca. 1 cm dicke Spalten. Mit Pfeffer würzen.

Die gewürzten Hokkaido-Spalten mit Olivenöl einpinseln und auf ein geöltes Backblech legen. Im Backofen ca. 20 Min. bei 180°C backen. Auf einen Teller anrichten und mit Olivenöl beträufeln. Dazu gibt es Streifen vom nordhessischen Speck, sowie Blüten von der Kapuzinerkresse.

 

 Ochsenbacke mit Mangold

 Zutaten für vier Personen

 4 Ochsenbacken, à 200 g
2 Karotten, 0,5 Knolle Sellerie
2 Zwiebeln, klein, 100 g Champignons
1 Tomate  frisch, 30 g Tomatenmark
Rotwein, 1,0 l Gemüsefond (besser Rinderfond)

Olivenöl, Butterschmalz
Pfefferkörner, schwarz
Pimentkörner, Thymian, Rosmarin
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den Backofen auf 120 Grad vorheizen.

Die Ochsenbacken von allen Seiten in heißem Olivenöl  anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen. Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Champignons und Tomaten putzen, schälen, klein schneiden und ebenfalls bei schwacher Hitze langsam anbraten. Sobald das Gemüse Farbe angenommen hat, das Tomatenmark hinein geben. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen und den Fond angießen. Die angebratenen Ochsenbacken wieder dazugeben.

Etwas Pfeffer-, Senf- und Pimentkörner sowie Thymian und Rosmarin hinzufügen und im vorgeheizten Backofen ca. 21/2 bis 3 Stunden garen. Die Ochsenbacke aus der Form nehmen. Den Fond leicht im Mixer pürieren, die Soße soll schön sämig werden. Durch ein Sieb passieren, eventuell noch etwas einkochen lassen und abschmecken.

Mangold

Für das Gemüse:

1 Mangold- Rot-Gelb – Weiß und Orange (500 g)

1 Zentimeter Ingwer (frisch)

1 Schalotte, Knoblauch, Olivenöl, Salzbutter

125 Milliliter Sahne

 Die Blätter abspülen und trocken tupfen. Die Blattstiele abschneiden und in Rauten schneiden. Die Mangoldblätter in Streifen schneiden.  Ingwer und Schalotte schälen und fein würfeln.

 Öl und Butter in einem weiten Topf erhitzen und den Ingwer den Knoblauch  und die Schalotte darin glasig dünsten. Blattstielwürfel dazugeben und ca. 5 Min. mitdünsten. Mangoldblätter und Sahne dazugeben, Topfdeckel auflegen und etwa weitere 5 Min. dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Dazu gibt es Pellkartoffeln.

 

Aprikosentarte a la Tarte Tatin

 300 g Blätterteig, 300 Gramm kleine Süßaprikosen aus der Türkei, 100 g Zucker, 100 g Butter

Die Butter in einer Kupferpfanne mit ca.24 cm Ø zerlassen, den Zucker dazugeben und ein hellbraunes Karamell daraus bereiten.

Die Aprikosen waschen, halbieren und entkernen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Aprikosenhälften mit der Rundung nach unten in den Karamell legen.

Den Blätterteig  auf die Größe der Pfanne zuschneiden und die Aprikosen damit abdecken. Den Teig mit flüssiger Butter bestreichen und das Ganze für ca. 40 Min.im Backofen bei 180°C backen. Einen hitzebeständigen Kuchenteller auf den Kuchen legen und ihn mit einer schnellen Drehung aus der Pfanne stürzen.

Vau – Berlin

Vau Berlin 27.08.2012 PS: (das Restaurant ist geschlossen)

Montags geschlossen. So heißt es in 6 von 10  Restaurants mit Stern in Berlin. Facil, Hartmann’s, Fischer’s Fritz und das Vau haben auch montags geöffnet.

Im Facil war ich bereits im April, das Hartmann’s lag etwas abseits, ins Fischer’s Fritz möchte ich mit Begleitung gehen. Bleib also das Vau übrig. Vorteil war auch, dass das in der Jägerstraße liegende Restaurant vom Hotel her gut zu Fuß erreichbar war. Nach meiner Anreise mit dem Rennrad eine willkommene Abwechslung.

Ich hatte natürlich reserviert und war gegen 19.00 Uhr im Restaurant. Freundliche Begrüßung und Begleitung zum Tisch.  In einem  langen, schmalen Raum mit modernem  Ambiente, bieten die  Tische ausreichend Platz.  Als Aperitif wählte ich einen 2008 Riesling Sekt von Proschwitz. Das 0.1 l Glas für 10.00 €.  Dazu verschiedene Sorten Brot und Salzbutter. Durch den Abend begleitete mich mit viel Freude und Sachverstand Gürkan Ayrik.

Als erstes Amuse Bouche eine Auster in Curryschaum, Frisch und wohlschmeckend.  Als zweites Amuse Bouche einen belanglose panierten Fisch. (Rotzunge?)

Aus dem August – Menü wählte ich  folgende vier Gänge:

Seeteufel,

Huhn

Käse

Tee und Schokolade

1.         Gang: Seeteufel mit Schluppen, Dill und Zitrone

Ein perfekt gegarter  Seeteufel ruhte auf einem Bett von Schluppen und einer leichten Dillsauce. Sowohl Zitrone als auch Safran waren sehr zurück haltend eingesetzt. Der Fisch stand im Mittelpunkt.

(Schluppen = Frühlingszwiebeln)

Dazu ein 2011 Sauvigon von Zeter Pfalz (0.1 l= 11.00 €)

 2.         Gang: Escabeche vom Marensin Huhn mit Aubergine und Olivenschmand

Man lernt nie aus. Escabeche und Marensin Huhn, zwei Begriffe, die ich in meinem  langen Gouermetleben noch nicht gehört hatte.

Escabeche, ein traditionelles Gericht der iberischen, südamerikanischen und nordafrikanischen Küche. Normalerweise wird Fisch in Mehl gewendet und in Öl gebraten und  in einer Marinade aus Öl, Essig, Wasser, Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Möhren, Paprika und Gewürzen eingelegt und mindestens 24 Stunden gebeizt. Hier wurde ein Huhn  gebeizt.

Merensin-Huhn: (die „Marensine“= transportablen Hühnerstall)

Ganz im Süden Frankreichs, im Département „Landes“, werden hier in Pinienwäldern die Tiere in völliger Freiheit aufgezogen. Das Hauptfutter besteht zu 80 % aus Mais, dazu kommen 15% Soja, 3% Mineralien und Vitamine und 2% Luzerne. Zusammen mit Kräutern, Gräsern und Insekten des Unterholzes nehmen die Hühner beste natürliche und artgerechte Nahrung zu sich. Nach mindestens 88 Tagen Aufzucht in Freiheit (i. d. R. jedoch 100 Tage) werden die Hühner geschlachtet.am.

Gut gebratenes Fleisch mit fester Struktur, einem leichten säuerlichen Geschmack und krosser Haut. Relativ kleine Auberginentarte und von der Würze her ein ausbalancierte Olivenölschmand.

Dazu ein 2009 Auxerois, Beck Rheinhessen (0.1 l = 14.00 €)

3.         Junger Ziegenkäse mit Zucchiniblüte und Honig

Ziegenkäse und Honig passen fast immer.  Zucchini-blüte und „Zucchininudeln“, waren erfrischende Begleiter zum Käse.

Dazu: Auf Empfehlung von Gürkan Ayrik. Gab es diesmal kein Rotwein sondern  „Alte Zwetschge Exuisit von Gansloser. Eine gute Empfehlung.

4.         „Grüner Garten“ mit Matcha Tee, eingelegten Kirschen und Schokoladenmousse

Das Dessert nicht aus dem Menü sondern a la Carte.

Dieser japanische grüne Tee scheint in der „Sternengastronomie“ Mode zu sein.

Ein erfreulich erfrischender Abschluss.

Dazu 2008 Casta Diva rot Alicante (0.05 l = 8.00 €)

Zum Abschluss noch Espresso mit Süssigkeiten und einen 1985 Calvados Boulard.

Fazit: Freundlicher und kompetenter Service, gutes Essen. Der  Stern ist verdient, unter Kreativwerkstatt stelle ich mir allerdings etwas anders vor.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/08/29/vau-berlin-2/

Hugo „Nordhessisch“

Hugo „Nordhessisch“

2 cl Holunderblütensirup (aus eigener Produktion)

150 ml Apfelschaumwein von Döhne

2-3 Blättchen frische Minze (aus dem eigenen Garten)

1 Schuss Mineralwasser

Eis

1 Limette

 

 Zubereitung:

Limette achteln, zwei Spalten mit Eis in ein großes Glas geben, die Minzeblätter  dazugeben, Holunderblüten-Sirup angießen  und mit Apfelschaumwein und Wasser auffüllen.

Gazpacho

 Zutaten

3 Frühlingszwiebeln,

3 große reife Tomaten, geviertelt

1 Salatgurke, geschält und grob zerkleinert

1 rote Paprikaschote, Kerne entfernt, grob zerkleinert

Semmelbrösel, Wasser

3 Knoblauchzehen, geschält

Ingwer, Cilli, Olivenöl, Essig

Meersalz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

Basilikum, glatte Petersilie

Brot

Zubereitung

Das vorbereitete Gemüse mit den Semmelbröseln im Mixer pürieren. Die entstandene  Masse  durch  ein  feines  Sieb  streichen. Mit Wasser in die gewünschte Konsistenz bringen und mit den Gewürzen abschmecken.  Im  Kühlschrank  kalt stellen.

Die gut gekühlte Gazpacho mit den gerösteten Brotwürfeln servieren.