Slow Food-Kochabend Convivium Nordhessen

Dienstag 03.07.2012 Slow Food-Kochabend-Sickenberg

Kochabend von Slow Food Nordhessen im Hofgut Sickenberg.

Der zweite Kochabend 2012 von Slow Food Nordhessen fand diesmal auf dem Hofgut Sickenberg statt. Für mich war die erste Frage, wo liegt dieses Sickenberg überhaupt. Vor der Wende lag der Hof unmittelbar an der innerdeutschen Grenze innerhalb des 500 Meter breiten Grenzstreifens  und eigentlich ist es ein Wunder, dass er überhaupt noch existiert. Heute eigentlich mitten in Deutschland. Dabei ist die Anfahrt von Kassel aus kommend schon recht abenteuerlich. Über die B 27 bis Helsa und dann bis Trubenhausen ist noch als nochmal zu bezeichnen. Dann führt die Straße in die nordhessischen Berge. Kurz hinter Trubenhausen eine  14% Steigung durch den Wald mit vielen Kehren. Dann geht es mit 13% Gefälle in Richtung Kammerbach, um anschließend wieder mit 14% Steigung und 10% Gefälle in Richtung Bad Sooden Allendorf zu fahren. Von hier aus in Richtung Grenzmuseum Schiffelborn geht es wieder in Kehren und schmalen Straßen bergauf. Dann endlich sehe ich Sickenberg. Ein Ort, wo die Zeit anscheinend  stehen geblieben ist. Direkt am Ortseingang dann der ca. 200 Jahre alte Vierseitenhof. Hier hat Kristina Bauer, eine ausgebildete Agraringenieurin, ihren großen Traum verwirklicht. Einen alten Bauernhof zu erwerben, eine vielfältige ökologische Landwirtschaft aufzubauen und die traditionellen Erzeugnisse direkt zu vermarkten.

Um 18.30 Uhr hatten sich 16 Personen zum Kochabend eingefunden. Den weitesten Weg hatte unser Gast aus dem Convivium Südlicher Teutoburger Wald.

Kochen mit Beerenobst stand diesmal auf der Speisekarte. Aus alten Beerenobstsorten wie rote und schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren sollten schmackhafte Säfte, Soßen, Kuchen und eine deftige Hauptspeisen hergestellt  werden.

Zunächst ging es aber einmal in den wunderschönen Bauerngarten um die nötigen Früchte selbst zu pflücken.

Rote Beeren

Dabei gab Kristina Bauer interessante Details über die jeweiligen Früchte.

Beladen mit unserer Ernte ging es dann ab in die Küche. Kristina Bauer hatte vier Gerichte für uns heraus gesucht, die man dann in Gruppen zu viert vorbereitete. Nach ca. 2 Std. waren alle Zutaten verbraucht und wir setzten uns auf der Terrasse an die lange Tafel, um die selbst zubereiteten Gerichte zu verspeisen. Gegen 22,30 Uhr war dann alles ver-speist und wir machten uns auf den Heimweg.

 

Ein gelungener Kochabend in idyllischer Landschaft mit einer interessanten Gastgeberin.

 Die Gerichte:

Als „Durstlöscher“ ein Saft von roten Johannisbeeren

Salat mit schwarzen und roten Johannisbeeren

Chutney von schwarzen Johannisbeeren und Ziegenkäse

Schweinecurry mit Kirschen und Stachelbeeren.

https://29alwi.wordpress.com/2012/07/09/schweinecurry-mit-kirschen-und-stachelbeeren/

Badische Tarte von Johannisbeeren.

Das Hofgut betreibt auch ein Hofcafe und eine kleine Pension.

Das „gelbe“ Zimmer

Die „gute“ Stube

ZuGast – Neu im Bücherregal

Neu im Bücherregal die Ausgabe VII/2012. Eine Zeitschrift aus der Schweiz,die zweimal im Jahr erscheint. Schwerpunkt der neuen Ausgabe sind Kräuter.  Interpretiert u.a. von Bobby Bräuer und Otto Koch.

Hotel Drei Raben Nürnberg

 

 

Hotel Drei Raben

Hotel Drei Raben Nürnberg 28.06.2012

Ein 4-Sterne-Design- und Themenhotel zum Wohlfühlen. Gelegen an der Fußgängerzone, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Nürnbergs sind fußläufig gut zu erreichen. So z.B. 5 Minuten zum Hauptbahnhof und Germanische Nationalmuseum. Auch zum Hauptmarkt und zur Kaiserburg  sind es nur ca. 10-15 Min.

Neben den phantasievoll gestalteten Zimmern, gibt es noch einzigartige Themenzimmer mit mythischen Geschichten über die Stadt Nürnberg.

 

Suite Nürnberger Trichter

 

In einem dieser Junior-Suite im dritten Stock zur Straßenseite haben wir übernachtet. Die Suite „Nürnberger Trichter“ war sehr nett eingerichtet u.a. mit einer freistehenden Badewanne mitten im Raum. Die Dusche mit WC, Bidet und Waschbecken. Hier fehlte leider eine vernünftige Ablage. Auch der Eingangsbereich zur Suite ist sehr eng. Den Schrank sollte man an einer anderen Stelle platzieren.

 Ausgezeichnetes und sehr vielfältiges Frühstück. Es wurde immer nachgefüllt. Obst, frische Brötchen, Müsli, Wurst etc. standen in Büffetform bereit. Eierspeisen aller Art und Pfannkuchen konnten direkt bestellt werden.

Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit. Wir können das Hotel jedem weiterempfehlen und würden wieder dorthin fahren.

 

http://www.hoteldreiraben.de/

 

 

Aumer’s la Vie – Nürnberg 2012

 

Aumer‘s la Vie Nürnberg 29.06.2012 (mittags)

Bei hochsommerlichen Temperaturen haben wir kurz vor einem Termin im Germanischen Nationalmuseum noch ein kleines Mittagessen auf der Terrasse im Aumer’s  genossen. Die Lage genau gegenüber dem Museum kann Fluch und Segen zugleich sein.  Nicht alle Kunstliebhaber sind auch Genussliebhaber. Sprüche wie: „ Sieht aber teuer aus.“ oder „ Steht ja kaum was auf der Karte“. waren zu hören.

Der Service hat mit sehr viel Geduld und Können aber alles hervorragend gelöst.

Vorab gab es dreierlei Brot, dazu Butter, Olivenöl und Meersalz. Als Getränk Mineralwasser und ein gut gekühlter Silvaner von Brennfleck.

 Gazpacho mit Zander

Gut gekühlt, herzhaft gewürzt. Das Richtige bei diesen Temperaturen.

 

 Jakobsmuschel – Steinpilze

Die Jakobsmuschel einmal als Tatar und einmal gebraten. Das Tatar dezent gewürzt, die gebratene Muschel noch leicht glasig. Dazu gebratene Steinpilze auf einer Mandelcreme. Mit den ganzen Mandeln hatte man auch etwas zum „beißen“  

 Zum Abschluss noch eine Kugel Apfel-Koriander Sorbet. (leider ohne Bild)

 Fazit: Beim nächsten Besuch in Nürnberg steht  Aumer’s wieder auf der Liste. Dann aber mit dem vollen Programm.

Die Bar

Terrasse

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/07/03/aumers-nurnberg/

 

2012 Essigbrätlein – Nürnberg

28.06.2012 Essigbrätlein Nürnberg

Wieder einmal in Nürnberg und im Essigbrätlein. Wie in den Jahren zuvor hatten wir wieder reserviert und wurden an diesem sonnigen Mittag von zwei jungen Damen recht herzlich begrüßt und an den Tisch begleitet. Wie wir später erfuhren, hatte Sommelier Ivan Jakir  seinen freien Tag. Die beiden Damen machten ihre Sache sehr gut, wobei allerdings die Routine die Jakir an den Tag legt, natürlicherweise noch nicht vorhanden war.  Nach der Bestellung des Aperitifs wurden drei kleine Amuse Bouche im kurzen Abstand an den Tisch gebracht. Auch Brot und wie üblich die Erbsenbutter wurden ebenfalls recht zügig serviert.

Bei den Amuse Bouche die ersten Änderungen. Die gefüllten Teigröllchen, in den letzten Jahren immer Bestandteil im Menü, wurden diesmal nicht serviert. Es wurden drei „kleine Gabelbissen“ serviert.

Basilikum mit Jogurt

Traube mit Tannensprossen.

Spinat mit Nuss

Die Mittagskarte bot ein Viergangmenü an, dieses wurde im einen zusätzlichen Gang (Lamm) erweitert. Wir verzichteten diesmal auf ein Weinmenü, folgten aber den Vorschlägen des Services und wurden nicht enttäuscht.

Das folgende Menü zeigte doch sehr deutlich, dass Köthe und Ollech im letzten Jahr nochmals einen positiven Sprung in Ausführung und Geschmacksakkorde gemacht haben.

Seeforelle mit Stachelbeeren 

Dazu : 2010 Weißer Burgunder – Weingut von Winningen – Deidesheim/Pfalz

Was lag da nicht alles auf dem Teller. Vier Stückchen Fisch, toppfrisch und von fester Konsistenz. Dazu Fenchel, Staudensellerie und Rettich, der eine gewisse Schärfe an das Gericht brachte. Dazu Scheiben vom Champignon, sowie Dill und Taubenkropf-Leimkraut. Das Ganze überzogen mit einer leichten und säuerlichen Sauce.

Kohlrabi mit weißem Mohn

Die Kohlrabi sowie die Mandeln in drei verschiedenen Texturen und Geschmacks-richtungen serviert. Die Kohlrabi einmal als Rohe Scheibe, gegart mit Schale und die Kohlblätter als Sauce. Ebenso die Mandeln. Ganz, geröstet und als Sauce.

Lamm mit Feldsalat

Dazu 2006 Clos Puy Arnaud – Thierry Vallette – Bordeaux

Dieser Gang wäre fast perfekt gewesen, wenn man etwas mehr „Lammgeschmack“ gespürt hätte. Das Fleisch durch und durch rosa mit leichten Röstaromen. Der Feldsalat wie ein Spinat angemacht.

Reh mir Sellerie

Dazu: 2005 Cabernet Sauvignon ***- Weingut Luckert – Sulzfeld/Franken

Auch das glasierte Reh war auf den Punkt gegart. Der Sellerie wiederrum mit drei verschieden Texturen. Sehr geschmacksintensiv mit tollem Selleriegeschmack die gegarte Knolle mit dem Krautansatz.

Aprikose mit Reiseis

Dazu: 2010 „Rödelseer Küchenmeister“ Riesling Auslese – Weingut Weltner, Rödelsee/Franken

Das Dessert viel gegenüber den anderen Gängen doch etwas ab. Wobei das Reiseis mir persönlich sehr gut schmeckte.

Zum Abschluss:

Danach die üblichen Kalorien in Form von Schokolade. Den Abschluss dann mit Marille und Espresso.

Das Essigbrätlein war auch diesmal eine Reise wert.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/07/02/essigbratlein-nurnberg-2012/