Schwarzer Adler – Oberbergen

 FRANZ KELLER SCHWARZER ADLER
WEINE – RESTAURANTS – HOTEL
Badbergstrasse 23
D-79235 Vogtsburg-Oberbergen Kaiserstuhl/Baden
Tel. (0049) 07662/9330-0 Fax: 07662/719
E-Mail:
keller (at) franz-keller.de
 www.franz-keller.de

 
Poularde in der Schweinsblase
Poularde in der Schweinsblase

Ein Aufenthalt der besonderen Art. Eine Gasstätte Mitten im Ort gelegen wie so viele in Deutschland. Die meisten dieser Gaststätten bieten aber meistens nur Speis und Trank aus der Gefriertruhe oder servieren für viel Geld Convenience -Produkten an.

Dieses Haus ist aus der Art geschlagen. Weine, Restaurant und Hotel unter einem Dach. Diese Reihenfolge ist vom Haus  Keller wahrscheinlich auch bewusst gewählt. In erster Linie ein Weingut mit nationaler und internationaler Bedeutung. Dann eine örtliche Gaststätte aus der im laufe der Jahre und Jahrzehnte ein anerkanntes Restaurant wurde und da man nach dem Weingenuss nicht mehr aus dem Haus muss, gibt es auch entsprechende Zimmer. Seit 1969 leuchten die Sterne des Guide Michelin über dem Haus.  

Hat man sich zu einem Besuch im Schwarzen Adler durch gerungen, sollte man folgendes beachten:

Natürlich einen Tisch bestellen und gleichzeitig auch ein Zimmer reservieren. Die Weinkarte im Internet herunterladen und aufmerksam studieren. Es ist fast unmöglich diesen dicken Wälzer am Tisch in Ruhe durch zu lesen. Nach Studium der Speisekarte ebenfalls im Internet die Poularde in der Schweinsblase vorbestellen. Sie werden, so wie wir, einen unvergesslichen Abend erleben. Besser ist es vielleicht noch, dieses Vergnügen auf den Mittag legen und dann im Sommer auf dem Freisitz zu speisen.

Nach dem Einchecken noch etwas Ruhe auf den gemütlichen Zimmern und dann ab ins Restaurant. Das Haus war an diesem Sonntagabend nach meinen Eindruck fast ausgebucht. Da in drei Räumen serviert wird, hatte man natürlich keinen Einblick in die anderen Stuben.

Amuse Bouche
Amuse Bouche

Als Aperitif wählten wir einen Riesling Sekt natürlich aus dem Hause Keller, dazu wurden Blätterteigstangen serviert.  Da wir ja die Poularde vorbestellt hatten, wurden nur zwei Vorspeisen bestellt, die jeweils  als halbe Portion serviert wurden.

Eine große Hilfe dabei war  der sehr souveräne Maitre Hubert Pfingstag.

Als Amuse Bouche wurde eine Scheibe  Blätterteig gefüllt mit Schinken und Käse auf einer Spinatcreme serviert.

Gänsestopfleber
Gänsestopfleber

Terrine de Foie Gras

Eine kalte Vorspeise machte den Anfang. Die hausgemachte Gänsestopfleber war korrekt zubereitet. Ein selten gutes Apfelchutney und ein Gewürztraminer Gelee begleitete diesen ersten Gang. Dazu gab es ein sehr schmackhaftes  und  lockeres Brioche.

Steinbutt
Steinbutt

Steinbuttfilet aus dem Atlantik

Als warme Vorspeise dann ein Steinbutt  auf schwarzem Venere-Risotto und Beurre Blanc. Der Steinbutt innen noch ein wenig glasig, der Reis mit Biss und eine Sauce mit herrlichem Buttergeschmack.

 

Poulardenbrust 1. Gang
Poulardenbrust 1. Gang

Getrüffelte Poularde in der Blase, gefüllt mit Gänse-leber, Reis und Gemüse

Dann hatte   Maitre Hubert Pfingstag seinen großen Auftritt. Auf einem Silbertablett wurde die prallgefüllte Blase mit Inhalt serviert. Gekonnt zerlegte der Maitre das Tier. Serviert wurde es in zwei Gängen. Zuerst die Brust. Wunderbar zart und  saftig Die Füllung aus Reis, Trüffel, Foie Gras und klein geschnittenem Gemüse und einem schmackhaften Sud. Dazu mitgedämpfter  Porree und Kartoffeln, die eigentlich überflüssig waren. Danach die Keulen.  Große Portionen die aber zu schaffen waren.

Allein der Fleisch und Trüffelduft der aus der aufgeschnittenen Blase entweich, ist die Reise und auch die 80 € für die Poularde wert.

Dessert
Dessert

Zum Abschluss dann noch Variationen von der Valrhona Schokolade. eine absolute Sünde. Flüssig, fest, kalt, warm mit intensivsten Schokoladengeschmack.

 Leider haben wir den Käsewagen zu spät gesichtet. Wie vom Nachbartisch zu erfahren war, gab es schön gereifte Produkte.

Der Service leicht und locker, aber vorbildlich und nach alter Schule ohne Steifigkeit.

 Tolle Weinkarte mit all den großen Namen dieser Weinwelt. Auch die Preise  sind  konkurrenzlos niedrig. Wir hielten uns nach Rücksprache mit Sommelière Melanie Wagner an Weine aus dem Hause Keller.

Zum Abschluss noch Kaffee und ein Kirsch aus eigener Brennerei.

Ein Haus mit Tradition, aber auf der Höhe der Zeit. Eine Adresse die man öfters ansteuern sollte.

Auberge de Ill – Haeberlin

Wir haben eine familiäre Feier im Markgräfler Land dazu genutzt, auch eine kulinarische Reise zu unternehmen. Freitagabends war die Auberge de Ill in Illhäusern unser erstes Ziel. Der Abschluss dann am Sonntagabend im Schwarzen Adler, Oberbergen.

Auberge de Ill

Rue de Collonges
68970 Illhaeusern
France > Alsace > Haut-Rhin > Ribeauvillé

+33 (3) 89 71 89 00

eMail:  aubergedelill ( at ) aubergedelill.com
Homepage  www.auberge-de-l-ill.com

Illhäusern,  ist eigentlich ein kleines unbedeutendes  Dorf im Elsass. Benannt nach dem Flüsschen Ill, das idyllisch den Ort durchfließt und von dem dieser Landstrich den Namen trägt. Allerdings ist das Dorf in der gastronomischen Welt berühmt.

In seinen Toren steht die Auberge de Ill, in der Rue de Collonges gelegen, eins der besten und bekanntesten Restaurants Frankreich.  Auch weltweit gehört dieses Haus zur Spitze. Seit 1967 leuchten 3 Michelin Sterne über dem Haus.

Paul Haeberlin, der 2008 im Alter von 84 verstarb, hat Generationen von Köchen ausgebildet und geformt.  Eckart  Witzigmann steht dafür als Beispiel.

Der heute 55 jährige Sohn Marc ist bereits seit vielen Jahren in die Fußstapfen seines Vaters getreten und hat es trotz vieler Unkenrufe geschafft, das „Unternehmen Auberge“ in die moderne Zeit zu führen.

Auberge
Auberge

Wir hatten ca. drei Wochen vorher reserviert und wurden an diesem Freitagabend von einer jungen Dame freundlich begrüßt und an unseren Tisch geführt. Auch Jean-Pierre Haeberlin machte seine Runde im Restaurant und begrüßte jeden recht freundlich. Unseren bereits bei  der Reservierung geäußerter Wunsch, einen Tisch am Fenster zu bekommen, wurde nicht erfüllt. Aber auch von unseren Tisch hatten wir einen guten Blick in den wunderschönen Garten. Leider war es an diesem Abend zu kühl, so dass wir den Aperitif nicht im Garten einnehmen konnten.

Wir entschieden uns für ein Glas Champagner Lallier bzw. den Hausaperitif, ein Glas Champagner Lallier aufgefüllt mit  Maibowlensirup. dazu wurden zwei kleine Amuse Bouche serviert. 

Obwohl wir uns bereits vorher, Dank Internet, für das Menü entschieden hatten, wurde die Speisekarte ausgiebig studiert.

Immer noch stehen die bekannten Klassiker, die Paul Haeberlin gemeinsam mit seinem Bruder Jean-Pierre Haeberlin kreiert hat und  die als Beispiel für die französische Küche gelten, auf der Speisekarte. Das sind z.B. der Hummer, die hausgemachte getrüffelte Gänseleberterrine oder die Froschschenkel „Paul Haeberlin“. Traditionpflege im besten Sinn. Kulinarisch war und ist die Küche von Marc Haeberlin immer bodenständiger und in der Region verwurzelt als manch andere drei Sterne Küche.

Das Menü sah wie folgt aus:

Amuse Bouche Rotbarbe
Amuse Bouche Rotbarbe

Amuse Bouche

Rotbarbe mit Kartoffelschuppen, dazu Ratatouille, Kartoffelbällchen und Orangensauce. Schmackhaft, wir haben aber in Häusern mit drei Sternen schon bessere und vor allen Dingen modernere Amuse Bouche serviert bekommen.

1. Gang Hummersalat mit Spargel
1. Gang Hummersalat mit Spargel

Hummersalat mit Spargel

Auf dem Teller lagen drei Scheiben vom Hummerschwanz sowie eine Hummerschere, die kalt serviert wurden und nicht gummiartig waren. Dazu bissfester grüner Spargel, am unteren Ende mit einem knusprigen Strudelteig umhüllt sowie gut gewürzter Spargelmousse. Keine große Küche, aber perfekte Produkte gut umgesetzt.

2. Gang - Filet vom Zander mit Risotto
2. Gang - Filet vom Zander mit Risotto

Filet vom Zander mit Risotto und einer Brühe von Krebsen und Froschschenkeln.

Der Zander perfekt gebraten, die Haut kross, die Innenseite noch saftig. Bissfester Risotto mit einer herrlichen Brühe. Sowohl in Textur als auch in den Geschmacksrichtigen ein hervorragendes Gericht.  Gute Umsetzung von regionalen Produkten, auch ohne moderne Technik.

3.Gang - Pochiertes Ei mit Gänsestopfleber
3.Gang - Pochiertes Ei mit Gänsestopfleber

Pochiertes Ei  in Rotweinsauce mit Gänsestopfleber. Version 2010

Ein klassisches Rezept neu interpretiert. In der kräftigen Rotweinsauce waren kleine Pfifferlinge und geröstete Pinienkerne eingearbeitet. Das Ei lag auf einem Spinatbett, die Leber wohlschmeckend, aber eigentlich überflüssig.

4. Gang -  Lammcarre
4. Gang - Lammcarre

Lammcarré mit Tomatenmaultasche und Auberginenconfite

 Das Fleisch fast ungewürzt, dadurch ein perfekter Fleischgenuss. Etwas belanglose Beilagen, gute Sauce.

5. Gang -  Käse
5. Gang - Käse

Der Käsegang

Vom Käsewagen wurden die 4 Käsesorten ausgewählt, die zum ausgesuchten Weißwein hervorragend harmonierten.

6. Gang - Pfirsich a la Haeberlin
6. Gang - Pfirsich a la Haeberlin

La Pêche Haeberlin

Der Dessertklassiker von Paul Haeberlin als Vordessert. Einfach, aber ein wahrhaft einzigartiges kulinarisches Erlebnis.

7. Gang - Dessert
7. Gang - Dessert

La Gourmandise Printanière

Ich würde es mit Frühlingsdessert übersetzen. Eigentlich etwas bieder und es ist auch nichts hängen geblieben, Rhabarber wurde verarbeitet, auch als Schaum.

Der schwächste Gang des Abends.

Danach noch  Cafe und Mirabelle  von Metté, dazu gab es Köstlichkeiten von der Schokolade.

Die Weine

Riesling Blanck Schlossberg 2004  (0,375)

Pinot Noir Cave Vinicole de Turkheim 2003 (Glas)

Château Peyrat Fourthon 2005 (Glas)

Riesling Beyer VT 1995 (Glas)

Das Haus Haeberlin ein Gesamtkunstwerk. Es stimmte fast alles. Eine gute Küche benötigt nicht unbedingt moderne Techniken, hervorragende regionale Produkte sowie Sorgfalt und sauberes Arbeiten sorgen für eine herausragende Küche. Angefangen vom Empfang, über den Service, Serge Dubs und sein junger Gehilfe sind dabei besonders zu erwähnen und die Speisen, einige Schwachpunkte sind dabei nicht auszuschließen, sorgten für einen gelungenen Abend.

 Ein Haus, dass trotz kleiner Schwächen eine Reise wert ist.

Königsalm

Das Ausflugslokal „Königsalm“, in der Nähe des Dorfes Nieste bei Kassel, ist eine Holzhütte im Stil einer rustikalen Bergalm. Mit teilweise über 200 Jahre altem Holz wurde nach überlieferter Bauart dieses Gebäude von Allgäuer Holz- und Almbauspezialisten errichtet.

Königsalm
Königsalm

Das angebotene rustikale Essen passt sich der Atmosphäre der Hütte an.

Die Kalbsleber nach Berliner Art war jedenfalls sehr schmackhaft, auch wenn die Leber mir persönlich zu durch gebraten war. Dazu ein alkoholfreies Bier.

 

Kalbsleber
Kalbsleber

Restaurante es Raco d’ es Teix – 2010 –

Restaurante es Raco d’ es Teix“
Restaurante es Raco d’ es Teix“

Die eigenen Beine als Antriebskraft haben heute Ruhetag. Mit einigen PS mehr (Mietauto) fahre ich in Richtung Westen in das Tramuntana  Gebirge. Ziel ist das romantische Dorf Deia und das „Restaurante es Raco d’ es Teix“ mit Inhaber und Chefkoch Josef Sauerschell.

 

Das 1-Sterne-Restaurant mit sehr viel Ambiente und einem wunderbaren Blick auf die Sierra de Tramuntana liegt oberhalb der Hauptstraße Deias. Vier Parkplätze sind vor dem Haus vorhanden. Josef Sauerschell ist in der Kochwelt Deias ja kein Unbekannter. Bevor er und seine Frau Leonor Payeras sich im Es Racó D’es Teix selbständig machten, war er lange Jahre Chefkoch im Restaurant Olivo.

 

Seine Küche möchte ich wie folgt beschreiben: Marktfrisch, den Jahreszeiten folgen, mediterran und sehr leicht.

Blick von der Terrasse
Blick von der Terrasse

Freundlicher Empfang durch Sommelier Sascha Schoemel, und der Hausherrin Leonor Payeras. Bei dem herrlichen Sonnenschein entschied ich mich auf der Terrasse mein Mittagessen einzunehmen. Von meinen Platz hatte ich einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge. Lediglich ein wenig Lärm von einer in der Nähe liegenden Bausstelle trübte die Idylle.

 

Schoemel, mit dem ich mich sehr gut und interessant unterhalten konnte, hat u.a. bereits bei Lafer und Amador gearbeitet.

 

In Absprache mit der Hausherrin entschied ich mich für ein vier Gang Menü.

 

Als Aperitif wählte ich Cava mit Lavendel, dazu gab es vier Sorten Brot: Olive, Tomate, Anis-Kümmel, Weißbrot, sowie Salzbutter, Olivenöl von Verger und zweierlei Salze.

 

Zweimal Amuse Bouche: 1. Blätterteig mit Rochen und Gemüse, 2. Schaumsuppe von der Gänseleber und Mousse. Besonders ausdruckvoll und samtig die Schaumsuppe.

 

Amuse Bouche
Amuse Bouche

Parfait von der Gänseleber

 

mit roter Beete, grünem Apfel und Brioche

 

Gänseleberparfait sehr leicht, dazu ein wunderbar leichte Brioche. Die Beilagen leider doch sehr winzig, lediglich der frische grünen Apfel war akzeptabel.

 

Die Gänseleber
Die Gänseleber

Fischsuppe Mediterran mit Kräutercroutons

 

Schaumig aufgeschlagene, leichte Suppe mit viel Einlage.

 

Die Fischsuppe
Die Fischsuppe

Lammrückenfilet in Oliven– und Pistazienkruste dazu Lauchgemüse, Artischocke sowie gekräuterter  Kartoffelstampf.

 

Endlich ein Lammgericht, das auch einmal nach Lamm schmeckte. Wunderbar Rosa gebraten, mit einer leichten Kruste. Der Stampf schmeckte nach “mehr“.

 

Das Lamm
Das Lamm

Schokoladentarte mit Kirschen in Armagnac und Tonkaboneneis

 

Herrlicher Abschluss, die Tarte mit fester dunkler Schokolade und eine lockere Schicht Mousse von der Milchschokolade, dazu passend das schmelziges Eis und die Kirschen, wobei der Armagnac nur leicht hervorschmeckte.

 

Die Schokolade
Die Schokolade

Es Racó D’es Teix

 

C/. Vinya Veia, 6

E 07179 Deià

Telefon: 0034 971639501

Fax: 0034 971639501

 

Das Restaurant
Das Restaurant

Silvester Menü 2009 Steinerne Schweinchen

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr der Silvesterabend im Gourmetrestaurant „Steinernen Schweinchen „ in Kassel gefeiert.  Das Gourmetrestaurant ist seit Oktober 09 geschlossen, aber  Sonderveranstaltungen wie diese, werden  weiter durchgeführt.Die Kritik vorweg: Ein gelungener Abend mit nur kleinen Schwachstellen.Jürgen Richter hat sein Stil und sein Können nicht verlernt. Sehr aufmerksame Bedienung. Die junge Dame verrichtete  aufmerksam und ruhig ihre Arbeit. Chef Nähler lies sich nur kurz blicken

Amuse Bouche
Amuse Bouche

Tatar vom Lachs mit Sauerrahm, Carpaccio vom Reh sowie von der Entenbrust mit Chutney

Einfaches Amuse Bouche, gut abgeschmeckt war das Lachstatar.

 

Carpaccio vom bretonischen Hummer, mit Basilikum, Bloody -Mary Sorbet, getrockneten Tomaten und Erdnüssen
Carpaccio vom bretonischen Hummer, mit Basilikum, Bloody -Mary Sorbet, getrockneten Tomaten und Erdnüssen
Bresse--Taubenbrust und Gänsestopfleber mit Waldpilz-cannelloni, Kalamata-OIivenpüree und Langpfefferschaum
Bresse--Taubenbrust und Gänsestopfleber mit Waldpilz-cannelloni, Kalamata-OIivenpüree und Langpfefferschaum
Latte Macchiato vom Perigord –Trüffel, mit Kalbsbriesherzen und krossem Panchetta
Latte Macchiato vom Perigord –Trüffel, mit Kalbsbriesherzen und krossem Panchetta
Rehrücken in Feigen-Krokantkruste an Vanille- Rosenkohlblättern mit Maronenmousse
Rehrücken in Feigen-Krokantkruste an Vanille- Rosenkohlblättern mit Maronenmousse
Téte de Moine mit Verjus—Traube, Granatapfelgelee
Téte de Moine mit Verjus—Traube, Granatapfelgelee
Variation von der Thai-Mango mit Guanaja -Schokolade, Sauerrahm und Tahiti-Vanille
Variation von der Thai-Mango mit Guanaja -Schokolade, Sauerrahm und Tahiti-Vanille

Die Weinbegleitung:

2008 Robert Weil – Riesling Kabinett, halbtrocken

2004 Carmes de Rieussec, Sauternes

2006 Chablis, 1er Cru – „Fourchaumes“, Baron Patrick

2007 Alte Reben, Markus Schneider

2007 Mas Amiel

L’ étable, Bad Hersfeld

Der  „Viehstall“ in Bad Hersfeld zeigt sich an diesem Abend von der besten Seite. In der kulinarischen Diaspora Nordhessens haben die Besitzerfamilie Kniese und ihr Chefkoch Benedikt Faust eine Oase der Kulinarik geschaffen. Im alterwürdigen Hotel Stern, in der Mitte der Stadt gelegen, hat seit 2006 der „Viehstall“ L’ étable geöffnet.  Bereits 2007 vergab der Guide Michelin den ersten Stern und Gault Millau zog mit 16 Punkten nach. Auch im Michelin 2010 hat der Stern seine Gültigkeit. Gault Millau zog für 2010 die Bewertung sogar an und vergab 17 von 20 Punkten.

Ich habe im Mai 2008 das Haus zum ersten Male besucht und  war zur damaligen Zeit mit den Bewertungen der Führer nicht im vollen Umfang einverstanden. Nach meinen Besuch am 16.12.09 kann ich aber beiden Bewertungen folgen. Es war ein gelungener Abend. 

 Zum besseren Verständnis setze ich den Bericht vom Mai 2008 nachträglich in meinen Blog ein.

Wir waren vier Personen und hatten selbstverständlich einige Tage vorher reserviert. Nach dem Abnehmen der Mäntel wurden wir von einer jungen Dame zu Tisch begleitet.  Nach einem Glas Champagner stand sehr schnell ein Korb mit frischen Brot und verschiedenen Dips bzw. Butter auf dem Tisch, so dass der erste Hunger gestillt werden konnte. Chefkoch Benedikt Faust erläuterte uns anschließend die Karte und schlug uns ein Menü vor.  Nach einigen Diskussionen am Tisch einigten wir uns schließlich auf folgendes Menü

 Pikante Tapas

Jacobsmuschel

Feine Bohne bzw. Gänsestopfleber

Sorbet

Rind mal Drei

Zwetschgen

Süße Tapas

Auch auf ein begleitendes Weinmenü konnten wir uns einigen.

Das Menü stand unter einem Gesichtspunkt:

Ein Produkt, drei Zubereitungsarten.

Benedikt Faust

Benedikt Faust
Benedikt Faust

Ausbildung von 1993 bis 1996 im Weinhaus Anker in Marktheidenfeld, Lehr- und Wanderjahre im Hotel Victoria in Bad Mergentheim, im Romantik Hotel Greifen-Post und in den legendären Schweizer Stuben Wertheim. Chef de Partie in Lässig´s Restaurant im Hotel Strandhörn in Wenningstedt/Sylt sowie bei Juan Amador im Restaurant Caréme im Schlosshotel Weyberhöfe, Sous-Chef im Weinstein in Würzburg und auf Schloss Hubertushöhe in Storkow. Küchenmeisterprüfung und trat Anfang 2005 seine erste Küchenchefstelle auf Burg Schwarzenstein an. Seit dem 09. Mai 2006 im Stern Bad Hersfeld.

Pikante Tapas 1
Pikante Tapas 1

Senf mal drei.

Senfeier, Senfgelee mit Eiercreme,

Wachtelei mit Kartoffelschaum und Senfsauce

Eiersalat mit Senfluft

Ein gelungener Auftakt, der Senf mal scharf, mal mild und halt als Luft.

Pikante Tapas 2
Pikante Tapas 2

„Schweinerei“

Zungenragout

Gebackener Champignon

Schweinebauch in Champignonrahm

Jacobsmuschel
Jacobsmuschel

Auch hier: Die Muschel mal drei.

1. Gebraten, außen kross, innen noch glasig.

2. Carpaccio, drei sehr dünne Scheiben mit einer, für mich persönlich, intensiven Limonensauce. Den anderen gefiel diese Säure.

3. Ragout, Muschel fein gewürfelt und sehr gut abgeschmeckt.

Dazu kleine „Türme“ aus Melone, Salat und Schinken.

Sowohl geschmacklich als auch optisch ein Genuss.

Feine Bohne
Feine Bohne

“Feine Bohne“

Bohnenrahmsuppe mit Blutwurst & Ziegenkäse

Ein einem hohen Glas die fein abgestimmte grüne Bohnensuppe mit einem Blutwurstschaum. Hier kam der Lehrmeister wieder einmal durch. Dazu auf einem Löffel ein Ziegenkäseeis, eine Creme von Ziegenkäse sowie Käse in Blutwurst gehüllt.  

Sorbet
Sorbet

 Blutorangensorbet mit Orangensaft.  Eine alkoholfreie Interpretation von Campari – Orange.

Für viele Gourmet ist ein Sorbet in einem  Menü fehl am Platze . Ich habe da eine andere Auffassung. In diesem Fall passte  das cremige Sorbet sehr gut in die Menüfolge.

Rind mal Drei
Rind mal Drei

Rind mal Drei

Filet. Zart, durch und durch rosa auf den Punkt gebraten. So wünsche ich mir Filets auf dem Teller.

Bäckchen. In Zubereitung und Geschmack absolute Spitze. Toll!!!!!

Schwanz: In Brickteig? gehüllt. Viel gegenüber den beiden anderen Zubereitungsarten etwas zurück.

Cremiges Kartoffelpüree.

Zwetschge mit Schlag
Zwetschge mit Schlag

Zwetschge mit „Schlag“

Süßes Finale mit Eis, Tiramisu und Kuchenstück.

Süße Tapas
Süße Tapas

Süße Tapas

Gelungener Abschluss mit Minze.

Das Weinmenü

2006 Muskateller Spätlese, Trocken Weingut Georg Sieben Erben, Deidesheim

2006 Volkacher Ratsherr Silvaner Spätlese, trocken. Weingut Zur Schwane Volkach

2007 „AD ARAM“ Spätburgunder QbA, im Barrique gereift, trocken

Weingut Brogsitter, Grafschaft

 

Restaurante Aurora SAN SEBASTIAN DE LOS REYES

RESTAURANTE AURORA

COCINA MEDITERRANEA
Av. Moncayo, 2
28703 SAN SEBASTIAN DE LOS REYES  –  MADRID

Tel: 916 528 395

Das   „Aurora“ wurde im  Mai 2009 eröffnet.  Mit großer Fensterfläche und viel Holz  wird eine moderne und minimalistische Architektur gezeigt. Im Inneren ist besonders der sichtbare  Weinkeller hervorzuheben. Das Restaurant mit vor gelagerter Bar ist mittags und abends geöffnet und liegt am Rande der Industriezone von San Sebastian de los Reyes.  Es ist von der Autobahn Madrid – Burgos sowie von der Innenstadt gut zu erreichen. Es wird ein Tagesmenü für 40 Euro sowie ein Degustationsmenü für 60 Euro angeboten. Die Preise im A La Carte Bereich liegen zwischen 15 und 27 Euro. Das Rauchen ist in dem Restaurant leider erlaubt. Eine Reservierung  am Wochenende ist zu empfehlen.

 

Jamon Iberico Joselito Gran Reserva Jamon Iberico Joselito Gran Reserva

Der Schinken in feine Stücke geschnitten, hatte ein purpurrot bis blassrosanes  Farbespiel  und war  von zahlreichen Fettadern durchlaufen.   Ein Ausgewogenes und intensives Aroma nach Eicheln zeichnete diese Vorspeise aus. Er gilt als der beste Schinken der Welt. Delikater Geschmack, fettig und mit betörendem Duft.

 

Pulpo A La Brasa Pulpo A La Brasa

Die dünn geschnittenen  Pulpo Scheiben lagen auf einer Kartoffelrosette und mit einer Paprika-Ölmischung gewürzt. Die Pulpo Scheiben wunderbar weich und nicht wie man es oft erlebt zäh wie Gummi.

 

Pez San Pedro Confitado al Aceite de Iberico Y Su Hojaldre de Verduras Pez San Pedro Confitado al Aceite de Iberico Y Su Hojaldre de Verduras

Der Sankt Peterfisch war auf den Punkt pochiert und lag auf einem Gemüsebett und dieses auf einer Blätterteigplatte. Zusammen mit  dem Iberico Schinken und der leichten Vanille- Buttersauce ein gelungenes Farb- und Aromaspiel.

 

Pastel de chocolate con manzana y calvados Pastel de chocolate con manzana y calvados

Auf einem Karamellspiegel, der mit Calvados parfümiert war, lag eine  Scheibe Schokoladenkuchen. Dieser war ebenso wie die Apfelstücke mit Calvados durchdrängt.

Orangenstreifen  brachten eine gewisse süße – herbe Note ein.

Restaurante Hilaria – Valsain (Segovia)

Carretera CL601 km. 124
Valsaín (SEGOVIA)
Teléfonos: 921 470292
                      921 478042
Fax:             921 478042

 

Nach den Besichtigungen wurden wir anschließend zum Mittagessen in das ca. 4 km von San Ildefonso gelegene ländliche Restaurant Hilaria eingeladen. Das Restaurant ist für den Genuss von bester kastilischer Küche bekannt.

Das Restaurant mit Hotel ist von Bäumen umgeben und liegt an der Cl 601 in einer schönen Landschaft. Von der Straße dringen kaum Fahrgeräusche in die rustikalen Gaststuben. Das Restaurant, mit vorgelagerter Bar, war an diesem Samstagmittag fast ausgebucht.

 Ansicht Restaurante Hilaria

Ländliche Bohnensuppe Ländliche Bohnensuppe
Kalbsbraten Kalbsbraten

Dessert Dessert

 

El Velero – Oasis Maspalomas

  Oasis Maspalomas 

El Velero

Das Restaurant El Velero oder auch Casa Antonio liegt ca. 200 m östlich des Leuchtturmes. Das Restaurant  hebt sich ein wenig von den anderen Gaststätten entlang der Oasisfreßmeile“ ab. Es ist sinnvoll abends zu reservieren. Interessante sind die Tagesempfehlungen, die mündlich vorgetragen werden. Auf der  Speisekarte stehen die üblichen kanarischen Speisen wie Pimientos de Padron, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce oder den Fisch in der Salzkruste  usw.

Casa Antonio
Casa Antonio

Diemal wurde folgendes verspeist.

 

Kleine frittierte Sardinen
Kleine frittierte Sardinen
Chipirones
Chipirones
Muscheln in Weissweinsauce
Muscheln in Weissweinsauce
Crema Catalana
Crema Catalana

Gutes Preis/Leistungsverhältnis.

 Gute und preiswerte spanische Weine.

Restaurant Bamira – Gran Canaria

Los Pinos 11,

35100 Playa del Aguila . San Augustin

Tel. 928 76 76 66

bamira.com

Der spanischen Restaurantführer Guía Campsa verleihen seit Jahren dem Restaurant Bamira als einzigem Restaurant auf Gran Canaria 2 Sonnen. Über diese Auszeichnung dürfen sich in Spanien, Andora, Portugal und Südfrankreich nur 73 Restaurants freuen. Weitere 17 Top-Restaurants wurden mit der Höchstnote 3 Sonnen ausgezeichnet, wie z.B. Arzak und Adrian Ferran.

Bilder von H. Eder
Bilder von H. Eder

Seit 2005 wird bei Aufenthalten auf Gran Canaria das Restaurant  besucht. Nach dem letzten Besuch im Oktober folgendes Fazit:

Die Küche ist in den letzten Jahren noch interessanter und vor allen Dingen in der Zubereitung noch leichter geworden.  Am besten man überlasst Chefkoch Herbert Eder beim Degustationsmenü  für 65 € die Regie.  Die Menüs sind „einzigartig“, da sie bei H. Eder während der Arbeit am Herd entstehen. Wiederholungen finden kaum  statt. Man muss aber auch den Mut haben die verschiedenen Gewürze, Gerichte der Kontinente und Länder  zu kosten. Präsentiert werden Gerichte mit überraschenden und  außergewöhnlichen Texturen. Diesmal wurde ein fünf Gang Menü ausgewählt.  Ehefrau Anna hat die entsprechenden Weine passend zu den einzelnen Gängen im Keller. Dabei ist die Auswahl  für sie auch schwierig, da sie nicht  genau weis, was am Ende aus der Küche kommt. Die Aufgabe bewältigt sie aber mit Bravour.

Roher Thunfisch auf Rettichgemüse mit Sachimi -Sojasauce und indischen Backerbsen
Roher Thunfisch auf Rettichgemüse mit Sachimi -Sojasauce und indischen Backerbsen
2. Gang Jacobsmuscheln
Kurz gebratene Jacobsmuscheln mit Schweinebauch, Chinaessig auf Schwammerln
Langostino - Papayacremesuppe mit Zitronenpickel und Sauerrahm
Langostino – Papayacremesuppe mit Zitronenpickel und Sauerrahm
Salpicon "Salimbocca" vom Wolfsbarsch mit Foie Gras
Salpicon „Salimbocca“ vom Wolfsbarsch mit Foie Gras
Entenbrust gebraten mit Palmhonig und Meerrettich
Entenbrust gebraten mit Palmhonig und Meerrettich
Mohr im Hemd mit Baileys - Parfait
Mohr im Hemd mit Baileys – Parfait