Erfreuliche Nachrichten aus dem Steinernen Schweinchen in Kassel. Das Gourmetrestaurant wird wieder eröffnet. Am 15. Oktober 2010 soll es soweit sein. Lassen wir uns überraschen was Thomas Nähler und Jürgen Richter sich ausgedacht haben.
Der Gemüsehändler hatte wunderbare kleine und feste Steinpilze im Angebot. Also habe ich mir die besten ausgesucht.
Die Pilze mit Bürste und Messer säubern und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl auf einen Teller geben und salzen und pfeffern. Die Pilzscheiben kreisförmig auf dem Teller anrichten. Salzen, Pfeffern und Olivenöl darüber geben. 10 Minuten ziehen lassen und mit einem Kopfsalat servieren. Der Salat wurde mit Kürbiskernöl angemacht. Ich habe absichtlich auf Käse und/oder Pinienkerne verzichtet, da ich den reinen Pilzgeschmack haben wollte.
Seeteufel gebraten mit Kopfsalat-Cremesauce und schwarzen Nudeln
Seeteufel zu recht schneiden, salzen, pfeffern und leicht mehlieren. In Butterschmalz anbraten, danach in gerebelten Majoran wälzen und im Ofen gar ziehen lassen.
Für die Sauce grob gewürfeltes Suppengrün in Olivenöl anschwitzen. Mit Noilly Prat und Pastis ablöschen und einkochen lassen. Mit Fischfond und Sahne auffüllen und alles köcheln lassen. Mixen und durch ein Haarsieb passieren. Die Kopfsalatblätter waschen und in den Entsafter geben. Vor dem servieren die Sauce aufkochen und mit dem Kopfsalatsaft aufmixen.
Schweinefilet mit Zwetschgen - Chutney und KartoffelpüreeBlack Print - Schneider
Eine Cuvee der Rebsorten St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Der Name ist auch Programm. Tiefschwarz fließt er ins Glas. Man schmeckt Waldbeeren, Kirsch und Stachelbeeren. Die Reifung im Barriquefass ist schmeckbar. Ein deutscher Rotwein der Extraklasse. Auch der Preis kann sich sehen lassen.
Für das morgige Sonntagessen ist u.a. ein Schweinefilet mit Zwetschen-chutney vorgesehen. Für das Zwetschenchutney habe ich bereits heute die Vorbereitungen getroffen. Die Zutaten sollen über Nacht ziehen.
Reife, aromatische Zwetschen waschen, entsteinen und etwas zerkleinern. Hinzu kommen Ingwer, Knoblauch, Chili, Zimt, Vanille, braunen Zucker sowie Apfelessig und Zitronensaft. Das Verhältnis Zwetschen – Zucker – Essig habe ich 1/1 – 1/2 – 1/4 gewählt. Alle Zutaten vermischen und über Nacht ziehen lassen.
18.59 Uhr Freitagabend 27.08.10 in der Ausflugsgaststätte „Herbsthäuschen“ im Naturpark Habichtswald oberhalb von Kassel warten ca. 100 Gäste auf Alfons Schuhbeck. Dann um 19.00 Uhr der große Knall. Schuhbeck kommt nicht. Er ist laut seiner Mannschaft in Hamburg bei Dreharbeiten aufgehalten worden. Natürlich ist die Enttäuschung bei allen groß. Nicht so sehr das Essen war Grund ins Herbsthäuschen zu gehen, sondern die persönliche Anwesenheit von Schuhbeck hat die meisten ist die Gaststätte gelockt.
Die Chefin des Hauses rettet die Situation. Sie verpflichtet sich 2/3 des bezahlten Preises zu erstatten. Trotz allen war bei vielen die gute Stimmung verloren gegangen.
Das Menü kann man wie folgt aufteilen. Die beiden ersten Gänge „kann man vergessen“, die beiden anderen „es ging so“. Kein Ruhmesblatt für Schuhbeck und seiner Mannschaft. Auch bin ich mir sicher,auch bei Anwesenheit von Schuhbeck, wäre das Essen nicht besser gewesen.
Die GaststätteAmuse boucheSchuhbecks Fischkomposition
Schuhbecks Fischkomposition: Früchte des Meeres auf einem Potpourri von Gemüse.
Schuhbecks getrüffeltes Nudelgangerl
Schubecks gertrüffeltes Nudelgangerl mit a bisserl Gemüse auf Trüffelschaum
Kalbsfilet
Kalbsfilet im Ganzen gebraten, Serranoschinkenmantel, mit Püree von jungen Erbsen, siebenerlei Pfeffersauce und Brezenknödel
Dessertvariation
Tiramisutörtchen mit Amarena-Espuma, Schwarzwälder-Kirscheis.
Vom zentralen Stadtplatz „Anger“ sowie von der Krämerbrücke sind es jeweils ca. 200 m bis Alboth’s Restaurant in der Futterstraße. Lt. Restaurant –Rangliste Thüringen liegt das Restaurant auf Platz drei. 16 Punkte im Gault Millau, 1.5 FF im Feinschmecker, aber kein Stern, machen neugierig.
Im Gault Millau 2011 wird Alboth Aufsteiger des Jahres und erhält 17 Punkte.
Wir hatten selbstverständlich vorher reserviert und werden freundlich Empfangen und zum Tisch begleitet. Ein roter Teppichboden. dunkle Holzbalken und gelb-beige Stoffe auf Bänken, Stühlen und an Wänden bieten einen gediegenen Rahmen. Während draußen eine unangenehme Schwüle herrscht, ist es im Restaurant angenehm kühl. Als Aperitif wird ein Glas Champagner sowie ein Prosecco mit Pfirsichlikör bestellt. Leider werden die Gläser nicht am Tisch gefüllt und auch der Name des Champagner wird nicht .genannt wird. Kleine Brötchen, zweierlei Mousse, einmal mit Kräutern sowie Tomate und Salzbutter stehen schnell auf dem Tisch.
Nach einer angenehmen Wartezeit erscheint Chef Claus Alboth selbst am Tisch und erläutere sein zusätzliches Menü. Auf der Karte selbst stehen drei Menüs. Das Menü 1 mit 7 Gängen für 87 €, ein „Menü Thüringen“ mit 5 Gängen für 67 € sowie ein vegetarisches Menü mit 4 Gängen für 49 €. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass man aus allen Menübestandteilen sein eigenes Menü zusammenstellen kann.
Nach kurzer Diskussion entscheiden wir uns für das vorgeschlagene Menü mit einem zusätzlichen Gang aus der Karte.
Das Menü:
Amuse Bouche
Carpaccio vom Steinbutt mit Thunfisch und Lachs
Tomatenconsommé mit weißem Tomatenschaum
Mit Blutwurst gefüllte Taubenbrust bzw.
Loup de mer auf Pulpograupen
Allerlei vom Kaninchen
Dessertvariationen.
Fazit: Ein Abend ohne große Höhepunkte. aber auch ohne große Fehler. Das Menü sowie die Getränke passten sich dem gediegenen Ambiente an.
Frau Hüller als Sommelière geleitete uns souverän durch den Abend.
Alboth's RestaurantAmuse Bouche
Im Glas Schaum vom Ochsenschwanz mit Trüffel
Terrine vom Ochsenschwanz im Lardomantel
Ragout im Strudelteig
Gute handwerkliche Zubereitung
Steinbutt - Lachs - ThunfischTomate
Tomatenconsommé mit weißem Tomatenschaum
Eine gute Rinderconsommé als Grundlage, aber wenig Tomatengeschmack. Der Schaum dagegen mit einem wunderbaren Tomatengeschmack.
Loup de mer
Taube - Blutwurst
Mit Blutwurst gefüllte Taubenbrust ,
dazu Steinpilze und Traubensauce. Diesen Gang hatte ich zusätzlich in das Menü bestellt. Die Brust als Roulade gefüllt mit Blutwurst. Hier dominierten eindeutig die Blutwurst und die Gewürze. Die gebratenen Steinpilze und die Sauce waren passende Begleiter. Es wäre sicher besser gewesen, diesen Gang als Hauptgang zu servieren. Der nachfolgende Kaninchengang konnte da leider in der Mächtigkeit nicht mehr mithalten.
KaninchenSorbetDessert
Orangentiramisu, Schokoladenbrownie, Prinzregententorte, Gelbe Grütze mit Johannisbeercatalana, Tonkabohnen Panna Cotta, Tamarilloeis, Pfirsicheis, Pralineneis
Restaurant
Das Weinmenü 24,00 € ohne Aperitif- sehr günstig
Champagner Alfred Gratien, Brut Classique
Likör vom Weinbergpfirsich aus Thüringen
mit Prosecco
2009 Weißburgunder Q.b.A.
Karsdorfer Hohe Gräte
Weingut Lützkendorf
Bad Kösen, Saale-Unstrut
2008 Cabernet Sauvignon Rosé
“Santa Digna”
Migel Torres, Curicó
Chile
2007 Rapitalà, „Grand Cru“, IGT
Tenuta Rapitalà, Camporeale
Sizilien, Italien
2006 Spätburgunder „Kalkgestein“
Weingut Friedrich Becker
Schweigen, Pfalz
2007 Savigny les Beaune
Appellation Premier Cru Contrôlée
Joseph Drouhin, Beaune
Burgund, Frankreich
Sacchetto Rosé
Spumante Brut DOC
Spumantizzato de Cantina Sacchetti Trebaseleghe, Italien
Ein beruflicher Termin war Anlass ein Wochenende in der thüringischen Landeshauptstadt zu verbringen. Der Freitagabend war für den beruflichen Termin reserviert.
Dieses Haus mit seinen 32 Zimmern liegt im Norden von Erfurt und ist von der B4 kommend gut zu erreichen. Die Nutzung des ÖPNV ist im Zimmerpreis bereits enthalten. So konnte das Auto auf dem hoteleigenem Parkplatz im Innenhof abgestellt werden. Die Straßenbahnhaltestellen der Linien 1 bzw. 5 sind in ca. 200 m Entfernung vom Hotel gut zu erreichen. Zum Stadtzentrum sind es dann 10 Minuten. Die Appartements sind sehr geräumig und haben ein Wohnzimmer mit kleiner Kochnische ein Schlafzimmer sowie eine Dusche mit WC. Die Möbel stammen aus den 1990 er Jahren. Genügend Ablageflächen sind vorhanden, es fehlt aber eine Kofferablage. Die Ablage über dem Waschtisch ist sehr klein geraten und sollte doch einmal ersetzt werden.
Ein Internetzugang ist sowohl auf den Zimmern sowie im öffentlichen Bereich des Hotels (WLAN) gegeben.
Etwas unübersichtlich ist das Frühstücksbuffet aufgebaut. Es fehlt allerdings an nichts bei diesem Buffet. Das Frühstück kann entweder im Restaurant, oder bei schönem Wetter, wie es an dem Wochenende der Fall war, auf der Gartenterrasse eingenommen werden. Auch ein Restaurant ist vorhanden, wurde allerdings von uns nicht in Anspruch genommen.
Das Buch von Stevan Paul ist wohl schon fast ein1/2 Jahr auf dem Markt, habe es aber erst jetzt gekauft. In der nordhessischen Feinschmecker-diaspora im übrigen nicht einfach. Schön zu lesen. Besonders die Artikel „Ich bekochte Wolfram Siebeck“ und „Begegnung mit Gott“(Bocuse) lassen schmunzeln.