Das Ausflugslokal „Königsalm“, in der Nähe des Dorfes Nieste bei Kassel, ist eine Holzhütte im Stil einer rustikalen Bergalm. Mit teilweise über 200 Jahre altem Holz wurde nach überlieferter Bauart dieses Gebäude von Allgäuer Holz- und Almbauspezialisten errichtet.
Königsalm
Das angebotene rustikale Essen passt sich der Atmosphäre der Hütte an.
Die Kalbsleber nach Berliner Art war jedenfalls sehr schmackhaft, auch wenn die Leber mir persönlich zu durch gebraten war. Dazu ein alkoholfreies Bier.
Die eigenen Beine als Antriebskraft haben heute Ruhetag. Mit einigen PS mehr (Mietauto) fahre ich in Richtung Westen in das Tramuntana Gebirge. Ziel ist das romantische Dorf Deia und das „Restaurante es Raco d’ es Teix“ mit Inhaber und Chefkoch Josef Sauerschell.
Das 1-Sterne-Restaurant mit sehr viel Ambiente und einem wunderbaren Blick auf die Sierra de Tramuntana liegt oberhalb der Hauptstraße Deias. Vier Parkplätze sind vor dem Haus vorhanden. Josef Sauerschell ist in der Kochwelt Deias ja kein Unbekannter. Bevor er und seine Frau Leonor Payeras sich im Es Racó D’es Teix selbständig machten, war er lange Jahre Chefkoch im Restaurant Olivo.
Seine Küche möchte ich wie folgt beschreiben: Marktfrisch, den Jahreszeiten folgen, mediterran und sehr leicht.
Blick von der Terrasse
Freundlicher Empfang durch Sommelier Sascha Schoemel, und der Hausherrin Leonor Payeras. Bei dem herrlichen Sonnenschein entschied ich mich auf der Terrasse mein Mittagessen einzunehmen. Von meinen Platz hatte ich einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge. Lediglich ein wenig Lärm von einer in der Nähe liegenden Bausstelle trübte die Idylle.
Schoemel, mit dem ich mich sehr gut und interessant unterhalten konnte, hat u.a. bereits bei Lafer und Amador gearbeitet.
In Absprache mit der Hausherrin entschied ich mich für ein vier Gang Menü.
Als Aperitif wählte ich Cava mit Lavendel, dazu gab es vier Sorten Brot: Olive, Tomate, Anis-Kümmel, Weißbrot, sowie Salzbutter, Olivenöl von Verger und zweierlei Salze.
Zweimal Amuse Bouche: 1. Blätterteig mit Rochen und Gemüse, 2. Schaumsuppe von der Gänseleber und Mousse. Besonders ausdruckvoll und samtig die Schaumsuppe.
Amuse Bouche
Parfait von der Gänseleber
mit roter Beete, grünem Apfel und Brioche
Gänseleberparfait sehr leicht, dazu ein wunderbar leichte Brioche. Die Beilagen leider doch sehr winzig, lediglich der frische grünen Apfel war akzeptabel.
Die Gänseleber
Fischsuppe Mediterran mit Kräutercroutons
Schaumig aufgeschlagene, leichte Suppe mit viel Einlage.
Die Fischsuppe
Lammrückenfilet in Oliven– und Pistazienkruste dazu Lauchgemüse, Artischocke sowie gekräuterter Kartoffelstampf.
Endlich ein Lammgericht, das auch einmal nach Lamm schmeckte. Wunderbar Rosa gebraten, mit einer leichten Kruste. Der Stampf schmeckte nach “mehr“.
Das Lamm
Schokoladentarte mit Kirschen in Armagnac und Tonkaboneneis
Herrlicher Abschluss, die Tarte mit fester dunkler Schokolade und eine lockere Schicht Mousse von der Milchschokolade, dazu passend das schmelziges Eis und die Kirschen, wobei der Armagnac nur leicht hervorschmeckte.
Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr der Silvesterabend im Gourmetrestaurant „Steinernen Schweinchen „ in Kassel gefeiert. Das Gourmetrestaurant ist seit Oktober 09 geschlossen, aber Sonderveranstaltungen wie diese, werden weiter durchgeführt.Die Kritik vorweg: Ein gelungener Abend mit nur kleinen Schwachstellen.Jürgen Richter hat sein Stil und sein Können nicht verlernt. Sehr aufmerksame Bedienung. Die junge Dame verrichtete aufmerksam und ruhig ihre Arbeit. Chef Nähler lies sich nur kurz blicken
Amuse Bouche
Tatar vom Lachs mit Sauerrahm, Carpaccio vom Reh sowie von der Entenbrust mit Chutney
Einfaches Amuse Bouche, gut abgeschmeckt war das Lachstatar.
Carpaccio vom bretonischen Hummer, mit Basilikum, Bloody -Mary Sorbet, getrockneten Tomaten und ErdnüssenBresse--Taubenbrust und Gänsestopfleber mit Waldpilz-cannelloni, Kalamata-OIivenpüree und LangpfefferschaumLatte Macchiato vom Perigord –Trüffel, mit Kalbsbriesherzen und krossem PanchettaRehrücken in Feigen-Krokantkruste an Vanille- Rosenkohlblättern mit MaronenmousseTéte de Moine mit Verjus—Traube, GranatapfelgeleeVariation von der Thai-Mango mit Guanaja -Schokolade, Sauerrahm und Tahiti-Vanille
Die Weinbegleitung:
2008 Robert Weil – Riesling Kabinett, halbtrocken
2004 Carmes de Rieussec, Sauternes
2006 Chablis, 1er Cru – „Fourchaumes“, Baron Patrick
Der „Viehstall“ in Bad Hersfeld zeigt sich an diesem Abend von der besten Seite. In der kulinarischen Diaspora Nordhessens haben die Besitzerfamilie Kniese und ihr Chefkoch Benedikt Faust eine Oase der Kulinarik geschaffen. Im alterwürdigen Hotel Stern, in der Mitte der Stadt gelegen, hat seit 2006 der „Viehstall“ L’ étable geöffnet. Bereits 2007 vergab der Guide Michelin den ersten Stern und Gault Millau zog mit 16 Punkten nach. Auch im Michelin 2010 hat der Stern seine Gültigkeit. Gault Millau zog für 2010 die Bewertung sogar an und vergab 17 von 20 Punkten.
Ich habe im Mai 2008 das Haus zum ersten Male besucht und war zur damaligen Zeit mit den Bewertungen der Führer nicht im vollen Umfang einverstanden. Nach meinen Besuch am 16.12.09 kann ich aber beiden Bewertungen folgen. Es war ein gelungener Abend.
Zum besseren Verständnis setze ich den Bericht vom Mai 2008 nachträglich in meinen Blog ein.
Wir waren vier Personen und hatten selbstverständlich einige Tage vorher reserviert. Nach dem Abnehmen der Mäntel wurden wir von einer jungen Dame zu Tisch begleitet. Nach einem Glas Champagner stand sehr schnell ein Korb mit frischen Brot und verschiedenen Dips bzw. Butter auf dem Tisch, so dass der erste Hunger gestillt werden konnte. Chefkoch Benedikt Faust erläuterte uns anschließend die Karte und schlug uns ein Menü vor. Nach einigen Diskussionen am Tisch einigten wir uns schließlich auf folgendes Menü
Pikante Tapas
Jacobsmuschel
Feine Bohne bzw. Gänsestopfleber
Sorbet
Rind mal Drei
Zwetschgen
Süße Tapas
Auch auf ein begleitendes Weinmenü konnten wir uns einigen.
Das Menü stand unter einem Gesichtspunkt:
Ein Produkt, drei Zubereitungsarten.
Benedikt Faust
Benedikt Faust
Ausbildung von 1993 bis 1996 im Weinhaus Anker in Marktheidenfeld, Lehr- und Wanderjahre im Hotel Victoria in Bad Mergentheim, im Romantik Hotel Greifen-Post und in den legendären Schweizer Stuben Wertheim. Chef de Partie in Lässig´s Restaurant im Hotel Strandhörn in Wenningstedt/Sylt sowie bei Juan Amador im Restaurant Caréme im Schlosshotel Weyberhöfe, Sous-Chef im Weinstein in Würzburg und auf Schloss Hubertushöhe in Storkow. Küchenmeisterprüfung und trat Anfang 2005 seine erste Küchenchefstelle auf Burg Schwarzenstein an. Seit dem 09. Mai 2006 im Stern Bad Hersfeld.
Pikante Tapas 1
Senf mal drei.
Senfeier, Senfgelee mit Eiercreme,
Wachtelei mit Kartoffelschaum und Senfsauce
Eiersalat mit Senfluft
Ein gelungener Auftakt, der Senf mal scharf, mal mild und halt als Luft.
Pikante Tapas 2
„Schweinerei“
Zungenragout
Gebackener Champignon
Schweinebauch in Champignonrahm
Jacobsmuschel
Auch hier: Die Muschel mal drei.
1. Gebraten, außen kross, innen noch glasig.
2. Carpaccio, drei sehr dünne Scheiben mit einer, für mich persönlich, intensiven Limonensauce. Den anderen gefiel diese Säure.
3. Ragout, Muschel fein gewürfelt und sehr gut abgeschmeckt.
Dazu kleine „Türme“ aus Melone, Salat und Schinken.
Sowohl geschmacklich als auch optisch ein Genuss.
Feine Bohne
“Feine Bohne“
Bohnenrahmsuppe mit Blutwurst & Ziegenkäse
Ein einem hohen Glas die fein abgestimmte grüne Bohnensuppe mit einem Blutwurstschaum. Hier kam der Lehrmeister wieder einmal durch. Dazu auf einem Löffel ein Ziegenkäseeis, eine Creme von Ziegenkäse sowie Käse in Blutwurst gehüllt.
Sorbet
Blutorangensorbet mit Orangensaft. Eine alkoholfreie Interpretation von Campari – Orange.
Für viele Gourmet ist ein Sorbet in einem Menü fehl am Platze . Ich habe da eine andere Auffassung. In diesem Fall passte das cremige Sorbet sehr gut in die Menüfolge.
Rind mal Drei
Rind mal Drei
Filet. Zart, durch und durch rosa auf den Punkt gebraten. So wünsche ich mir Filets auf dem Teller.
Bäckchen. In Zubereitung und Geschmack absolute Spitze. Toll!!!!!
Schwanz: In Brickteig? gehüllt. Viel gegenüber den beiden anderen Zubereitungsarten etwas zurück.
Cremiges Kartoffelpüree.
Zwetschge mit Schlag
Zwetschge mit „Schlag“
Süßes Finale mit Eis, Tiramisu und Kuchenstück.
Süße Tapas
Süße Tapas
Gelungener Abschluss mit Minze.
Das Weinmenü
2006 Muskateller Spätlese, Trocken Weingut Georg Sieben Erben, Deidesheim
2006 Volkacher Ratsherr Silvaner Spätlese, trocken. Weingut Zur Schwane Volkach
2007 „AD ARAM“ Spätburgunder QbA, im Barrique gereift, trocken
COCINA MEDITERRANEA
Av. Moncayo, 2 28703 SAN SEBASTIAN DE LOS REYES – MADRID
Tel: 916 528 395
Das „Aurora“ wurde im Mai 2009 eröffnet. Mit großer Fensterfläche und viel Holz wird eine moderne und minimalistische Architektur gezeigt. Im Inneren ist besonders der sichtbare Weinkeller hervorzuheben. Das Restaurant mit vor gelagerter Bar ist mittags und abends geöffnet und liegt am Rande der Industriezone von San Sebastian de los Reyes. Es ist von der Autobahn Madrid – Burgos sowie von der Innenstadt gut zu erreichen. Es wird ein Tagesmenü für 40 Euro sowie ein Degustationsmenü für 60 Euro angeboten. Die Preise im A La Carte Bereich liegen zwischen 15 und 27 Euro. Das Rauchen ist in dem Restaurant leider erlaubt. Eine Reservierung am Wochenende ist zu empfehlen.
Jamon Iberico Joselito Gran Reserva
Der Schinken in feine Stücke geschnitten, hatte ein purpurrot bis blassrosanes Farbespiel und war von zahlreichen Fettadern durchlaufen. Ein Ausgewogenes und intensives Aroma nach Eicheln zeichnete diese Vorspeise aus. Er gilt als der beste Schinken der Welt. Delikater Geschmack, fettig und mit betörendem Duft.
Pulpo A La Brasa
Die dünn geschnittenen Pulpo Scheiben lagen auf einer Kartoffelrosette und mit einer Paprika-Ölmischung gewürzt. Die Pulpo Scheiben wunderbar weich und nicht wie man es oft erlebt zäh wie Gummi.
Pez San Pedro Confitado al Aceite de Iberico Y Su Hojaldre de Verduras
Der Sankt Peterfisch war auf den Punkt pochiert und lag auf einem Gemüsebett und dieses auf einer Blätterteigplatte. Zusammen mit dem Iberico Schinken und der leichten Vanille- Buttersauce ein gelungenes Farb- und Aromaspiel.
Pastel de chocolate con manzana y calvados
Auf einem Karamellspiegel, der mit Calvados parfümiert war, lag eine Scheibe Schokoladenkuchen. Dieser war ebenso wie die Apfelstücke mit Calvados durchdrängt.
Orangenstreifen brachten eine gewisse süße – herbe Note ein.
Nach den Besichtigungen wurden wir anschließend zum Mittagessen in das ca. 4 km von San Ildefonso gelegene ländliche Restaurant Hilaria eingeladen. Das Restaurant ist für den Genuss von bester kastilischer Küche bekannt.
Das Restaurant mit Hotel ist von Bäumen umgeben und liegt an der Cl 601 in einer schönen Landschaft. Von der Straße dringen kaum Fahrgeräusche in die rustikalen Gaststuben. Das Restaurant, mit vorgelagerter Bar, war an diesem Samstagmittag fast ausgebucht.
Das Restaurant El Velero oder auch Casa Antonio liegt ca. 200 m östlich des Leuchtturmes. Das Restaurant hebt sich ein wenig von den anderen Gaststätten entlang der „Oasisfreßmeile“ ab. Es ist sinnvoll abends zu reservieren. Interessante sind die Tagesempfehlungen, die mündlich vorgetragen werden. Auf der Speisekarte stehen die üblichen kanarischen Speisen wie Pimientos de Padron, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce oder den Fisch in der Salzkruste usw.
Casa Antonio
Diemal wurde folgendes verspeist.
Kleine frittierte Sardinen
ChipironesMuscheln in WeissweinsauceCrema Catalana
Der spanischen Restaurantführer Guía Campsa verleihen seit Jahren dem Restaurant Bamira als einzigem Restaurant auf Gran Canaria 2 Sonnen. Über diese Auszeichnung dürfen sich in Spanien, Andora, Portugal und Südfrankreich nur 73 Restaurants freuen. Weitere 17 Top-Restaurants wurden mit der Höchstnote 3 Sonnen ausgezeichnet, wie z.B. Arzak und Adrian Ferran.
Bilder von H. Eder
Seit 2005 wird bei Aufenthalten auf Gran Canaria das Restaurant besucht. Nach dem letzten Besuch im Oktober folgendes Fazit:
Die Küche ist in den letzten Jahren noch interessanter und vor allen Dingen in der Zubereitung noch leichter geworden. Am besten man überlasst Chefkoch Herbert Eder beim Degustationsmenü für 65 € die Regie. Die Menüs sind „einzigartig“, da sie bei H. Eder während der Arbeit am Herd entstehen. Wiederholungen finden kaum statt. Man muss aber auch den Mut haben die verschiedenen Gewürze, Gerichte der Kontinente und Länder zu kosten. Präsentiert werden Gerichte mit überraschenden und außergewöhnlichen Texturen. Diesmal wurde ein fünf Gang Menü ausgewählt. Ehefrau Anna hat die entsprechenden Weine passend zu den einzelnen Gängen im Keller. Dabei ist die Auswahl für sie auch schwierig, da sie nicht genau weis, was am Ende aus der Küche kommt. Die Aufgabe bewältigt sie aber mit Bravour.
Roher Thunfisch auf Rettichgemüse mit Sachimi -Sojasauce und indischen Backerbsen
Kurz gebratene Jacobsmuscheln mit Schweinebauch, Chinaessig auf SchwammerlnLangostino – Papayacremesuppe mit Zitronenpickel und SauerrahmSalpicon „Salimbocca“ vom Wolfsbarsch mit Foie GrasEntenbrust gebraten mit Palmhonig und MeerrettichMohr im Hemd mit Baileys – Parfait
Die Gourmet-Ära im Steinernen Schweinchen ist ist vorbei. Kassel und Nordhessen verliert das höchstdekorierte Restaurant. Nach meiner Auffassung war es abzusehen. In Kassel und Umgebung gibt es nicht genügend Gäste, die ein Haus dieser Güte wirklich schätzen. Für viele Nordhessen ist es wichtiger, dass viel auf dem Teller ist. Oft war zu hören:“ Da wird man ja nicht satt.“ Bei geringe Auslastung schlichen sich dann auch noch Fehler ein. Hier ist besonders der Servicebereich anzusprechen.
Drei Michelin Sterne, 19 Punkte im GM, 5 F. Bei diesen Bewertungen hat man gewisse Erwartungen. Reservierung ca. 14 Tage vorher per Online. Anreise bei strahlendem Sonnenschein und einchecken im Hotel (siehe dort).
Das Restaurant ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Wir hatten für 19.00 reserviert und sind auch fast pünktlich im Restaurant. Freundlicher Empfang durch eine junge Dame und wir werden zum Tisch geführt. Hier die erste kleine Enttäuschung. Genau gegenüber dem Eingang werden wir platziert. Ich habe den ganzen Abend nur den Eingang in meinem Blickfeld. Auch optisch fühlen wir uns nicht voll dazu gehörend. Durch zwei Leuchten, die fast bis auf den Fußboden reichen, wird dieser Teil des Raumes vom übrigen Restaurant abgetrennt. Wir hatten das Gefühl an einen „Katzentisch“ zu sitzen.
Ich weiß, dass diese und auch die nachfolgenden „Kritikpunkte“ sich sehr kleinlich anhören. Gesagt werden muss allerdings, das die Preise sich auf einem sehr hohen Niveau bewegen und man daher auch Punkte ansprechen soll und muss, die vielleicht in anderen Restaurants so nicht ins Gewicht fallen.
Sehr schnell, für unsere Begriffe zu schnell, wir saßen kaum, war besagte Empfangsdame bereits mit dem Aperitifwagen da und erzählte im Schnelldurchgang auf, was an Getränken im Eiskühler lag. Liebe Aqua Mitarbeiter, lassen sie doch bitte den Gast erst etwas Luft holen und die sonst angenehme Atmosphäre des Raumes einzuatmen.
Bereits bei der Vorstellung der Aperitif war festzustellen, das man die oberste Preisregion bevorzugte.
Dies sollte sich bei der Weinauswahl wiederholen.
Eine separate Aperitifkarte gab es leider nicht. Ein Schwachpunkt, der auch in anderen Häusern dieser Güte leider üblich ist
Wir entschieden uns für ein Glas Roeder Brut bzw. einen deutschen Winzersekt (Hahnmühle?). Interessant war, dass unabhängig von einander, sowohl meiner Frau als auch mir, der Winzersekt besser schmeckte als der Champagner. Ein weiterer Schachpunkt war das gereichte Brot. Es kamen wohl sechs verschiedene Sorten auf den Tisch, man hatte aber das Gefühl, dass es Brot vom vorherigen Tag war. Auch ein zweiter Versuch misslang, es wurde nur leicht angewärmt serviert. Nach nochmaligen reklamieren, servierte Maitre Jimmy Ledemazel Brot vom benachbarten Restaurant „The Grill“. Eine gute Idee. Diese Schwäche darf eigentlich in einem Haus dieser Güte nicht passieren.
Menü:
Wir wählten das Menü „Impressionen“ mit 9 Gängen. Dabei wurde der Kabeljau Gang herausgenommen und dafür aus dem „Visionen“ Menü das Garimori Iberico Schwein genommen. Dies war ohne Schwierigkeit möglich. Aus dem Menü bleiben besonders der Rochenflügel mit warmer Wassermelone sowie die Rotbarbe und Calamaretti in Erinnerung. Bei der Rückentranche vom Dammhirsch war von der Fichtensprossenglasur nur wenig zuspüren.
Knusperillos
Olive
Gänseleber mit Granatapfel & Büffel Mozzarella
Atlantik Rochenflügel mit warmer Wassermelone – marinierter Fenchel & Pinienkerne
Rotbarbe & Calamaretti mit Zitrusaromen, Mandeln, Sobrassada-Gnocchi
Tafelspitz vom Müritz Lamm – Frankfurter Grüne Sauce, Kartoffel, Ei
Anscheinend bereits jetzt ein Aqua-Klassiker: Auf einem Glasteller wie ein Gemälde angerichtet. Man muss an Piet Mondrian denken. Das Frankfurter Traditionsgericht in neuer Form und Geschmack. Sehr mürbes Lammfleisch, die Kartoffelscheibe mit Biss und die grüne Sauce mit sehr intensiven Kräutergeschmack, dabei sehr leicht. Sehr gute Interpretation eines Traditionsgerichtes.
Champagner-Cremesorbet von „Grand Vintage Rose 2000“ Moet & Chandon
Rückentranche vom Dammhirsch aus der Altmarkt mit Fichtensprossenglasur - Pfifferlinge, Walnuss & Sellerie
Rohmilchkäse vom Wagen
Campari-Orange
Wein:
Unseren Wunsch nach deutschen Weinen wurde von Sommelier Giesel mit einem Riesling „Goldtröpfchen“ von Haardt sowie 2005 Assmannhäuser Höllenberg von A. Kessler beantwortet. Besonders beim Rotwein in der oberen Preisregion.
Fazit:
Trotz der kleinen Mängel ein schöner Abend. Die Höchstbewertungen dementsprechend folgerichtig.