Trattoria Toscana Niedenstein

Trattoria Toscana Niedenstein

Niedenstein, ist die nördlichste Stadt im Schwalm-Eder-Kreis und liegt ca. 25 km südlich der  Stadt Kassel. Im Stadtteil Niedenstein mit ca. 2100 Einwohnern gab es einmal 3 Gaststätten, die aber seit Jahren geschlossen sind. Anfang August wurde nun eine Trattoria eröffnet. Diese liegt an der Hauptstraße zwischen einer Apotheke und einer Bank. Der Inhaber ist Ali Noori, der verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie Da Cocca und Ferhad Kemal (italienische Feinkost, Kassel) hat, verspricht auf seiner Speisekarte eine toskanische Küche mit frischen regionalen Zutaten entsprechend der Jahreszeiten.

Wir waren kurz nach der Eröffnung zweimal in der Trattoria Toscana und sind beide Male sehr zufrieden nach Hause gegangen.

01Zum Auftakt gab es Focaccia und ein toskanisches Olivenöl.

 02 überbackende Aubergine

Als Vorspeise Melenzane parmigiana, gegrillte Aubergine mit Mozzarella und Tomatensauce überbacken. Bereits dieser Auftakt konnte begeistern und führte uns gedanklich in die ferne Toskana.

Bei den Hauptgerichten wurde einmal Dorade und einmal Lamm Kotelett ausgewählt.

 03 gegrillte Dorade

04 Salat zur Dorade

Die Dorade gewürzt mit mediterranen Kräutern und reichlich Knoblauch. Dazu Rosmarinkartoffel, diese waren leider nicht warm genug, sowie ein Salatteller.

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Die Lammkoteletts, ebenfalls sehr gut gewürzt, waren leider fast durchgebraten. Nach meiner Reklamation entschuldigte sich Ali Noori und erklärte, dass die Lammkoteletts die er medium rare serviere, fast immer zurück kommen mit der Begründung, das Fleisch wäre noch halb roh.

 06 Tiramesu

Zum Abschluss ein wohlschmeckendes Tiramisu.

Fazit: Man kann nur hoffen, dass Ali Noori seine Linie durchhält und genügend Gäste kommen. In den ersten Wochen war das Lokal jedenfalls immer gut besucht. Die Weinauswahl beschränkt sich natürlich auf Italien. Im Service läuft noch nicht alles rund.

PS. Natürlich gibt es auch Pizza und Pasta

Trattoria Toscana, Obertor 5  –  34305 Niedenstein

Telefon: 05624 922920

http://www.trattoria-toscana-niedenstein.de/

Öffnungszeiten:

Di – Sa:            17:30 – 23:00 Uhr,  So:  11:30 – 14:30 Uhr und   17:30 – 23:00 Uhr

Montag Ruhetag.

„Der Feinschmecker“ 2014 Nordhessen

Der erste Restaurantführer für das Jahr 2014 ist auf dem Markt. „Der Feinschmecker“ hat, wie auch in den letzten Jahren, den Anfang gemacht. Für Nordhessen gibt es zwei  „Neueinträge“

1.       Restaurant Park Schönfeld.

2013 Schönfeld 012013 Schönfeld 02

2.       Die Überraschung Gasthof Hack in Kestenhausen.

2013 Gasthof Hack

Tim Raue – Berlin

Tim Raue in Berlin.

01 Raue

02 Amuse Bouche 01

Schweinebauch nach Sezuan-Pfeffer-Art

03 Amuse BoucheJakobsmuschel

05 Amuse Bouche

Cashewkerne mit gelbem Curry

06 Amuse Bouche

Rettich mit japanischem Senf

07 Amuse BoucheEinlegte Gurken

08 Amuse Bouche - TomateTomate

09 Amuse Bouche

Japanischen Eismeergarnelen mit Cognac-Gelee

10 Amuse Bouche - LachsMarinierter Lachs

Das Lunch Menü

11-1. Gang  Dim SumDIM SUM: Gefüllt mit Jakobsmuscheln dazu Mark, in einem Beeftea mit Shisokresse und Saiblingskaviar.

12 - 2. Gang DoradeDORADE

13 - 3. Gang KaisergranatKAISERGRANAT

14 - 4. Gang SpanferkelSPANFERKEL

14a - 4. Gang Beilagedazu eine SALAT von LILIENBLÜTE, Endivie und Mandarine

Als „Hauptgang“ die Penking Ente frei nach Tim Raue

15 -  5. Gang Peking Ente 01Entenbrust auf einer Waffel gewürzt mit Five-Spice und gefüllt mit Apfel und Lauch, dazu ein Jus von Entenfüssen.

15 -  5. Gang Peking Ente 02Entenleberterrine & Mousse mitb Essiggurke und einem Lauch-Ingwerpürree

15 -  5. Gang Peking Ente 03Entensud mit Innereien (Magen-Zunge-Herz) Wintermelone, Bambuspilz

16 - 6. Gang SorbetSorbet

17 7. Gang KokosnussKOKOSNUSS

Kokosnusseis und junge Kokosnuss, Misogelee, Yozumousse, weiße Schokolade und Portulak Saft.

Besucht am 12.07.2013 (mittags)

Essigbrätlein – Nürnberg 2013

 

20.06.2013 Essigbrätlein

Nach wie vor muss man an der Klingelschnur rechts neben der Eingangstür ziehen, um dieses gastliche Haus betreten zu können. An der Inneneinrichtung hat sich nichts geändert, aber die Küchenausrichtung hat leichte Veränderungen erfahren. Auch im Essigbrätlein legt man noch mehr Wert auf Gemüse, Kräuter, Fisch und Fleisch aus der Region, die Gewürze spielen in der Küche von Andre Köthe und Yves Ollech aber auch weiterhin eine gewichtige Rolle.

Schon der Gruß aus der Küche zeigt diese Veränderungen an. Die sonst servierten gefüllten Knusperrollen, in den letzten Jahren immer Bestandteil im Menü, wurden diesmal nicht serviert. Wie üblich standen aber das Karottenbrot und die Erbsenbutter schnell auf dem Tisch, dazu ein alkoholfreier Aperitif.

Danach drei kleine Häppchen.

01 Hafer

Hafer mit unreifen roten Johannisbeeren. Der Hafer mit leichten Röstaromen. Dazu das säuerliche Obst. Ein gelungener Auftakt

02 ErbseErbsencreme. Es sollte aber noch besser kommen. Lauwarme Erbsencreme wurde in einer aufgeschlitzten Schote serviert. Beim Aussaugen dürften wir den reinen unverfälschten Erbsengeschmack erleben.

03 QuitteQuitte: Etwas belanglos.

Das Mittagsmenü diesmal mit fünf Gängen statt der sonst üblichen vier. Die auf dem Tisch liegende Speisekarte ist sehr zurückhaltend formuliert und erwähnt nur die zwei wichtigsten Zutaten. Keine Preisangaben. 04 Seeforelle

Seeforelle mit Sauerampfer – dazu 2011 Sauvignon Blanc, Neumeister, Steiermark

Zwei Scheiben vom leicht erwärmten Fisch, dazu knackiger Salat und Lindenblüten, nicht nur als Dekoration gedacht. Dazu eine leichte Säure durch den Sauerampfer. 05 Kohlrabi

Kohlrabi mit Mohn – dazu 2011 Weißer Burgunder, Luckert, Franken

Als zweiter Gang dann Kohlrabi in drei verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen. Als rohe Scheibe, als pur gedünstetes Stück mit Blättchen und als grüne Sauce aus Kohlblättern serviert wird. Mohn unterstreicht die Nussigkeit der Kohlrabi. 06 Spargel

 Spargel mit Brotcreme  – dazu  2011 Chardonnay „S“, Wittmann, Rheinhessen

Die Saison für Spargel nähert sich dem Ende. Die Spargelköpfe mit schönem Biss. Wir „hassen“ durchgegarten Spargel. Dazu knackige Spargelchips mit einem sehr Intensiven Aroma der Stage. Eine leicht Brotsauce und Jogurt rundeten den Gang ab. 07 Lamm

Lamm mit Lauch – dazu 2006 Clos Puy Arnaud, Cotes de Castillon, Bordeaux

Das Stück Lamm durch und durch rosa gegart (Saus Vide) mit erfreulichen Lammgeschmack. Dazu pochierter Lauch. 08 Kiefernadeleis

Kiefernadeleis mit Kräutern – 2009 Riesling Trockenbeerenauslese, Frey, Pfalz

Kiefernadeln scheinen im Moment In zu sein. Ich denke da an unseren Besuch im Restaurant „In de Wulf“ vor ca. 6 Wochen. Diesmal als Eis auf einer leichten Vanillesauce und sehr intensiv schmeckenden Kräutern. 09 Schokolade

Zum Abschluss dann Kaffee, ein Mirabelle und der Desserthit des Essigbrätlein. Fünf verschiedene Schokoladen hergestellt aus Valrhona Couverturen u.a. mit Trauben, Himbeere und karamelisierten Nüssen.

Fazit: Kulinarisch gesehen hatten wir wieder einmal ein schönes Mittagessen im Essigbrätlein erlebt. Wir stellen aber auch fest, dass die Hauptzutaten sich im Laufe der Jahre kaum ändern. (Seeforelle, Kohlrabi, Lamm). Wie immer war es aber auch diesmal ein besonders Geschmackserlebnis. Die Weinbegleitung war gut gewählt und kam auch mit der richtigen Temperatur in das Glas. Perfekter und unaufdringlicher Service durch eine junge Dame. Maitre-Sommelier Ivan Jakir hat Donnerstag seinen wohlverdienten Ruhetag.

In de Wulf – Belgien

Nach fünf Tagen in der Normandie und in unsere Partnerstadt Vire, mit der Feier zu den 30 -jährigen partnerschaftlichen Jubiläen, führt uns der Weg diesmal nicht direkt nachhause. Wir wollen einen Abstecher nach Belgien Unternehmen. Reserviert ist im Restaurant In de Wulf.

Das Restaurant steht in der San Pellegrino Liste 2013 immerhin auf Platz 72. Noch vor Alain Ducasse, Wohlfahrt oder Haas.

Nachdem wir die Autobahn nördlich von Lille verlassen haben, wird der Weg zum Restaurant sehr abenteuerlich. Bei uns würde man diese Straßenverbindungen eher als Neben-oder Feldwege bezeichnen.

Das Restaurant liegt in der Nähe des Dorfes Dranouter  in Westflandern in der Nähe der französischen Grenze. Diese Region Het Heuvelland bedeutet übersetzt Land der Berge. Naja, es sind nicht gerade Berge, aber ein Hügel löst den anderen ab. Von einem dieser Hügel sieht man in einem kleinen Tal ein lang gestrecktes Gebäude einsam stehen. In diesem ehemaligen Bauernhof ist das Hotelrestaurant untergebracht.

02  Hotel-Restaurant

Wir fahren also zuerst zum Restaurant um  die Reservierung noch einmal zu überprüfen. Ja, wir sind eingetragen. Danach geht es ca. 3 km  zur B&B Unterkunft Kalut. (Siehe eigenen Bericht) Dass Haus war vom Restaurant empfohlen worden, da das eigene Hotel  selbst ausgebucht war. Eine gute Empfehlung. Von der Terrasse des Häuschens haben wir einen wunderbaren Blick auf da Hotelrestaurant. Entfernung Luftlinie ca. 600 m.

03 Restaurant

Pünktlich um 19:00 Uhr ist unser bestelltes Taxi da und wir fahren die ca. 3 km zum Restaurant. Der Taxifahrer schwärmt nur so von seinem Landsmann Kobe Desramaults. Obwohl er dort noch nicht gegessen hat, meint er, ja er ist überzeugt, Kobe Desramaults sei der beste Koch Belgiens.

Nach dem eintreten werden wir von der jungen Dame am Empfang gefragt, ob wir zuerst im Salon oder sofort im Essraum Platz nehmen wollten. Wir entscheiden uns für den Salon, hier nehmen wir den Aperitif ein und erhalten  die ersten kleinen Häppchen.

 04 Der Salonn

Der Salon ist in Grautönen gehalten, die Wände bestehen aus rohen Ziegelwänden, der Fußboden aus Keramik und teilweise Teppichen. Alles ist gut auf einander abgestimmt und wirkt einladend. Wir fühlen uns in der angenehmen Atmosphäre sofort zuhause.

Wir beginnen mit einem Glas Champagners und erhalten die ersten “Appetizers”.

Es beginnt mit einem hauchdünnen knusprigen „Zwiebelblatt“ mit Knoblauchcreme, danach ein Schweinscracker und zweierlei von der Karotte. Bei dem Zwiebelblatt handelt es sich wahrscheinlich um verflüssigte Zwiebeln die anschließend gebacken wurden.

05 Cracker vom Schwein

Weiter ging es zum ersten Höhepunkt des Abends. Eine Ravioli aus Roter Bete war gefüllt mit einem leicht süßlichen Ziegenjogurt.

06 Ravioli von Roter Bete

Es folgte zweierlei von der Karotte. Karottenscheibe und Karottenmousse.

07 Karotte

Danach gab es gebackenes Brot gefüllt mit Maroilles, einem Käse aus Nordfrankreich. Gewöhnungsbedürftig war die Art des Servierens. Man musste aufpassen, was ist essbar und was sind Steine.

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Danach ging es in den Essraum. Allerdings nicht normal durch die Restauranttür, sondern wir wurden zuerst durch die Küche geführt.

09 Küche

10-12 junge Köchinnen bzw. Köche waren bei der Arbeit. Mittendrinn der Chef. Wie sich später herausstellte waren verschiedene Nationalitäten vertreten, u.a. Holland und Schottland.

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Der Essraum, mit einer für uns perfekten Atmosphäre. Rot-brauner Klinkerfußboden, wie im Salon auch hier rohe Ziegelwände weiß gestrichen. Die rustikalen Holztische standen weit genug auseinander, in den Stühlen konnte man ohne Probleme stundenlang sitzen. Das Restaurant war gut besucht. Ein internationales Sprachgewirr füllte schnell den Raum aus. Es herrschte nicht die in Sternehäusern so oft vorhandene Stille und Steifheit.

Erst hier wurden wir gefragt für welches Menü wir uns entschieden hätten. Zwei stehen zur Auswahl.  Eins für 125 €, mit Weinbegleitung 205 € und ein kleineres Menü für 105 € bzw. 165 €.

Wir entschieden uns für das Größere, wir wollten schließlich die ganze Spannbreite der Kochkunst von Kobe Desramaults genießen.

Hier im Essraum wurden dann die beiden letzten beiden Küchengrüße serviert.

Zum einem eine Wellhornschnecke  mit Knoblauch-Mayonnaise und zum anderen Kartoffel.

09b Schnecken

Kartoffelmousse eingehüllt in frittierten Kartoffelstreifen.

09a Whelks

Dann wurde der zweite Höhepunkt des Abends serviert. Sauerteigbrot mit Schmalz und Salzbutter. Das Brot mit krosser Kruste war der absolute Hammer. Wir haben anschließend noch ein Brot bestellt und am nächsten Tag mit nachhause genommen.Ein Problem hatte dieses Brot allerdings, man musste sich schon in Selbstbeherrschung üben, damit man nicht allein davon satt wurde.

09c Brot

Auch bei dem nachfolgenden Menü mit 12 Gängen, lag der  Schwerpunkt auf lokalen Produkten. Saisonale Kräuter, Gemüse, Gewürze und Früchte spielten die Hauptrolle. Fisch und Fleisch dagegen nur eine Nebenrolle. Einige der Gänge sind sehr schlicht und einfach, sowohl von den Produkten als auch von dem Anrichten. Andere sind sehr komplex und mit vielen Zutaten serviert.

10 Dogfish (eine Haiart)

Dornhai, Kohlrabi und junge Kräuter

12 Makrele

Tatar von der Makrele über Heidekraut geräuchert

13 Speiserübe, Sauere Creme, Kräuter

Speiserübe, Sauerrahm und Kräuter

15

Grüne Zwiebeln, fermentierter Porresaft und Eier vom Brill (Plattfisch)

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 Gebratenes Brill Filet mit Fichtensprossen

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Schnecke aus Comines mit Knoblauch

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Hummer mit Kartoffelschaum

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Spargel mit Brennnesseln und Eidotter

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Grüner Spargel mit Käse

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 Junge Ziege mit Strandkräutern und Meerkohl

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Blutwurst mit Rhabarber

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Käse auf Quitte

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Rote Bete

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Sellerie mit Sauerampfer

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Blüten

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Ziegenmilchsorbet. Dill, junge Gurke

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Fazit:

Der Ort, das Essen, der Wein, die Atmosphäre alles passte perfekt zusammen. Der Besuch im Restaurant „In de Wulf“ war ein unvergessliches Erlebnis.

Wir hatten uns für die Weinbegleitung entschieden und lagen damit goldrichtig. 10 verschiedene Weine für 12 Gänge. Die Weine passten zum Essen und hatten auch die richtige Temperatur.

Der Service absolut perfekt. Die Speisen werden jeweils von den Köchinnen und Köchen serviert und erklärt die auch dafür verantwortliche zeichnen.

Kaffee, Petit Fours und einen Marillenbrand haben wir dann wieder im Salon eingenommen. Dabei ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem Paar aus Antwerpen. Diese waren bereits zum dritten Male Gast bei Kobe Desramaults  und waren auch der Auffassung, Kobe Desramaults  sei der beste Koch Belgiens.

Kobe Desramaults  hat „nur“ einen Stern, nach diesem Abend glauben wir, dass er den zweiten Stern verdient hat.

Indewulf

Wulvestraat 1
8951 Dranouter
Belgien

www.indewulf.be

Besucht am 12.05.2013 (abends)

Fiester Hannes – Burbach Holzhausen

01 Gaststube Fiester Hannes

Michael Debus gehörte in den 1990 er Jahren zu den hoch dekorierten Köchen Deutschlands. Ausgezeichnet war er mit zwei Sternen im Michelin und 17 Punkte im GM. Wir selbst waren 1995 im „L’Ecole“ und konnten seine Gourmetküche genießen. Hier die Speisekarte aus dem Jahre 1995.  2001 schloss er seine „L’Ecole“ in Bad Laasphe-. Hesselbach und ging zunächst nach Siegen.

Seit 2006 hat er zusammen mit seiner Partnerin Karoline Steinhoff das Restaurant- Hotel „Fiester Hannes“ in Burbach Holzhausen übernommen.Mit viel Einfühlungsvermögen, architektonischen und technischen Können und wahrscheinlich auch mit viel Geld wurde aus dem fast 300 jährigen Fachwerk Ensemble ein wahres Schmuckstück für die Gastronomie.

Im Restaurant, mit ca. 50 Sitzplätzen auf mehreren Etagen, wird eine verfeinerte Regionalküche angeboten. Bei schönem Wetter kann auch auf einer Terrasse gespeist werden. Das benachbarte Hotel umfasst sieben individuell gestaltete Zimmer.

02 Starter Fiester Hannes

Zum Auftakt gab es Lachstatar, Oliventapenade, Bärlauchcreme und Butter sowie zwei verschiedene Sorten Brot. Hier ist auch die einzige Kritik des Abends zu vermerken. Die Butter viel zu fest und das Brot zu trocken. Als Aperitif gab es einen fruchtigen, alkoholfreien Cocktail.

03 Oktopus Carpaccio

 Als Amuse Bouche ein Carpaccio vom Oktopus mit Jakobsmuschel.

 04 Salzwassergarnele Fiester Hannes

Große Seewassergarnele mit Knoblauch im geeisten Minestronesud und Gurkensalsa.

 05 Perlhuhnravioli Fiester Hannes

Perlhuhnravioli auf getrüffelten Schwarzwurzeln

 06 Saibling Fiester Hannes

Saibling mit Spargel und Bärlauchsauce

 07 Passionsfruchtsorbet Fiester Hannes

Passionfruchtsorbet mit Champagner

 08 Wildhasenrücken Fiester Hannes

Wildhasenrücken auf Wirsing mit Waldpilzen und Dauphinkartoffel

 09 Dessertteller Fiester Hannes

Dessertteller „Fiester Hannes“

Weinbegleitung

0,37 l Weißer Burgunder & Chardonnay von Johner

¼ l Spätburgunder von Heger

10 Restaurant Fiester Hannes

Besucht am 30.04.2013 (abends)

Michael Debus hat das Haus verlassen!!!  Siehe https://www.fiesterhannes.de/

Jardin – Bistro Alcudia

01 Jardin Eingang

Das Sternerestaurant von Macarena de Castro hat nur am Wochenende geöffnet (Freitag-Sonntag). Das Bistro Jardin dagegen jeden Tag (außer Montag). In der Vorsaison allerdings nur mittags. Man sollte sich die Öffnungszeiten also vorher genau ansehen.

Im Garten oder im überdachten Pavillon sitzt man an blanken Holztischen auf Korbstühlen recht bequem.

Angeboten wird eine mediterrane Küche zu erschwinglichen Preisen. Neben den a la Carte Gerichten wird noch ein Tagesmenü für sagenhafte 10 € sowie ein abendliches Drei-Gänge-Bistro-Menü für 25 Euro angeboten.

Der „Jungmännerservice“ arbeitete ruhig und unaufgeregt. Gesprochen wurde natürlich spanisch, englisch und französisch, allerdings kein deutsch.

Aus der Karte wählte ich mir ein drei Gang Menü aus.

 03 Jardin Brot

Vorab wurde selbstgebackenes Brotes, hausgemachte Aioli sowie Oliven serviert. Das Brot schmeckte ausgezeichnet.

04 Jardin Kabeljau

1.     Gang: Kabeljaukuchen, mit Tomaten, Brunnenkresse und schwarzen Oliven

05 Jardin Tintenfisch

2.     Gang: Tintenfisch mit Zuckerschoten, Zitrus Reduktion und Kartoffelpüree

06 Jardin Dessert

3.     „Gin Mare“ Rosmarin und Basilikum Bisquit und Thymianeis.

02 Jardin Innnenhof

07 Jardin

Besucht am 16.04.2013 (mittags)

Restaurante es Raco d’ es Teix – Deiá – 2013 –

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Frühling – Mallorca – Radtraining. Diese drei Begriffe gehören seit einigen Jahren zusammen. Dazu gehört auch seit Jahren ein Abstecher zu Josef Sauerschell.

Im romantische Dorf Deiá haben sich Josef Sauerschell und seine Ehefrau Leonor Payeras mit dem „Restaurante es Raco d’ es Teix“ ein kleines Refugium geschaffen.

Das 1-Sterne-Restaurant mit sehr viel Ambiente und einem wunderbaren Blick auf die Sierra de Tramuntana liegt oberhalb der Hauptstraße von Deiá. Vier Parkplätze sind vor dem Haus vorhanden. Allerdings ist es nicht leicht hier wieder auszuparken. Es ist alles sehr eng und steil.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurde auf der Terrasse ein Viergangmenü genossen. Relativ schnell standen Brot und Butter auf dem Tisch, dazu gab es drei Kleinigkeiten als Starter.

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Blick von der Terrasse in das Restaurant

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1. Terrine vom Hummer

2. Terrine vom Schwein

3. Mousse vom wilden Spargel.

Dazu gab es einen erfrischenden alkoholfreien Aperitif

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Amuse Bouche: Gemüsesuppe mit Curry und Kaninchen in einer Tasse serviert sowie Rucolacreme mit Scampis.

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1.Gang: Wachtel mit Frühlingsgemüse

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2. Gang: Raviolis von Hummer in Currysauce mit Koriander

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Zitronensorbet

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3.     Gang: Variationen vom Lamm

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4.Gang:  Schokoladengateaux mit Rhabarber und Erdbeeren

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Blick von der Terrasse

Zum Abschluss gab es dann noch Espresso und verführerische kleine Süßigkeiten. Es war wieder ein erholsamer Tag im romantischen Deiá bei Josef Sauerschell.

Obwohl man von einer klassischen Küche sprechen kann, sind die Gerichte in ihren Ausführungen doch moderner und noch leichter geworden.

Der Stern im Michelin ist wohl verdient.

Besucht am 11.04.2013 (mittags)

Margaux – Berlin – 2013

Zum Aperitif:  Winzersekt von der Nahe –  Weingut Korell

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Dazu: Himbeere, Earl Grey  – Valenciano, Couscous, Alge, Ingwer – Knusper mit Minze  – Knäckebrot, Rote Bete, Lauch –  Austern Melba, Polnische Vinaigrette & Pfahlmuscheln

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Als Amuse Bouche:  Jahreszeiten aus dem Garten & Gemüsebrot

Eine wohlschmeckende Gemüsetapenade, orientalisch gewürzt. Dazu ein buntes Gemüsebrot.

02a Gemüsebrot

03 Steinköhler

Steinköhler „Graved Style“, Kaisergranat,, Meerrettich, Schwarzwurzel, Honig, Senf

04 Forelle-Linsen

„Forelle Müllerin“ & Saure Linsen,  Mandeln, Zitrone & Petersilie

05 Spinat

“Ein Teller Spinat“, Eigelb, knusprige Kartoffeln, getrocknete Basilikumsaat, & Perigord-Trüffel

06 Lamm

Lamm & Puntarelle – eingelegte Paprika, Joghurtcreme & Couscous

07 Paprikasorbet

Paprika, Himbeere & Engelwurz, Kandierte Oliven & Orange

08 Rumtopffrüchte

Rumtopffrüchte und Bratapfelsorbet

09 Finale

Final – Kaffee & Anis –  Oliven Macaron – Ingwergranitée, Limone & Basilikum – Berliner Pfannkuchen – Mohn Schaum Kuss

Besucht am 21.03.2013 (abends)

Speisekarte

Restaurant Palio 30.12.2012

Silvester 2012

Fürstenhof Celle 29.12.2012 – 01.01.2013

Restaurant Palio 30.12.2012

Es lief schief an diesem Abend was schief laufen konnte. Aber der Reihe nach. Wir hatten das dreitägige Silvesterarrangement im Fürstenhof zu Celle gebucht. Zu diesem Arrangement gehörte auch eine Abendessen am Sonntag den 30.12.2012 im Palio.

Das Restaurant gehört laut „Gault Millau“ zu den besten italienische Restaurants in Norddeutschland und wird mit 16 Punkten bewertet. Demensprechen hoch waren unsere Erwartungen.

Nach einer wunderschönen Theateraufführung im Barock Theater zu Celle sind wir gegen 17:45 Uhr wieder zurück im Hotel. Laut Programm ist ein Abendessen ab 18:00 Uhr im Restaurant Palio vorgesehen. Ich erkundigte mich extra an der Rezeption.

Frage: „Was heißt ab 18:00 Uhr, kann ich auch um 18:30 Uhr oder 19:00 Uhr kommen.“

Antwort: „Natürlich, es  steht Ihnen völlig offen um wie viel Uhr Sie zum Abendessen kommen“.

Also geht es wieder auf unser Zimmer und wir ruhen uns ein wenig aus. Es ist 18:10 Uhr und ein Anruf aus der Rezeption.

Frage: „Das Restaurant fragt nach ob wir nicht zum das Abendessen kommen. Es sei schon nach 18:00 Uhr.

Ich völlig verwundert: “Ich habe doch gerade nachgefragt, was es heißt ab 18:00 Uhr, und ihre Antwort lautete sie können zu jeder Zeit das Abendessen einnehmen. Ich werde so gegen 18:45 Uhr im Restaurant sein. Teilen Sie dies bitte mit“.

Als wir gegen 18:45 Uhr in das Restaurant kommen, ist dies bereits voll besetzt und es ist ziemlich laut. Die nette Bedienung begleitet uns zu unserem Tisch am Fenster. Dieser ist hübsch eingedeckt, aber für zwei Personen doch ziemlich klein. Relativ schnell steht ein Glas Prosecco auf dem Tisch, gut gekühlt und auch wohl schmeckend. Auch Brot, Grissini Stangen und eine Thunfisch Creme werden rasch serviert. Besonders das Landbrot schmeckt lecker. Der jungen Bedienung gebe ich  mit auf den Weg, dass meine Ehefrau Probleme bei Zwiebeln hat und sie bitte in der Küche Bescheid geben soll, dass die Zwiebelkruste beim Hauptgericht nicht mit serviert werden soll.

Es ist noch nicht einmal eine Minute vergangen, als die Servicekraft bereits mit der Vorspeise vor uns steht. Wir haben noch nicht einmal ein Stück vom Brot gegessen, geschweige ein Schluck Prosecco getrunken, und sollen nun wie in einem Schnellrestaurant den ersten Gang vertilgen. Nein danke, mit uns nicht.

Außerdem muss ich feststellen, dass auf dem Vorspeisenteller meiner Frau nicht die an versierte Wachtel liegt, sondern eine Scheibe Bresaola. Auf meine Frage hin warum diese Veränderung, meint die Servicekraft schnippisch, an der Grundsubstanz der Wachtel wären auch Zwiebeln dran und ich hätte doch drauf hingewiesen, dass meine Frau keine Zwiebel vertragen würde. Ich daraufhin, ich habe ihn doch  gesagt, dass nur beim Hauptgericht diese Zwiebelkruste entfallen sollte. Man merkt sie ist verärgert, nimmt die Teller und geht wieder zur Küche.

Nachdem wir unseren Prosecco aus getrunken und vom leckeren Brot und von der Thunfisch Creme genossen haben, wird dann auch der Weißwein eingeschenkt. Ab diesem Zeitpunkt läuft der Service wieder in normalen Bahnen.

Zu dem Menü:

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Vorspeise:

Wachtelbrust mit Morcheln gefüllt auf Salat von Chicorée,

Fenchel und Orangen, mit Limoncello-Vinaigrette

Hauptspeise: (leider ohne Bild)

Kalbfilet unter weißer Zwiebelkruste auf Gremolata-Croutons,

Zitronen-Kapernsauce, Blattspinat und Tompinamur-Polentapüree

Dessert:

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Variationen von Sambuca und Kaffee

Sambucacreme mit Mandelgebäck

Krokant- Kaffee Semifreddo mit karamellisieren Früchten

und Eis von Latte Macchiato mit Olivensauce

Fazit: Alles ganz nett angerichtet, aber der gewisse Pfiff fehlte bei allen drei Gängen. Von einem Restaurant mit 16 GM Punkten erwarte ich etwas mehr. Die Schwierigkeiten am Anfang lagen wahrscheinlich an der nicht vorhandenen Kommunikation zwischen Rezeption und Restaurant. Darunter darf allerdings der Gast nicht leiden.

Zum Abschluss hatte ich im Übrigen noch ein interessantes Gespräch mit Küchenchef Helmut Griebl.

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