Die Sonne – der Engel – das Ox, eine Trilogie der Geschmäcker im Biosphärenreservat Rhön. In Hilders/Rhön gelegen, wird hier sowohl der regionalen, aber auch der gehobenen Küche gefrönt.
Wir sind diesmal in „die Sonne“ eingekehrt. Diese hat auch mittags geöffnet. „Der Engel und „das OX nur abends.
Hier kommen traditionelle Gerichte mal klassisch oder auch völlig neu interpretiert auf den Teller. Dabei werden frischen Zutaten von bester Qualität verwendet. Die hauseigene Metzgerei spielt dabei natürlich ebenfalls eine Rolle.
Von einer jungen Dame wurden wir freundlich Empfangen und konnten uns einen Platz selbst aussuchen. Für einen Samstag mittag war das Haus gut besucht.
Ein Amuse Bouche gibt es hier allerdings nicht. Aus der sehr „fleischlastigen“ Karte wählte ich folgendes:
Selleriesuppe
Selleriesuppe mir „5 Gewürz“ und Dörrpflaumen
Die Suppe hatte leider kaum Selleriegeschmack, war aber mit „Five Spice“ sonst gut abgeschmeckt. Die Dörr-pflaumen, brachten eine gewisse Süsse an die Suppe.
Ochsenschulter
Geschmorte Schulter vom Rhöner Weidelamm mit Schwarzwurzel und Rote Beete Spätzle
Sehr mürbes Fleisch, aber noch „bissfest. Die Schwarzwurzel sehr schön „al dente“ serviert. Bei den Spätzle kam leider der Rote Beete Geschmack kaum durch. Kraftvolle und gut abgeschmeckte Bratensauce.
Schokotraum
Schoko Hoch 5
Ein absoluter Höhepunkt. Der Engel oder das Ox lassen grüßen. Schokopraline, Macaron, warmes Schokotörtchen mit flüssiger Schokolade oder „Tartelette de chocolat lava“, Schokokuchen und weißes Schokoladeneis wurden serviert.
Aus dem „Schnitzel-Gasthof“ ist im Laufe der letzten Jahre ein Gasthaus mit einer kreativen Küche geworden, die auf regionale und ökologische Produkte setzt. Dabei stehen zwei regionale Grundprodukte im Vordergrund. Da ist ersten das Rhönschaf und zweitens der Rhöner Streuobst Apfel.
Wir hatten vorbestellt und beim Eintreffen von einer jungen Dame freundlich Empfangen und zum Tisch begleitet.
Dann wurde uns die „Speisekarte“ vorgelegt. Die 27 Seiten erschrecken einen zuerst einmal, beim näheren hin sehen, wird allerdings nicht nur „Essen und Trinken“ aufgeführt, sondern auch viel Wissenswertes über die Gerichte und die Getränke. Dem entsprechend ist es keine Speisekarte, sondern ein „Speisenbuch“.
Überlieferte Gerichte und Neukreationen werden aus Rhöner Produkten angeboten. Man sollte sich Zeit nehmen bei dieser Art von Küche. Die Zubereitung mit frischen Produkten und sorgfältiger Zubereitung benötigt halt seine Zeit.
Interessant ist, dass die Lieferanten für die Küche des Gasthauses auf zwei Seiten im Speisenbuch aufgeführt werden.
Zum Auftakt bestellten wir ApfelSherry mit Tappa. Ein Aperitif, der auf der einen Seite den kräftigen Sherry Geschmack hat, auf der anderen Seite kommt aber der fruchtige Apfelgeschmack gut zur Geltung. Dazu als Tappa zwei Lammhack-Kroketten mit Dinkelreis.
Tappa
Danach einen Teller „Rhönerlebnis“. Spezialitäten aus der Rhön vom Schaf, Forelle und Käse lagen auf dem Teller. Die „normale“ Portion war als Vorspeise für vier Personen völlig ausreichend.
Vorspeisenteller
Als Hauptspeise dann „Lammerlebnis“ pur. In einer großen Pfanne wurden serviert.
Lammkeulen Steak, für einen kräftigen Biss, Lammrücken „rosa gebraten“, wohlschmeckende Lammbratwurst, Lammhack mit Wirsing, Lammgulasch mit Apfelwein und Honig angemacht. Dazu knackiges Saisongemüse, gebratene Champignons sowie Bratkartoffeln. Hier ist die einzige Kritik auszusprechen. Die Kartoffeln waren nicht kross genug und wurden sehr „al dente“ serviert.
Lammerlebnis
Als Dessert dann hausgemachtes Rhön Eis. Mein „Zwetschgentraum“ war jedenfalls ein guter Abschluss eines interessanten Mittagsessen.
Zum „Lammerlebnis“ gab es verschiedene „Original Rhönschafbiere“, die im „Schluckglas“ 0.1 l serviert wurde.
Probeschluck
Fazit: Eine Küche basierend auf regionalen Produkten, interessanten Zubereitungsarten und freundlichem Service. Diese Art „Gasthäuser“ sollte es häufiger geben.
Das Restaurant Philipp Soldan ist das gastronomische Aushängeschild des Hotels Sonne Frankenberg. Das Restaurant ist seit November 2010 mit einem Stern im Michelin und seit November 2011 mit 16 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Das 24 Plätze umfassende Restaurant liegt im Untergeschoss des Hotels und wird von einem achtköpfigen Küchen- und Serviceteam betreut. Chefkoch ist Florian Hartmann, der dem Hause seit ca. zwei Jahren vorsteht, Chefsommelier ist Mario Hönighausen.
Ein Sohn der Stadt Frankenberg ist Namensgeber des Restaurants. Der Holzschnitzer und Formenschneider Philipp Soldaten hat vor mehr als 500 Jahren seine Spuren in Frankenberg hinterlassen.
Die Innenausstattung hat eine dezente Farbgebung aus Sandstein und bordeauxfarbenen Stoffen. Die Raumaufteilung ist sehr großzügig. Die sechs Tische stehen sehr weit auseinander, so dass man Gespräche vom Nachbartisch kaum mitbekommt.
Unser Silvestermenü 2011 begann gegen 18:00 Uhr und endete nach 15 kleinen Gängen kurz vor Mitternacht. Hier ist eine kleine Kritik anzumerken. 18:00 Uhr war nach meiner Auffassung sehr früh. 1 Std. später wäre sinnvoller gewesen und die ersten fünf Gänge kamen in einen zu schnellen Abstand auf den Tisch.
Nach der netten Begrüßung durch Mario Hönighausen wurde mit einem Winzersekt von Stefan Breuer der Abend eröffnet. Danach kamen fünferlei Brötchen, zwei interessante Aufstriche sowie Salzbutter auf den Tisch. Bei den Aufstrichen handelte es sich erstens um ein Tomatenkompott mit Basilikum mit fantastischer Frische, sowie zweitens um einen Olivenaufstrich mit intensiven Oliven Geschmack.
Mit Mario Hönighausen einigten wir uns auf ein Weinmenü. Sieben verschiedenen Weinen für die 15 Gänge. Sieben Weine mit einer interessanten Reihenfolge. Nach zwei Weißweinen kam ein leichter Rotwein, gefolgt von einem Grünen Veltliner. Darauf folgte ein Spätburgunder von Bernhard Huber, dann wiederum ein Sprung auf einen sehr trockenen Riesling aus der Pfalz und endete dann mit einer Trockenbeerenauslese von Kracher. Diese Reihenfolge war wohl dem Menü geschuldet, Gaumen und Magen mussten aber dabei Schwerstarbeit leisten.
01 Terrine
Terrine von Enten-Rillettes und Entenleber.
Die Leber war umhüllt von dem Rillettes und begleitet von einem Amarena-Kirsch-Chutney. Geschmacklich fein abgestimmt, allerdings war das Verhältnis Terrine zu Chutney nicht ausgewogen. Es war zu viel Chutney auf dem Teller.
Langoustine auf Mango – Anans – Chutney (leider ohne Bild)
Nach dem geschmacklich doch intensiven Einstieg ein sehr leichter Gang mit einer noch glasigen Langoustine und ein in der Süße zurückhalten Chutney.
03 Froschschenkel
Froschschenkel und Schneckenleber mit Petersilie.
Ein Höhepunkt des Abends, völlig neue Geschmacks Nuance wurden serviert. Die Schneckenleber mit sehr intensiven Lebergeschmack und der Kaviar mit einem leichten Touch von Meerwasser.
Zu den ersten drei Gängen gab es einem Schwarz-Weiß 2009vom Weingut Hans Schwarz vom Neusiedlersee.
Ein kraftvoller und opulenter Auftakt. Mit 14 % Alkohol für einen Auftakt eines Menüs zu schwer. Der Wein konnte allerdings mit seinen Mineralien und seiner feinen Säure überzeugen.
04 Auster
Zweierlei von der Auster.
Überzeugend die überbackene Auster mit Algen, die im eigenen Saft gelierte Auster hätte ich allerdings gern durch eine frische Auster ersetzt gehabt
05 Buttermakrele
Buttermakrele im Chorizo Sud
Hier konnte der Fisch im Geschmack voll überzeugen. Leider war der Chorizo Geschmack durch die doch geringe Dosierung auf dem Teller kaum spürbar.
06 Wolfsbarsch
Handgeangelter Wolfsbarsch, Bouillabaissercreme und Oliven- Fenchelragout
Der nächste Höhepunkt. Ein Wolfsbarsch auf der Haut gebraten und noch leicht glasig, dazu eine Creme die nach den Früchten des Meeres schmeckte. Leider kam der Fenchelgeschmack beim Ragout nicht richtig zur Geltung.
Dazu: Ein Grauburgunder Winklerberg GG 2008, Stigler, Baden
Bis hierher war die Reihenfolge des Menüs nachvollziehbar. Die nachfolgenden Gänge hätte ich allerdings in umgekehrter Reihenfolge serviert. Also zuerst Backhendl, Kalb und Chicorée mit dem Weißwein und danach Beeftea und Jungschweinebäckchen mit dem Rotwein.
07 Beeftea
Beeftea
Sehr intensiverer und konzentrierter Rindfleischgeschmack. Diesen Gang hätte ich mir vor dem Rehrücken gewünscht. Beeftea wird ja sehr oft statt eines Sorbets serviert.
08 Jungschweinebäckchen
Jungschweinebäckchen auf Blutwurstgraupen
Ein sehr schmackhaftes aber doch rustikales Gericht. Das Bäckchen war sehr gut gegart, dazu Popcorn von der Schweinehaut.
Dazu: Rosen Tradition 2008, Richard Östreicher, Franken
Die Lagerung im Eichenfass verleiht körperreiche Eleganz, schmeckt dabei rund und weich.
09 Backhendl
Backhendl vom Stubenküken mit Kartoffelsalat.
Krosse Panierung, saftiges Fleisch.
10 Kalb
Niedertemperaturgegarte Oberschale vom Gold Label Kalb, Bittermandelcrème und weißer Trüffel.
Die Aromen harmonisch abgestimmt, leider war das Stück Fleisch sehr klein geraten.
11 Chicoree
Geschmorter Chicree, Bergamotte, Pomelo und Sauce Maltaise
Dazu: Grüner Velltiner Ried Lamm Kamptal DAC Reserve, Bründelmeyer, Kamptal
12 Rehrücken
Rehrücken in Wachholdermilch pochiert, Tannennadelaroma
Gelungen, der beste Gang des Abends. Chefkoch Florian Hartmann brachte den Gang selbst an den Tisch. Das Wildfleisch auf den Punkt gegart. Dazu ein Früchtebrot und ein sehr gut gewürztes Rotkraut.
Dazu: Spätburgunder Bienenberg R 2005, Bernhard Huber, Baden.
Eine wahre Pracht dieser Rotwein von Bernhard Huber. Fein würzige Duftaromen.
13 La Ratte
Gebackene La Ratte Kartoffel mit Munster gefüllt
Dieser Gang, auch zusammen mit dem Riesling, konnte uns nicht überzeugen. Für uns der schwächste Gang des Abends.
Dazu: Riesling WachenheimerBöhling PC 2008, Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz
14 Schokolade
Variationen von der Manjarischokolade, Pasionsfrucht
15 Eiszapfen
Eisapfel und Kardamon
Dazu: Grand Cuvee No. 6 Trockenbeerenauslese, Alois Kracher, Neusiedlersee
Die Gaststätte Hessenklause in Altenritte, ein Stadtteil der Stadt Baunatal, hat eine fast 300 -jährige Tradition. Bereits 1690 stand ein Haus an dieser Straßenkreuzung. Die Anfänge der Gastronomie lassen sich auf die Jahre vor dem Bau des Herkules in Kassel festlegen, dieser wurde 1717 fertig gestellt. Nicht nur das Haus befindet sich seitdem im Besitz der Familie, sondern auch die Gastronomie wird von der Familie seitdem geführt.
Seit ca. drei Jahren führt nun Ellen Werner die Tradition der Familie fort. Sie hat ein recht schwieriges Erbe übernommen. Ihr Vater Horst, der ist leider vor ca. drei Jahren verstorben, war eine Institution in Altenritte. Ihre Mutter Edith war Chefin in der Küche und sie verstand es die nordhessischen Spezialitäten auf den Teller zu bringen.
Ellen hatte es am Anfang nicht einfach in diese großen Fußstapfen zu treten. Anscheinend sind diese Schwierigkeiten mittlerweile überwunden. Den Beweis legte sie uns vor kurzem auf die Teller.
Das traditionelle Gänseessen hatte unseren Stammtisch bewogen die Hessenklause aufzusuchen. Einige von uns hatten den Gänsebraten bestellt, andere wiederum bestellten à la Carte. Im Nebenzimmer war unser Tisch recht weihnachtlichen eingedeckt. Die Aufnahme der Getränke und das Servieren des ersten Bieres erfolgte Recht flott. Hier ist sollte man auf alle Fälle das Hütt Bier trinken. Diese Brauerei befindet sich in Rengershausen, ebenfalls ein Stadtteil der Stadt Baunatal. Besonders das Hütt Natur kann empfohlen werden.
Vorab wurde eine gehaltvolle Rindfleischsuppe mit Gemüseeinlage, sowie ein Feldsalat ein Schmand- Dressing serviert. Beides handwerklich in Ordnung. Allerdings hätte es beim Feldsalat etwas weniger Schmand sein können.
Die Teile der Gans wurden in zwei Gängen serviert. Als erstes die Keule.
Keule
Das Fleisch recht mürbe und löste sich schön von den Knochen. Allerdings hätte die Haut etwas krosser sein können. Auch eine Reklamation meinerseits und das Nachgrillen unter dem Salamander, brachten leider nicht den erwünschten Erfolg. Als Beilagen gab es Apfelrotkohl, Grünkohl, Kartoffelklöße und Apfelmus mit Preiselbeeren. Besonders der Apfelrotkohl war gut gewürzt. Auch die Sauce, mit Orangengeschmack, schmeckte vorzüglich.
Nach einer kurzen Pause wurde dann eine halbe Gänsebrust auf neuen Tellern serviert. Auch hier das Fleisch in Ordnung, aber leider fehlte auch hier die krosse Haut.
Gans Hessenklause
Zum Abschluss dann Rote Grütze mit Vanillesauce.
Vom Haus wurde dann eine Runde Marillenschnaps spendiert.
Ein gelungenes Abendessen in der altehrwürdigen Hessenklause zu Altenritte. Ellen Werner, die jetzige Chefin, hat in den beiden letzten Jahren sehr viel dazu gelernt. Weitere Verbesserungen sollten aber folgen.
Der Landgasthof Kraft steht im Dorfkern von Breitenbach, Ortsteil der Gemeinde Schauenburg, ca. 20 km südwestlich von Kassel. Seit sechs Generationen befindet sich dieses stattliche Fachwerkgebäude im Eigentum der Familie Kraft. Dem Gast und der regionalen Küche verpflichtet und dies seit fast 170 Jahren.
Seit nunmehr fast zwei Jahren weht ein neuer Wind im Gasthaus. Meik Kraft ist von seinen Lehr- und Wanderjahren in seinen Heimatort zurückgekehrt. Seine Lehre hat er bei Michael Fell im Egerner Hof in Rottach Egern absolviert. Eine Küche mit Michelin Stern. Danach hatte er in so renommierten Häusern wie der „Ente“ in Wiesbaden, ebenfalls mit einem Michelin Stern ausgezeichnet und im Frankfurter Restaurant „King Kamehameha“ gearbeitet.
Wer nun meint eine kulinarische Revolution wäre im Gasthaus Kraft ausgebrochen, der irrt sich. Auch weiterhin gibt es die frische und schmackhafte Küche für die der Vater von Meik, Günter Kraft, bisher verantwortlich war. Da stehen also auch weiterhin Steaks oder Schnitzel in den verschiedensten Ausführungen und den passenden Beilagen auf der Karte. Nicht zu vergessen der Jahreszeit entsprechend der knusprige Gänsebraten oder die Schlachteplatte aus eigener Schlachtung.
Keine radikale Veränderung sondern behutsame Erneuerung mit frischen und regionalen Produkten ist angesagt. Gerade die regionalen Produkte stehen bei Meik im Vordergrund. Das nordhessische Weckewerk kommt bei ihm wieder zu Ehren. So füllt er zum Beispiel Kartoffelklöße mit diesem Weckewerk und serviert diese Köstlichkeit auf einem Rahmwirsing. Auch Blut- und Leberwurst kommen bei ihm zum Einsatz. Heraus kommen Gerichte mit Überraschungseffekten und besonderen Geschmackserlebnissen.
Seit Meik Kraft in der Küche steht, war ich nun zum dritten Mal im Gasthaus und stelle fest, dass sich Meik anscheinend frei geschwommen hat. Seine besonderen Kreationen bietet er auf einer besonderen Wochenempfehlung seinen Gästen an. Diesmal waren es eine Vorspeise, zwei Suppen, sieben Hauptgerichte und ein Dessert.
Aus diesen Gerichten stellte ich mir ein drei Gang Menü zusammen.
Kartoffelsuppe mit Blutwurstpraline 3,90 €
geschmorte Ochsenbacke, Serviettenknödel und Rotkohl 14,50 €
Lebkuchen Crème Brûlée mit Bratapfelkompott und Spekulatiuseis 5,50 €
Kartoffelsuppe
Kartoffelsuppe mit Blutwurstpraline
Eine sämige Suppe, der leider der letzte Pfiff in Punkto Würze fehlte. Etwas Muskat z.B. hätte den letzten Pfiff gegeben. Sehr interessant die Praline. Die Blutwurst in einer frittierten Kartoffelhülle. Gute Umsetzung von regionalen Produkten
Ochsenbacke mit Rotkraut
geschmorte Ochsenbacke, Serviettenknödel und Rotkohl
Mürbes Fleisch, schmackhafter Rotkohl. Lediglich die gebratenen Serviettenknödel waren etwas belanglos. (Fertigprodukt?)
Lebkuchen
Lebkuchen Crème Brûlée mit Bratapfelkompott und Spekulatiuseis
Vorweihnachtliche Geschmackssymphonie. Beim Anrichten wäre es wahrscheinlich sinnvoller gewesen, das Eis nicht direkt auf den Kompott zu legen. Die Gewürze bei Eis und Kompott waren fast identisch.
Fazit: Für die nordhessische Region eine gute Küche. Dies kann aber nach meiner Auffassung nur der erste Schritt sein, Meik Kraft hat noch weiteres Potenzial um die Küche weiter voranzubringen.
Getrunken an dem Abend habe ich alkoholfreies Bier, da ich mit dem Auto unterwegs war. Durch die beiden anderen Besuche im Gasthaus Kraft weiß ich allerdings, dass die Weinauswahl nicht besonders ist. Hier sollte sich die Familie Kraft doch einige gute, preiswerte deutsche Weiß- und Rotweine in den Keller legen.
Der Anfang ist gemacht, man ist auf dem richtigen Wege.
An den Wochenenden, von Mitte April bis Ende Dezember, kommt Leben in das Fachwerkgebäude im kleinen Ort Dieterode im Eichsfeld. Hier offeriert Dr. Werner Freund am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend seine Vorstellung von französischen Landleben. Hinter dem Brettertor liegt ein romantischer Innenhof. Hier lodert ein schwerer Gussofen indem er einen Teil seiner Gerichte zubereitet. Vom Innenhof erreicht man auch einen wild romantischen Garten mit seinen vielen geschmacksintensiven Kräutern. Gegenüber dem Eingang liegt die Küche, die mit vielen antiken Küchengegenständen aufwartet. Rechts bzw. links geht dann jeweils ein Gastraum ab. Maximal 30 Gäste können in beiden Räumen bewirtet werden.
Für uns war es der dritte Besuch in Dieterode seit September 2010. Der Abend war abgestimmt auf einen Gänsebraten, der im Gussofen in Niedrigtemperatur zubereitet wurde. Fast 6 Std. wurde die Gans gebraten, heraus kam ein wunderbar saftiger Braten. Als Beilage gab es Knödel, Rotkraut und gefüllter Bratapfel. Als Einstimmung vorweg gab es Flammekuchen. Einmal nach Elsässer Art sowie einmal mit Birnen und Stilton Käse belegt. Ein Schokoladeneis bzw. Orangeneis mit Orangenspalten aus der Schokoladen Manufaktur Goldhelm in Erfurt, bildeten den süßen Abschluss. Sommelier Markus überraschte wieder mit interessanten Weinen. Auch diesmal hatte er wieder sehr interessante Weine aus dem Anbaugebiet Saale- Unstrut im Angebot.
Stilvolles Ambiente, ausgesuchte Weine und eine italienische Küche die auf frischen Produkten beruht. Küchenchef Mimo Dora serviert seit fast 25 Jahren seine Küche in Kassel. Zuerst im Vorort Harlershausen und dann seit fast 20 Jahren in der Feerenstraße, gelegenen am Rande von Park Schönfeld. Mimo Dora, der aus Ägypten stammt und in Mailand eigentlich Maschinenbau studieren wollte, hat dann aber umgesattelt und hat seine Liebe zur italienischen Küche entdeckt. Seine Stärke liegt vor allem Dingen auf Fischkreationen. Aber auch Fleisch- und Nudelspezialitäten stehen natürlich auf seiner Karte.
Neben dem eigentlichen Gastraum mit einem runden Erker, gibt es noch zwei Nebenräume, die für größere Veranstaltungen den idealen Rahmen bieten.
Wir hatten am Abend vorher reserviert und wurden von Frau Dora recht herzlich begrüßt und an unseren Tisch für vier Personen begleitet. Die Frage nach einen Aperitif wurde leider nicht gestellt.
Service-Chef Pantaleo di Corato brachte uns die doch umfangreiche Speisekarte, zusätzlich wurde noch eine große Schiefertafel an den Tisch gerollt. Auf beiden Seiten der Tafel wurden noch verschiedene Tagesempfehlungen ausgesprochen. Nach meiner Auffassung des Guten zu viel.
Gegen den ersten Hunger wurde angenehm warmes Pizzabrot mit Olivenöl und Rosmarin gereicht
Nach eingehender Diskussion mit dem Service-Chef einigten wir uns auf folgendes Menü.
Als ersten Gang gab es gratinierte Jakobsmuschel, danach ein Seesaibling in einer Zitronen Weißweinsauce. Als kleine Erfrischung dann ein Mangosorbet. Als Fleischgang ein Lammcarré mit Bohnen und Rosmarinkartoffeln. Als süßen Abschluss Quitten in Karamell und einem Vanilleeis.
Bei den Weinen haben wir uns auf den Servicechef verlassen. Nach kurzer Diskussion wurde für die beiden ersten Gänge ein Weißwein aus Sizilien ausgesucht. Zum Lammcarré dann ein kräftiger Rotwein aus Sardinien ( Corash Riserva) . Beide Weine wurden mit der richtigen Temperatur serviert.
Zum Abschluss noch ein Tässchen Espresso, dazu gab es ausgezeichnete hausgemachte Pralinen.
Fazit: Eine interessante italienische Küche mit frischen Produkten. Ein Servicechef der gekonnt und souverän den Service leitete. Hin und wieder machte er allerdings auf Oberlehrer. Dies besonders bei der richtigen Temperatur von Weinen und in der Diskussion über die Herstellung des Mangosorbets. Nach seinen Erzählungen, hat er in großen Häusern gearbeitet, unter anderen auch 1974 im legendären Tantris zu München. Damals war Ekckhart Witzigmann Chefkoch im Tantris.
01 Jacobsmuscheln
Gratinierte Jakobsmuscheln in der Schale
02 Seesaibling
Seesaibling mit Zitronen-Weißwein Sauce
03 Mangosorbet
04 Lamm
Lammkaree in feiner Thymianfondsauce mit Dickbohnen und Rosmarinkartoffeln
La Galleria, ein Restaurant mit italienischer Küche, gelegen in Kassel Wilhelmshöhe. Verkehrstechnisch gut zu erreichen.
Auto: Parkplätze in einer Tiefgarage unter dem Gebäude. Parkgebühren werden vom Restaurant erstattet.
Straßenbahn/Bahn: Gegenüber liegt der ICE Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe mit diversen Anbindungen.
Unter einer Kuppel, in einem vier geschossigen Einkaufszentrum, ist das Restaurant untergebracht. Die Tische, weiß eingedeckt mit Stoffservietten, stehen auf einer Art Piazza. Getrennt vom übrigen Publikumsverkehr wird das ganze durch gläserne Schränke. In diesen stehen geleerte Weinflaschen. Bei voll besetztem Haus ist die Geräuschkulisse doch recht hoch, Gemütlichkeit kommt bestimmt nicht auf, ist vielleicht von den Inhabern auch gar nicht gewollt.
01 Bruschetta
Bruschetta Claudio Ciabatta – Brot mit Gorgonzola, Mascarpone und Honig
02 Bruschetta
Bruschetta Caprese Ciabatta – Brot mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum überbacken
03 Jacobsmuschel
Gemüsestampf mit Basilikumschaum und Jacobsmuscheln