Steinheuer Heppingen

Steinheuer Heppingen

Gabriele und Hans Stefan Steinheuer

Landskroner Straße 110

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Ortsteil Heppingen)

Telefon 0 26 41/9 48 60

Telefax 0 26 41/94 86 10

E-Mail info@steinheuers.de

http://www.steinheuers.de

Das Landgasthaus und Gourmetrestaurant Steinheuer in Heppingen war letzte Station unserer Reise. Von Reims ging zunächst es auf der Autobahn nach Saint Quentin.  Das nächste Ziel war Dinant in Belgien. Für mich die beste Gelegenheit unsere 4. Etappe der nächsten Radtour abzufahren. Danach durch die belgischen Ardennen nach Monschau. Die 5. Etappe wird es in sich haben. 130 km und ca. 1600 Höhenmeter werden uns erwarten. Von Monschau dann in Richtung Heppingen.

Die Übernachtung erfolgte Im Haupthaus. Das Zimmer geschmackvoll eingerichtet und  mit großzügigen Bad. Die Isolierten Fenster dämpften den Verkehrslärm der direkt am Gebäude vorbei führenden Straße. Pech hatten wir allerdings, dass WLAN  im Zimmer nicht funktionierte.

Vorbei an der Poststube, die im Übrigen an diesen Abend voll belegt war, geht es in das Gourmetrestaurant. Der Raum eingerichtet mit dunklen Palisandermöbeln,  burgunderroter Teppich und weißen Tischdecken.  Auch hier, wie am Abend vorher in Reims, ist die Beleuchtung nicht optimal.

 

Der Service unter Leitung von Gabriele Steinheuer und Sommelier Sebastian Bordthäuser war tadellos. Unaufgeregt und souverän wurde beraten und serviert.

Ein besonderer „Hingucker“ ist die von Gabriele Steinheuer  gestaltete Speisekarte. Mit schwungvoller Schrift sind zwei Menüs mit ja 7 Gängen aufgeführt. Dazu kommen kleine Appetizer, Amuse-Gueule, Pre-Dessert und Patisseries.

Meine Frau nahm das Herbst Menü, während dessen ich zwischen Herbst und klassischen Menü hin und her wechselte.

Fazit: Was dann auf den Tisch kommt, gehört in die Spitzenklasse der deutschen Gourmetszene.  Von deftigen Geschmacksnuancen beim Ferkel mit Herbstfrüchten bis hin zur feinen Aromenvielfalt beim Rehrücken.

 

Hecht und Aal mit Blutwurst und Apfel

Carabinero mit Gelbschwanzmakrele, Kopfsalat, Grapefruit und Joghurt.

Jakobsmuschel mit Blumenkohl , Schalottennd Maciscreme

Landei im Glas  auf Rucola mit Risottoschaum, Culattelo.

Ferkel mit Herbstfrüchten, Kümmeljus

Rehrücken mit Steinpilzen mit jungen Kohl aus unserem Garten

Feigen, Haselnuß, Nougat

Aprikosen und Tansania-Schokolade

Besucht am Freitag 21.09.2012

PS: Leider sind die Bilder von minderer Qualität. Schlechte Grundbeleuchtung und kein Blitz.

L’Assiette Champenoise – Das Restaurant

Das Restaurant

Arnaud Lallement,  hat nach seinem Studium an der „Hotel School von Strassburg,  bei großen Namen der Französisch Küche gearbeitet. Bei Roger Verge, ehemaliger Chef der legendären Moulin de Mougins, bei Michel Guérard sowie im Restaurant Alain Chapel in Mionnay.

Mit 24 Jahren  übernahm er die Leitung des Restaurants L’Assiette Champenoise bei Reims. Im Jahr 2001 bekam er den ersten Michelin Stern, im Jahr 2005 folgte der zweite.

Der Abend begann mit einem Champagner von Krug für Madam, ich selbst begnügte mich mit einem Pastis als Aperitif. Von unseren Tisch hatten wir einen schönen Blick in Garten bzw. auf die Terrasse. Die 10 Tische sind in einem großzügigen Abstand voneinander gestellt. Der Restaurantraum, mit einer großen Fensterfront, wirkt mit seinen weiß eingedeckte Tische sehr großzügig. Lediglich die Beleuchtung konnte uns nicht gefallen. Es fehlte einfach die Grundbeleuchtung, die Tischbeleuchtung bestand lediglich aus Kerzenschein. Architektonisch ausgezeichnet, aber um zu  sehen was  serviert wurde sehr schlecht.

Die Speisekarte verzeichnet drei Menüs. Verschiedene Gerichte aus den Menüs werden auch a la Carte angeboten.

Heritage, eine Wiederentdeckung der Gerichte aus 37 Jahren. Für 198€ ohne Angaben von Gängen

Saveur. 6 Gänge für 158 €,

sowie Goût, 5 Gänge für 138 €.

Wir entschieden uns für das Menü Goût dazu ein Dessert.

Nachdem Butter und Brötchen auf dem Tisch standen, kam der Sommelier mit seiner Weinkarte. Von einer Karte kann man eigentlich nicht sprechen. Es war ein Ungetüm. Schwer und unhandlich. Natürlich waren all die großen Namen der Weinwelt vorhanden. Ohne Hilfe kann man hier nicht durchsteigen.

Zusammen mit dem, auch deutsch sprechenden, Sommelier einigten wir uns auf folgende Weine:

½ Chassagne Montrachet 1er Cru „Les Caillerets“ J.M Morey 2008

2 Gläser de Dommaine Avela cuvee Theodore 2008 „Languedoc“

2 Gläser Vintage 2009 Mas Amiel

Zu dem Aperitif wurden vier Kleinigkeiten Aufgetragen. Sehr gut der Thunfisch und die Gänselebercreme.

 

Als Amuse Bouche wurde ein Karotten-Orangen-Süppchen serviert. Als Einlage ein Stück Lachs. Das Süppchen gut gewürzt, der Lachs nicht roh sondern leicht gegart.

 

Beim nachfolgenden Menü kam für uns viel Neues auf dem Tisch. Interessanteste Neuigkeit war das Servieren der Gänge auf jeweils 2 Tellern. Auf einem Teller die Hauptzutat, auf dem anderen die Beilagen. Auf dem Tisch wurde es oft sehr eng da die Teller auch Ø von über 30 cm hatten.

Das Menü

Flusskrebse mit Gemüse und Gewürzen.

 Seebarsch mit Wellhornschnecke

 Schwarzes Schwein mit Kartoffeln 

 Käsewagen  Fromages von Philippe Olivier

Dessert: Schokolade – Gourmandises

Zum Abschluss wurde ein Tee- und Kaffeewagen vorgeschoben. Aus 9 verschiedenen Kräuter-mischungen konnte  Tee bzw. aus 3 verschiedenen Kaffeeanbaugebieten konnte Kaffee individuell zusammengestellt werden. Ich entschied mich für einen Tee von Bohnenkraut, Madam für einen Kaffee Brésil.

 Fazit: Ein gelungener Abend in angenehmer Atmosphäre. Netter, kompetenter und unauf-dringlicher Service. Die Küche überzeugt durch Kreativität und Wohlgeschmack.

PS: Leider sind die Bilder von minderer Qualität. Schlechte Grundbeleuchtung und kein Blitz.

Speisekarte siehe hier.

Restaurant Kei – Paris

Restaurant Kei

5 Rue Coq Héron  

75001 Paris, Frankreich
Tel. 01 42 33 14 74

 

Eine gute Art sich durch Paris fortzubewegen ist es ein Taxi zu  nehmen. Taxis sind überraschender Weise relativ günstig. Unsere Touren waren selten teurer als 10 €.

Man muss jedoch folgendes wissen:

Taxis nehmen nur bis zu 3 Personen mit, der Beifahrersitz bleibt unbesetzt.  Die Taxifahrer in Paris stehen nicht in dem Ruf besonders freundlich zu sein. Wir hatten aber Glück. Wird ein Taxi telefonisch bestellt muss man auch den Preis für die Anfahrt bezahlen.  Wartezeit, an Ampeln oder im Stau kosten ca. 0,31 Euro/Minute. Gepäck über 5 kg kostet ebenfalls Aufpreis.

Warum erwähne ich das?  Folgendes ist passiert.  Für die Fahrt in das Restaurant hatten wir über das Hotel ein Taxi bestellt. Jetzt muss man wissen, dass die Rue Jules César eine Ein-bahnstraße ist. Die Rue ist ca. 200 m lang. Gerade als das Taxi in die Rue einbiegen wollte, bog ein Müllwagen in die Straße ein. Es dauerte ca. 10 Min. bis sich der Müllwagen durch- gekämpft  hatte. Bis das Taxi am Hotel war, standen bereits 6 € auf dem Tacho. Die Fahrt in das Restaurant dauerte ca. 20 Min. und kostete „nur“ 7 €. Einschließlich Trinkgeld 15 €.

Das Restaurant Kei wird in den verschiedensten Führer und auf Internetplattformen hoch gelobt.

Keisuke Kobayashi hat jahrelang in bekannten französischen Spitzenrestaurants gearbeitet. Unter anderen im Le Cerf, Marlenheim  und dann 7 Jahre im  Restaurant Alain Ducasse im Plaza Athenee in Paris (3 Sterne) unter  Führung von Jean-Francois Piege und Christophe Moret. 2011 übernahm er zusammen mit seiner Frau kein leichtes Erbe. Sie übernahmen das Restaurant von Gérard Besson.  Bei der Verteilung der Sterne wurde Kei nicht übersehen. Der erste Stern kam bereits im ersten Jahr.

Der Eingang des Hotels in hell beleuchtet. Nur der Aushang der Speisekarte zeigt uns, dass wir richtig sind. Freundlicher Empfang durch die Hausherrin und sie begleitet uns in den Speisesaal. Der Raum zeigt mit Grau und Silber zarte und harmonische Farben und wird durch einen großen Spiegel „aufgeweitet“. Auch gibt es eine gute Beleuchtung.

Eine Woche später im Hôtel-Restaurant L’Assiette Champenoise bzw. bei Steinheuer sieht das leider anders aus.

Die Speisekarte, die eigentlich keine ist, weißt lediglich 2 Menüs aus. Composition 1 für 95 € und Composition 2 für 118 €. Auch kein Hinweis auf die Anzahl der Gänge. Wir lassen uns Überraschen und wählen Composition 1 aus.

Brot und zweierlei Butter stehen ebenso wie Mineralwasser schnell auf dem Tisch. Besonders die Salzbutter aus der Normandie schmeckt vorzüglich. Dazu als Aperitif ein Glas Champagner.

 Als  Amuse Bouche  werden serviert

 

Solide, aber nichts umwerfendes, kaum Geschmack    beim Basilikumdrink.

Zu den Weinen. Mit dem sehr souveränen Sommelier wurden ausgesucht. Je 0,37 l

  

Erster Gang:

Gemüseteller: 5 verschiedene Tomatensorten, dazu eine fruchtige Tomatensoße. Eine dünne gelbe Zucchinischeibe brachte den „Biss“ in diesen Gang. Rucola und Blüten brachten Farbe auf den Teller.

Zweiter Gang:

Loup de mer mit roter Beete : Der Fisch noch leicht glasig und mit einer krossen Haut. Dazu Kumquats und Creme fraiche mit Zitrone abgeschmeckt. Die rote Beete als „Kleckse“ auf dem Teller verteilt. Dazu Kräuter und Sprossen. Ein harmonischer und gut abgeschmeckter Gang.

Dritter Gang:

Hummer mit Brunnenkresse und Polenta: Das interessanteste waren hier die vier verschiedenen Gewürze. Der Hummer eingepackt in einer krosse Panade.

Vierter Gang:

Boeuf, Saisongemüse, Kartoffelpüree: Das Fleisch aus dem Rippenstück geschnitten, zart aber mit festem Biss. Man müsste schon kräftig kauen. Das Fettstück schmeckte wunderbar. Luftiges Püree. Das Gemüse konnte man nur ahnen. Ansonsten ein ausgewogener Gang.

Fünfter Gang:

Käse:  Schlicht, einfach. Es gibt bessere Käsegänge

Sechster Gang:

Dessertteller:  Zum Abschluss erfrischende Sorbets, Früchte und Schokolade.

Gourmandise: Zum Espresso verschiedene süße Häppchen und ein 1944 Kirsch.

  

Fazit: Ein außergewöhnliches Essvergnügen.  Sehr kompetenter   und souveräner Service. Die Küche hat bestimmt   noch „Luft“ nach oben.

Vau – Berlin

Vau Berlin 27.08.2012 PS: (das Restaurant ist geschlossen)

Montags geschlossen. So heißt es in 6 von 10  Restaurants mit Stern in Berlin. Facil, Hartmann’s, Fischer’s Fritz und das Vau haben auch montags geöffnet.

Im Facil war ich bereits im April, das Hartmann’s lag etwas abseits, ins Fischer’s Fritz möchte ich mit Begleitung gehen. Bleib also das Vau übrig. Vorteil war auch, dass das in der Jägerstraße liegende Restaurant vom Hotel her gut zu Fuß erreichbar war. Nach meiner Anreise mit dem Rennrad eine willkommene Abwechslung.

Ich hatte natürlich reserviert und war gegen 19.00 Uhr im Restaurant. Freundliche Begrüßung und Begleitung zum Tisch.  In einem  langen, schmalen Raum mit modernem  Ambiente, bieten die  Tische ausreichend Platz.  Als Aperitif wählte ich einen 2008 Riesling Sekt von Proschwitz. Das 0.1 l Glas für 10.00 €.  Dazu verschiedene Sorten Brot und Salzbutter. Durch den Abend begleitete mich mit viel Freude und Sachverstand Gürkan Ayrik.

Als erstes Amuse Bouche eine Auster in Curryschaum, Frisch und wohlschmeckend.  Als zweites Amuse Bouche einen belanglose panierten Fisch. (Rotzunge?)

Aus dem August – Menü wählte ich  folgende vier Gänge:

Seeteufel,

Huhn

Käse

Tee und Schokolade

1.         Gang: Seeteufel mit Schluppen, Dill und Zitrone

Ein perfekt gegarter  Seeteufel ruhte auf einem Bett von Schluppen und einer leichten Dillsauce. Sowohl Zitrone als auch Safran waren sehr zurück haltend eingesetzt. Der Fisch stand im Mittelpunkt.

(Schluppen = Frühlingszwiebeln)

Dazu ein 2011 Sauvigon von Zeter Pfalz (0.1 l= 11.00 €)

 2.         Gang: Escabeche vom Marensin Huhn mit Aubergine und Olivenschmand

Man lernt nie aus. Escabeche und Marensin Huhn, zwei Begriffe, die ich in meinem  langen Gouermetleben noch nicht gehört hatte.

Escabeche, ein traditionelles Gericht der iberischen, südamerikanischen und nordafrikanischen Küche. Normalerweise wird Fisch in Mehl gewendet und in Öl gebraten und  in einer Marinade aus Öl, Essig, Wasser, Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Möhren, Paprika und Gewürzen eingelegt und mindestens 24 Stunden gebeizt. Hier wurde ein Huhn  gebeizt.

Merensin-Huhn: (die „Marensine“= transportablen Hühnerstall)

Ganz im Süden Frankreichs, im Département „Landes“, werden hier in Pinienwäldern die Tiere in völliger Freiheit aufgezogen. Das Hauptfutter besteht zu 80 % aus Mais, dazu kommen 15% Soja, 3% Mineralien und Vitamine und 2% Luzerne. Zusammen mit Kräutern, Gräsern und Insekten des Unterholzes nehmen die Hühner beste natürliche und artgerechte Nahrung zu sich. Nach mindestens 88 Tagen Aufzucht in Freiheit (i. d. R. jedoch 100 Tage) werden die Hühner geschlachtet.am.

Gut gebratenes Fleisch mit fester Struktur, einem leichten säuerlichen Geschmack und krosser Haut. Relativ kleine Auberginentarte und von der Würze her ein ausbalancierte Olivenölschmand.

Dazu ein 2009 Auxerois, Beck Rheinhessen (0.1 l = 14.00 €)

3.         Junger Ziegenkäse mit Zucchiniblüte und Honig

Ziegenkäse und Honig passen fast immer.  Zucchini-blüte und „Zucchininudeln“, waren erfrischende Begleiter zum Käse.

Dazu: Auf Empfehlung von Gürkan Ayrik. Gab es diesmal kein Rotwein sondern  „Alte Zwetschge Exuisit von Gansloser. Eine gute Empfehlung.

4.         „Grüner Garten“ mit Matcha Tee, eingelegten Kirschen und Schokoladenmousse

Das Dessert nicht aus dem Menü sondern a la Carte.

Dieser japanische grüne Tee scheint in der „Sternengastronomie“ Mode zu sein.

Ein erfreulich erfrischender Abschluss.

Dazu 2008 Casta Diva rot Alicante (0.05 l = 8.00 €)

Zum Abschluss noch Espresso mit Süssigkeiten und einen 1985 Calvados Boulard.

Fazit: Freundlicher und kompetenter Service, gutes Essen. Der  Stern ist verdient, unter Kreativwerkstatt stelle ich mir allerdings etwas anders vor.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/08/29/vau-berlin-2/

Aumer’s la Vie – Nürnberg 2012

 

Aumer‘s la Vie Nürnberg 29.06.2012 (mittags)

Bei hochsommerlichen Temperaturen haben wir kurz vor einem Termin im Germanischen Nationalmuseum noch ein kleines Mittagessen auf der Terrasse im Aumer’s  genossen. Die Lage genau gegenüber dem Museum kann Fluch und Segen zugleich sein.  Nicht alle Kunstliebhaber sind auch Genussliebhaber. Sprüche wie: „ Sieht aber teuer aus.“ oder „ Steht ja kaum was auf der Karte“. waren zu hören.

Der Service hat mit sehr viel Geduld und Können aber alles hervorragend gelöst.

Vorab gab es dreierlei Brot, dazu Butter, Olivenöl und Meersalz. Als Getränk Mineralwasser und ein gut gekühlter Silvaner von Brennfleck.

 Gazpacho mit Zander

Gut gekühlt, herzhaft gewürzt. Das Richtige bei diesen Temperaturen.

 

 Jakobsmuschel – Steinpilze

Die Jakobsmuschel einmal als Tatar und einmal gebraten. Das Tatar dezent gewürzt, die gebratene Muschel noch leicht glasig. Dazu gebratene Steinpilze auf einer Mandelcreme. Mit den ganzen Mandeln hatte man auch etwas zum „beißen“  

 Zum Abschluss noch eine Kugel Apfel-Koriander Sorbet. (leider ohne Bild)

 Fazit: Beim nächsten Besuch in Nürnberg steht  Aumer’s wieder auf der Liste. Dann aber mit dem vollen Programm.

Die Bar

Terrasse

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/07/03/aumers-nurnberg/

 

2012 Essigbrätlein – Nürnberg

28.06.2012 Essigbrätlein Nürnberg

Wieder einmal in Nürnberg und im Essigbrätlein. Wie in den Jahren zuvor hatten wir wieder reserviert und wurden an diesem sonnigen Mittag von zwei jungen Damen recht herzlich begrüßt und an den Tisch begleitet. Wie wir später erfuhren, hatte Sommelier Ivan Jakir  seinen freien Tag. Die beiden Damen machten ihre Sache sehr gut, wobei allerdings die Routine die Jakir an den Tag legt, natürlicherweise noch nicht vorhanden war.  Nach der Bestellung des Aperitifs wurden drei kleine Amuse Bouche im kurzen Abstand an den Tisch gebracht. Auch Brot und wie üblich die Erbsenbutter wurden ebenfalls recht zügig serviert.

Bei den Amuse Bouche die ersten Änderungen. Die gefüllten Teigröllchen, in den letzten Jahren immer Bestandteil im Menü, wurden diesmal nicht serviert. Es wurden drei „kleine Gabelbissen“ serviert.

Basilikum mit Jogurt

Traube mit Tannensprossen.

Spinat mit Nuss

Die Mittagskarte bot ein Viergangmenü an, dieses wurde im einen zusätzlichen Gang (Lamm) erweitert. Wir verzichteten diesmal auf ein Weinmenü, folgten aber den Vorschlägen des Services und wurden nicht enttäuscht.

Das folgende Menü zeigte doch sehr deutlich, dass Köthe und Ollech im letzten Jahr nochmals einen positiven Sprung in Ausführung und Geschmacksakkorde gemacht haben.

Seeforelle mit Stachelbeeren 

Dazu : 2010 Weißer Burgunder – Weingut von Winningen – Deidesheim/Pfalz

Was lag da nicht alles auf dem Teller. Vier Stückchen Fisch, toppfrisch und von fester Konsistenz. Dazu Fenchel, Staudensellerie und Rettich, der eine gewisse Schärfe an das Gericht brachte. Dazu Scheiben vom Champignon, sowie Dill und Taubenkropf-Leimkraut. Das Ganze überzogen mit einer leichten und säuerlichen Sauce.

Kohlrabi mit weißem Mohn

Die Kohlrabi sowie die Mandeln in drei verschiedenen Texturen und Geschmacks-richtungen serviert. Die Kohlrabi einmal als Rohe Scheibe, gegart mit Schale und die Kohlblätter als Sauce. Ebenso die Mandeln. Ganz, geröstet und als Sauce.

Lamm mit Feldsalat

Dazu 2006 Clos Puy Arnaud – Thierry Vallette – Bordeaux

Dieser Gang wäre fast perfekt gewesen, wenn man etwas mehr „Lammgeschmack“ gespürt hätte. Das Fleisch durch und durch rosa mit leichten Röstaromen. Der Feldsalat wie ein Spinat angemacht.

Reh mir Sellerie

Dazu: 2005 Cabernet Sauvignon ***- Weingut Luckert – Sulzfeld/Franken

Auch das glasierte Reh war auf den Punkt gegart. Der Sellerie wiederrum mit drei verschieden Texturen. Sehr geschmacksintensiv mit tollem Selleriegeschmack die gegarte Knolle mit dem Krautansatz.

Aprikose mit Reiseis

Dazu: 2010 „Rödelseer Küchenmeister“ Riesling Auslese – Weingut Weltner, Rödelsee/Franken

Das Dessert viel gegenüber den anderen Gängen doch etwas ab. Wobei das Reiseis mir persönlich sehr gut schmeckte.

Zum Abschluss:

Danach die üblichen Kalorien in Form von Schokolade. Den Abschluss dann mit Marille und Espresso.

Das Essigbrätlein war auch diesmal eine Reise wert.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/07/02/essigbratlein-nurnberg-2012/

Raffaello – Kassel

Nach dem anstrengendem Tag in Sangerhausen hatte ich keine Lust mehr mich in die Küche stellen. Daher ging es mit den französischen Gästen nach Kassel in das Restaurant Raffaello.

Zum Auftakt ein spritzigen Prosecco mit frischen Mandarinensaft, dazu ofenfrisches Pizzabrot mit Olivenöl und Rosmarin.

Gratinierte Jakobsmuscheln mit Feldsalat

Tagliatelle mit Garnelen und grünem Spargel

Beerensorbet

Seeteufel mit Griesflan und Spargel, Orangensauce

Zabaione mit Erdbeeren und Knusperkrokant.

Marie Therese, Ginette, Irmtraud, Wilfried, Erika

Besucht am 18.05.2012 (abends)

Restaurant Facil – Berlin

Restaurant Facil Berlin 26.04.2012

Nach unserem Besuch im Restaurant Margaux war eigentlich das neue Zwei Sterne Restaurant „reinstoff“ angesagt. Aber wie schon so oft gesagt: Wer so spät kommt…… Drei Tage vor unserem Besuch in Berlin scheiterte der Versuch im „reinstoff“ noch ein Tisch für zwei Personen zu bekommen. Also hieß es um zu planen. Meine Wahl fiel schließlich auf das  * Sternerestaurant Facil am Potsdamer Platz. Mein erster und letzter  Besuch im Facil lag schon fast acht Jahre zurück.

Das Restaurant, gelegen im fünften Stock des „The Mandala“ Hotels, ist eine Oase der Ruhe im hektischen Berlin. Drei Seiten des Raumes sind verglast, ebenso das Dach. Mitten im Raum plätschert ein kleiner Brunnen vor sich hin. Die Tische haben untereinander einen entsprechenden Abstand, so dass man sich seinen Partner ungestört unterhalten kann.

Die Begrüßung an diesen Abend fiel relativ kurz  und fast geschäftsmäßig aus. Nachdem wir Platz genommen hatten, kam natürlich die Frage nach einem Aperitif auf. Nach längerer Zeit, bestellten wir  wieder einmal einen Sherry. Die Wahl fiel auf einen Fino, Fernando de Castilla. Ein feiner fruchtiger Sherry, aber wir hätten ihn etwas kühler gewünscht. Verschiedene Sorten Brot und Butter sowie Aufstriche  standen relativ schnell auf dem Tisch.

Eins von drei Amuse Bouche

Aus dem Menüvorschlag wählten wir jeweils ein Vier Gänge Menü aus:

  1. Taube aus der Lausitz
  2. Felsenoktopus
  3. Müritz Lammrücken
  4. Dessert

Sowie

1.Felsenoktopus

2. Kabeljau

3. Bisonfilet

4 .Dessert

Folgende Weine wurden für dieses Menü ausgewählt:

2009 Gotes 0.1 Portal de Priorat

2009 Halbstück Weißburgunder 0.1 Weingut Friedrich Becker

2004 Cuvée X 0,375 – Weingut Knisper.

Alle ausgesuchten Weine passten sehr gut zu dem einzelnen Gängen.

Zum Abschluss des Abends noch einen Espresso sowie eine Marille aus der Brennerei Leismüller.

Fazit: Alle Gericht fein abgestimmt und gewürzt, aber das  Ah! Erlebnis wie am Abend vorher im Margaux stellte sich nicht ein.  

 Taube aus der Lausitz – Bete, Mohnöl und Holunder-Gaspacho

Felsenoktopus gegrillt – Artischoken und Tomatenmarmelade

Mütitz Lammrücken – Kraut und Rüben, Theobromajus

Dessert von Kalamansi und Schokolade

Süssigkeiten

Besucht am 26.04.2012 (abends)

Restaurant Margaux-Berlin

 

Michael Hoffmann, „ Koch und Gärtner“ bietet in seinem Restaurant Margaux, Berlin, eine hoch interessante  Küche  mit einem breiten Spektrum an Produkten, Zubereitungsarten und Aromen an. Der Verbrauch  von Fisch und Fleisch ist stark reduziert. Im Vordergrund stehen  saisonalen und lokalen Produkte aus der eigenen Gärtnerei oder von befreundeten Produzenten. Um diesen eigenständigen Weg in der Spitzengastronomie zu bestehen, muss man auch persönlich voll hinter diesem Weg stehen. Bei meinem Besuch im Margaux konnten wir uns davon überzeugen, dass Hoffmann und seine Mannschaft diesen Schritt konsequent umsetzen und dabei einen sehr hohen Qualitätsstandart halten.

Obwohl wir zwei Tage vorher telefonisch reserviert hatten, gab es einige Irritationen. Man fand unsere Anmeldung einfach nicht. Sommelier Gesumino Pireddu löste souverän die Situation  und leitete uns einfach zu einem freien Tisch.

Gesumino Pireddu, der in der legendären Aubergine in München den Service geleitetet hat,  führte  mit großer Erfahrung und Kenntnis durch den Abend.  Perfekt auch die  die jungen Damen im Service.

Mit Frau Hoffmann konnten wir während des Abend zweimal interessante Gespräche über die Ausrichtung der Küche in Richtung „Terroir Gemüse“ führen.

Zur Speisenkarte:

Menu 1: von  Fisch, Bresse – Geflügel & Gemüse

8 Gänge für 180 € oder 6 Gänge für 140 €, eine Weinbegleitung für 105/85 €

Menu 2: Terroir Gemüse

8 Gänge für  160 € oder 7 Gänge für 135 €, die Weinbegleitung für 90/80 €

 Dazu jeweils 3 kleine Häppchen zum Aperitif  und 5 Häppchen zum Finale.

 Wir entschieden uns für das Menü zwei und können sagen, dass wir die sonstigen  Hauptprodukte (Fisch, Fleisch) nicht vermisst haben. Man vergisst sie glatt, weil  Gerichte mit immer neue Reizen, Aromen und Texturen auf eine sehr überzeugende Weise serviert werden.

Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Gang eingehen, da  es ja keinen Vergleich zu unseren bisherigen Besuchen in Sternerestaurants gibt.  Das Essigbrätlein in Nürnberg geht einen ähnlich Konsequenten anderen Schritt in der Sternegastronomie. Hier stehen aber die Gewürze im Vordergrund.

Wenn überhaupt Kritik, dann beim Gang mit Aubergine, Süßkartoffeln und Pak Choi. Die angeblich süße Aubergine, die ca. 4 Wochen Zubereitung benötigte, schmeckte weder süß noch sonst nach etwas. Ein hartes und ledriges Stück lag da auf dem Teller.

Zu den Getränken. Als Aperitif einen köstlich prickelnde Traubensaft. Diesmal verzichteten wir auf ein Weinmenue und tranken eine vorzüglichen Weisswein vom Weingut Keller, Rheinhessen.

Zum Abschluss habe ich noch ein interessantes Gespräch mit Gesumino Pireddu geführt. Thema waren die letzten  40 Jahre Essen und Trinken in Deutschland. Hierfür vielen Dank an Herrn Pireddu.

 1. Amuse Bouche: Knäckebrotbaise, Molke, Kräuter& Blüten aus Wildsammlung

2. Amuse Bouche: Gemüsetapioka, Schwarzkümmel

3. Amuse Bouche: Bete, Meeretich, Senf, Kresse

Menü „Terroir Gemüse“

Sellerie, Radischen, Karotten – Gartenkräuter

Tobinambur, Schnittlauch, Trockenpflaume – Quitte, Limone

 

Berlitzer Spargel, Römischer Ampfer,Ingwer – Rhabarber, Kartoffel

Gemüse – Textur & Bouillon

„Ein Teller Spinat“ – Fette Henne, getrockneter Schnittlauch

Aubergine, Süßkartoffel, Rauch – Pak Choi, Schnittlauch, roter Rübenfond

Zitrone, Joghurt, Tee – Rauchmandeln

Final

Schokolade, Olivenöl, Rosa Pfeffer, Kakao, Curry, Essig-Marshmallows, Esterhazy, Cassis, Lebkuchen, Rote Bete

Grappa – der Abschluss

Besucht am 25.04.2012 (abends)

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/05/03/restaurant-margaux-berlin/

Bamira-Gran Canaria 04/12

01 Bamira
01 Bamira

03 Amuse Bouche-Kräutersüppchen

Amuse Bouche – Kräutersüppchen

04 Salpicon vom Lachs

Salpicon vom Lachs mit Schwammerlsalz 

05 Jacobsmuschel-Foie Gras

Nespresso von Jacobsmuschel auf Foie Gras

06 Langostino-Sauerrahmcreme

Langostino Sauerrahmcreme mit orientalischen Gewürzen

07 Wachtelei

Wachtelei auf japanischer Senfsauce mit Zitronenchili und Schalottenperlen

08 Wolfsbarsch

Wolfsbarsch auf Spinat und Polenta und Tomaten-Ingwer

09 Entenbrust

Entenbrust mit Bakchoi auf Apfel-Heidelbeersauce

10 Sorbet

Früchte Sorbet

 Mohr mit Schokosauce