Restaurant Philipp Soldan – Frankenberg

Das Restaurant Philipp Soldan ist das gastronomische Aushängeschild des Hotels Sonne Frankenberg. Das Restaurant ist seit November 2010 mit einem Stern im Michelin und seit November 2011 mit 16 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Das 24 Plätze umfassende Restaurant liegt im Untergeschoss des Hotels und wird von einem achtköpfigen Küchen- und Serviceteam betreut. Chefkoch ist Florian Hartmann, der dem Hause seit ca. zwei Jahren vorsteht, Chefsommelier ist Mario Hönighausen.

Ein Sohn der Stadt Frankenberg ist Namensgeber des Restaurants. Der Holzschnitzer und Formenschneider Philipp Soldaten hat vor mehr als 500 Jahren seine Spuren in Frankenberg hinterlassen.

Die Innenausstattung hat eine dezente Farbgebung aus Sandstein und bordeauxfarbenen Stoffen. Die  Raumaufteilung ist sehr großzügig. Die sechs Tische stehen sehr weit auseinander, so dass man Gespräche vom Nachbartisch kaum mitbekommt.

Unser Silvestermenü 2011 begann gegen 18:00 Uhr und endete nach 15 kleinen Gängen kurz vor Mitternacht. Hier ist eine kleine Kritik anzumerken. 18:00 Uhr war nach meiner Auffassung sehr früh. 1 Std. später wäre sinnvoller gewesen und die ersten fünf Gänge kamen in einen zu schnellen Abstand auf den Tisch.

Nach der netten Begrüßung durch Mario Hönighausen wurde mit einem Winzersekt von Stefan Breuer der Abend eröffnet. Danach kamen fünferlei Brötchen, zwei interessante Aufstriche sowie Salzbutter auf den Tisch. Bei den Aufstrichen handelte es sich erstens um ein Tomatenkompott mit Basilikum mit fantastischer Frische, sowie zweitens um einen Olivenaufstrich mit intensiven Oliven Geschmack.

Mit Mario Hönighausen einigten wir uns auf ein Weinmenü. Sieben verschiedenen Weinen für die 15 Gänge. Sieben Weine mit einer interessanten Reihenfolge. Nach zwei Weißweinen kam ein leichter Rotwein, gefolgt von einem Grünen Veltliner. Darauf folgte ein  Spätburgunder von Bernhard Huber, dann wiederum ein Sprung auf einen sehr trockenen Riesling aus der Pfalz und endete dann mit einer Trockenbeerenauslese von Kracher. Diese Reihenfolge war wohl dem Menü geschuldet, Gaumen und Magen mussten aber dabei Schwerstarbeit leisten.

01 Terrine
01 Terrine
Terrine von Enten-Rillettes und Entenleber.

Die Leber war umhüllt von dem Rillettes und begleitet von einem Amarena-Kirsch-Chutney. Geschmacklich fein abgestimmt, allerdings war das Verhältnis Terrine zu Chutney nicht ausgewogen. Es war zu viel Chutney auf dem Teller.

Langoustine auf Mango – Anans – Chutney (leider ohne Bild)

Nach dem geschmacklich doch intensiven Einstieg ein sehr leichter Gang mit einer noch glasigen Langoustine  und ein in der Süße zurückhalten Chutney.

03 Froschschenkel
03 Froschschenkel

Froschschenkel und Schneckenleber mit Petersilie.

Ein Höhepunkt des Abends, völlig neue Geschmacks Nuance wurden serviert. Die Schneckenleber mit sehr intensiven Lebergeschmack und der Kaviar mit einem leichten Touch  von Meerwasser.

Zu den ersten drei Gängen gab es  einem Schwarz-Weiß 2009vom Weingut Hans Schwarz vom Neusiedlersee.

Ein kraftvoller und opulenter Auftakt. Mit 14 % Alkohol für einen Auftakt eines Menüs zu schwer. Der Wein konnte allerdings mit seinen Mineralien und seiner feinen Säure überzeugen.

 

04 Auster
04 Auster

Zweierlei von der Auster.

Überzeugend die überbackene Auster mit Algen, die im eigenen Saft gelierte  Auster hätte ich allerdings gern durch eine frische Auster ersetzt gehabt

 

05 Buttermakrele
05 Buttermakrele

 

Buttermakrele im Chorizo Sud

Hier konnte der Fisch im Geschmack voll überzeugen. Leider war der Chorizo Geschmack durch die doch geringe Dosierung auf dem Teller kaum spürbar.

 

06 Wolfsbarsch
06 Wolfsbarsch

 Handgeangelter Wolfsbarsch, Bouillabaissercreme und  Oliven- Fenchelragout

Der nächste Höhepunkt. Ein Wolfsbarsch auf der Haut gebraten und noch leicht glasig, dazu eine Creme die nach den Früchten des Meeres schmeckte. Leider kam der Fenchelgeschmack beim Ragout nicht richtig zur Geltung.

 Dazu: Ein Grauburgunder Winklerberg GG 2008, Stigler, Baden

Bis hierher war die Reihenfolge des Menüs nachvollziehbar. Die nachfolgenden Gänge hätte ich allerdings in umgekehrter Reihenfolge serviert. Also zuerst Backhendl, Kalb und Chicorée mit dem Weißwein und danach Beeftea  und Jungschweinebäckchen mit dem Rotwein.

07 Beeftea
07 Beeftea
Beeftea

Sehr intensiverer und konzentrierter Rindfleischgeschmack. Diesen Gang hätte ich mir vor dem Rehrücken gewünscht. Beeftea wird ja sehr oft statt eines Sorbets serviert.

 

08 Jungschweinebäckchen
08 Jungschweinebäckchen

Jungschweinebäckchen auf Blutwurstgraupen

Ein sehr schmackhaftes aber doch rustikales Gericht. Das Bäckchen war sehr gut gegart, dazu Popcorn von der Schweinehaut.

 Dazu: Rosen Tradition 2008, Richard Östreicher, Franken

Die Lagerung im Eichenfass verleiht körperreiche Eleganz, schmeckt dabei rund und weich.

 

09 Backhendl
09 Backhendl

Backhendl vom Stubenküken mit Kartoffelsalat.

Krosse Panierung, saftiges Fleisch.

 

10 Kalb
10 Kalb

Niedertemperaturgegarte Oberschale vom Gold Label Kalb, Bittermandelcrème und weißer Trüffel .

Die Aromen harmonisch abgestimmt, leider war das Stück Fleisch sehr klein geraten.

 

11 Chicoree
11 Chicoree

Geschmorter Chicree, Bergamotte, Pomelo und Sauce Maltaise

Dazu: Grüner Velltiner Ried Lamm Kamptal DAC Reserve, Bründelmeyer, Kamptal

 

12 Rehrücken
12 Rehrücken

Rehrücken in Wachholdermilch pochiert, Tannennadelaroma

Gelungen, der beste Gang des Abends. Chefkoch Florian Hartmann brachte den Gang selbst an den Tisch. Das Wildfleisch auf den Punkt gegart. Dazu ein Früchtebrot und ein sehr gut gewürztes Rotkraut.

Dazu: Spätburgunder Bienenberg R 2005, Bernhard Huber, Baden.

Eine wahre Pracht dieser Rotwein von Bernhard Huber. Fein würzige Duftaromen.

 

13 La Ratte
13 La Ratte

 

Gebackene La Ratte Kartoffel mit Munster gefüllt

Dieser Gang, auch zusammen mit dem Riesling, konnte uns nicht überzeugen. Für uns der schwächste Gang des Abends.

 Dazu: Riesling WachenheimerBöhling PC 2008, Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz

 

14 Schokolade
14 Schokolade

 Variationen von der Manjarischokolade, Pasionsfrucht

 

15 Eiszapfen
15 Eiszapfen

Eisapfel und Kardamon

Dazu: Grand Cuvee No. 6 Trockenbeerenauslese, Alois Kracher, Neusiedlersee

 

16 Süsser Abschluss
16 Süsser Abschluss

Süsser Abschluss

Speisekarte siehe hier.

 

Gänsessen in der Hessenklause

Die Gaststätte Hessenklause in Altenritte, ein Stadtteil der Stadt Baunatal, hat eine fast 300 -jährige Tradition. Bereits 1690 stand ein Haus an dieser Straßenkreuzung. Die Anfänge der Gastronomie lassen sich auf die Jahre vor dem Bau des Herkules in Kassel festlegen, dieser wurde 1717 fertig gestellt. Nicht nur das Haus befindet sich seitdem im Besitz der Familie, sondern auch die Gastronomie wird von der Familie seitdem geführt.

Seit ca. drei Jahren führt nun Ellen Werner die Tradition der Familie fort. Sie hat ein recht schwieriges Erbe übernommen. Ihr Vater Horst, der ist leider vor ca. drei Jahren verstorben, war eine Institution in Altenritte. Ihre Mutter Edith war Chefin in der Küche und sie verstand es die nordhessischen Spezialitäten auf den Teller zu bringen.

Ellen hatte es am Anfang nicht einfach in diese großen Fußstapfen zu treten. Anscheinend sind diese Schwierigkeiten mittlerweile überwunden. Den Beweis legte sie uns vor kurzem auf die Teller.

Das traditionelle Gänseessen hatte unseren Stammtisch bewogen die Hessenklause aufzusuchen. Einige von uns hatten den Gänsebraten bestellt, andere wiederum bestellten à la Carte. Im Nebenzimmer war unser Tisch recht weihnachtlichen eingedeckt. Die Aufnahme der Getränke und das Servieren des ersten Bieres erfolgte Recht flott. Hier ist sollte man auf alle Fälle das Hütt Bier trinken. Diese Brauerei befindet sich in Rengershausen, ebenfalls ein Stadtteil der Stadt Baunatal. Besonders das Hütt Natur kann empfohlen werden.

Vorab wurde eine gehaltvolle Rindfleischsuppe mit Gemüseeinlage, sowie ein Feldsalat ein Schmand- Dressing serviert. Beides handwerklich in Ordnung. Allerdings hätte es beim Feldsalat etwas weniger Schmand sein können.

Die Teile der Gans wurden in zwei Gängen serviert. Als erstes die Keule.

Keule
Keule

Das Fleisch recht mürbe und löste sich schön von den Knochen. Allerdings hätte die Haut etwas krosser sein können. Auch eine Reklamation meinerseits und das Nachgrillen unter dem Salamander, brachten leider nicht den erwünschten Erfolg. Als Beilagen gab es Apfelrotkohl, Grünkohl, Kartoffelklöße und Apfelmus mit Preiselbeeren. Besonders der Apfelrotkohl war gut gewürzt. Auch die Sauce, mit Orangengeschmack, schmeckte vorzüglich.

Nach einer kurzen Pause wurde dann eine halbe Gänsebrust auf neuen Tellern serviert. Auch hier das Fleisch in Ordnung, aber leider fehlte auch hier die krosse Haut.

Gans Hessenklause
Gans Hessenklause

Zum Abschluss dann Rote Grütze mit Vanillesauce.

Vom Haus wurde dann eine Runde Marillenschnaps spendiert.

Ein gelungenes Abendessen in der altehrwürdigen Hessenklause zu Altenritte. Ellen Werner, die jetzige Chefin, hat in den beiden letzten Jahren sehr viel dazu gelernt. Weitere Verbesserungen sollten aber folgen.

 

Gasthaus Kraft – Schauenburg Breitenbach

Der Landgasthof Kraft steht  im Dorfkern von Breitenbach, Ortsteil der Gemeinde Schauenburg, ca. 20 km südwestlich von Kassel. Seit sechs Generationen befindet sich dieses stattliche Fachwerkgebäude im Eigentum der Familie Kraft. Dem Gast und der regionalen Küche verpflichtet  und dies seit fast 170 Jahren.

Seit nunmehr fast zwei Jahren weht ein neuer Wind im Gasthaus. Meik Kraft ist von seinen Lehr- und Wanderjahren in seinen Heimatort zurückgekehrt. Seine Lehre hat er bei Michael Fell im Egerner  Hof in Rottach Egern absolviert. Eine Küche mit Michelin Stern. Danach hatte er in so renommierten Häusern wie der „Ente“ in Wiesbaden, ebenfalls mit einem Michelin Stern ausgezeichnet und im Frankfurter Restaurant „King Kamehameha“ gearbeitet.

Wer nun meint eine kulinarische Revolution wäre im Gasthaus Kraft ausgebrochen,  der irrt sich. Auch weiterhin gibt es die frische und schmackhafte Küche für die der Vater von Meik, Günter Kraft, bisher verantwortlich war. Da stehen also auch weiterhin  Steaks oder  Schnitzel in den verschiedensten Ausführungen und den passenden Beilagen auf der Karte. Nicht zu vergessen der Jahreszeit entsprechend der knusprige Gänsebraten oder die Schlachteplatte aus eigener Schlachtung.

Keine radikale Veränderung sondern behutsame Erneuerung mit frischen und regionalen Produkten ist angesagt. Gerade die regionalen Produkte stehen bei Meik  im Vordergrund. Das nordhessische Weckewerk kommt bei ihm wieder zu Ehren. So füllt er zum Beispiel Kartoffelklöße mit diesem Weckewerk und serviert diese Köstlichkeit auf einem Rahmwirsing. Auch Blut- und Leberwurst kommen bei ihm zum Einsatz.  Heraus kommen Gerichte mit Überraschungseffekten und besonderen Geschmackserlebnissen.

Seit Meik Kraft in der Küche steht, war ich nun zum dritten Mal im Gasthaus und stelle fest, dass sich Meik anscheinend frei geschwommen hat. Seine besonderen Kreationen bietet er auf einer besonderen Wochenempfehlung seinen Gästen an. Diesmal waren es eine Vorspeise, zwei Suppen, sieben Hauptgerichte und ein  Dessert.

Aus diesen Gerichten stellte ich mir ein  drei Gang Menü zusammen.

Kartoffelsuppe mit Blutwurstpraline                                                                    3,90 €

geschmorte Ochsenbacke, Serviettenknödel und Rotkohl                        14,50 €

Lebkuchen Crème Brûlée   mit Bratapfelkompott und Spekulatiuseis  5,50 €

 

Kartoffelsuppe
Kartoffelsuppe
Kartoffelsuppe mit Blutwurstpraline

Eine sämige Suppe, der leider der letzte Pfiff in Punkto Würze fehlte. Etwas Muskat z.B. hätte den letzten Pfiff gegeben. Sehr interessant die Praline. Die Blutwurst in einer frittierten Kartoffelhülle. Gute Umsetzung von regionalen Produkten

 

Ochsenbacke mit Rotkraut
Ochsenbacke mit Rotkraut
geschmorte Ochsenbacke, Serviettenknödel und Rotkohl

Mürbes Fleisch, schmackhafter Rotkohl. Lediglich die gebratenen Serviettenknödel waren etwas belanglos. (Fertigprodukt?)

 

Lebkuchen
Lebkuchen
 
 Lebkuchen Crème Brûlée   mit Bratapfelkompott und Spekulatiuseis 

Vorweihnachtliche Geschmackssymphonie. Beim Anrichten wäre es wahrscheinlich sinnvoller gewesen, das Eis nicht direkt auf den Kompott zu legen. Die Gewürze bei Eis und Kompott waren fast identisch.

Fazit: Für die nordhessische Region eine gute Küche. Dies kann aber nach meiner Auffassung nur der erste Schritt sein, Meik Kraft hat noch weiteres Potenzial um die Küche weiter voranzubringen.

Getrunken an dem Abend habe ich alkoholfreies Bier, da ich mit dem Auto unterwegs war. Durch die beiden anderen Besuche im Gasthaus Kraft weiß ich allerdings, dass die Weinauswahl nicht besonders ist. Hier sollte sich die Familie Kraft doch einige gute, preiswerte deutsche Weiß- und Rotweine  in den Keller legen.

Der Anfang ist gemacht, man ist auf dem richtigen Wege.

Hotel Gasthaus Kraft

Hauptstraße 38,

34270 Schauenburg

00495601 93180

.00495601 931822

 info@hotel-gasthaus-kraft.de

www.hotel-gasthaus-kraft.de

 

St.Georges – Dieterode 2011-12

St.Georges
St.Georges

Restaurant St. Georges

Dorfstrasse 16a

37318 Dieterode

+49-36082-42128

+49-36082-90368

http://www.st-georges-online.de/

An den Wochenenden, von Mitte April bis Ende Dezember, kommt Leben in das Fachwerkgebäude im kleinen Ort Dieterode im Eichsfeld. Hier offeriert Dr. Werner Freund am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend seine Vorstellung von französischen Landleben. Hinter dem Brettertor liegt ein romantischer Innenhof. Hier lodert ein schwerer Gussofen indem er einen Teil seiner Gerichte zubereitet. Vom Innenhof erreicht man auch einen wild romantischen Garten mit seinen vielen geschmacksintensiven Kräutern. Gegenüber dem Eingang liegt die Küche, die mit vielen antiken Küchengegenständen aufwartet. Rechts bzw. links geht dann jeweils ein Gastraum ab. Maximal 30 Gäste können in beiden Räumen bewirtet werden.

Für uns war es der dritte Besuch in Dieterode seit September 2010. Der Abend war abgestimmt auf einen Gänsebraten, der im Gussofen in Niedrigtemperatur zubereitet wurde. Fast 6 Std. wurde die Gans gebraten, heraus kam ein wunderbar saftiger Braten. Als Beilage gab es Knödel, Rotkraut und gefüllter Bratapfel. Als Einstimmung vorweg gab es Flammekuchen. Einmal nach Elsässer Art sowie einmal mit Birnen und Stilton Käse belegt. Ein Schokoladeneis bzw. Orangeneis mit Orangenspalten aus der Schokoladen Manufaktur Goldhelm in Erfurt, bildeten den süßen Abschluss. Sommelier Markus überraschte wieder mit interessanten Weinen. Auch diesmal hatte er wieder sehr interessante Weine aus dem Anbaugebiet Saale- Unstrut im Angebot.

Flammekuchen
Flammekuchen
 
Gans
Gans
 
Gans-Rotkraut-Knödel
Gans-Rotkraut-Knödel
 
Bratapfel
Bratapfel
 
Schoko-Orangen Eis
Schoko-Orangen Eis
 

 

Ristorante Raffaello – Kassel

Ristorante Raffaello

Inh. Fam. Dora

Feerenstraße 7

34121 Kassel

Telefon: 0561/284007

Fax: 0561/284007

E-Mail: ristoranteraffaello@web.de

http://www.ristoranteraffaello.de

Stilvolles Ambiente, ausgesuchte Weine und eine italienische Küche die  auf frischen Produkten  beruht. Küchenchef Mimo Dora serviert seit fast 25 Jahren seine Küche in Kassel. Zuerst im Vorort Harlershausen und dann seit fast 20 Jahren in der Feerenstraße,  gelegenen am Rande von Park Schönfeld. Mimo Dora,  der aus Ägypten stammt und in Mailand eigentlich Maschinenbau studieren wollte, hat dann aber umgesattelt und hat seine Liebe zur italienischen Küche entdeckt. Seine Stärke liegt vor allem Dingen auf Fischkreationen. Aber auch Fleisch- und  Nudelspezialitäten stehen natürlich auf seiner Karte.

Neben dem eigentlichen Gastraum mit einem runden Erker, gibt es noch zwei Nebenräume, die für größere Veranstaltungen den idealen Rahmen bieten.

Wir hatten am Abend vorher reserviert und wurden von Frau Dora recht herzlich begrüßt und an unseren Tisch für vier Personen begleitet. Die Frage nach einen Aperitif wurde leider nicht gestellt.

Service-Chef Pantaleo di Corato brachte uns die doch umfangreiche Speisekarte, zusätzlich wurde noch eine große Schiefertafel an den Tisch gerollt. Auf beiden Seiten der Tafel wurden noch verschiedene Tagesempfehlungen ausgesprochen. Nach meiner Auffassung des Guten zu viel.

Gegen den ersten Hunger wurde angenehm warmes Pizzabrot mit Olivenöl und Rosmarin gereicht

Nach eingehender Diskussion mit dem Service-Chef einigten wir uns auf folgendes Menü.

Als ersten Gang gab es gratinierte Jakobsmuschel, danach ein Seesaibling in einer Zitronen Weißweinsauce. Als kleine Erfrischung dann ein Mangosorbet. Als Fleischgang ein Lammcarré mit Bohnen und  Rosmarinkartoffeln. Als süßen Abschluss Quitten in Karamell und einem Vanilleeis.

Bei den Weinen haben wir uns auf den Servicechef verlassen. Nach kurzer Diskussion wurde für die beiden ersten Gänge ein Weißwein aus Sizilien ausgesucht. Zum Lammcarré dann ein kräftiger Rotwein aus Sardinien ( Corash Riserva) . Beide Weine wurden mit der richtigen Temperatur serviert.

Zum Abschluss noch ein Tässchen Espresso, dazu gab es ausgezeichnete hausgemachte Pralinen.

Fazit: Eine interessante italienische Küche mit frischen Produkten. Ein  Servicechef der gekonnt und souverän den Service leitete. Hin und wieder machte er  allerdings auf Oberlehrer. Dies besonders bei der richtigen Temperatur von Weinen und in der Diskussion über die Herstellung des Mangosorbets. Nach seinen Erzählungen, hat er in großen Häusern gearbeitet, unter anderen auch 1974 im legendären Tantris zu München. Damals war Ekckhart Witzigmann Chefkoch im Tantris.

 

01 Jacobsmuscheln
01 Jacobsmuscheln
Gratinierte Jakobsmuscheln  in der Schale
 
02 Seesaibling
02 Seesaibling

Seesaibling mit Zitronen-Weißwein Sauce

03 Mangosorbet
03 Mangosorbet
 
04 Lamm
04 Lamm
 

Lammkaree in feiner Thymianfondsauce mit Dickbohnen und Rosmarinkartoffeln

Quitte mit Eis
Quitte mit Eis
Karamellisierte Quitten mit Vanilleeis.

Restaurant La Galleria – Kassel

Restaurant La Galleria

Wilhelmshöher Allee 262

34131 Kassel

Telefon: 0561 – 35306

E-Mail: info@lagalleria-kassel.de

http://www.lagalleria-kassel.de

La Galleria, ein Restaurant mit italienischer Küche, gelegen in Kassel Wilhelmshöhe. Verkehrstechnisch gut zu erreichen.

Auto: Parkplätze in einer Tiefgarage unter dem Gebäude. Parkgebühren werden vom Restaurant erstattet. 

Straßenbahn/Bahn: Gegenüber liegt der ICE Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe mit diversen Anbindungen.

Unter einer Kuppel, in einem vier geschossigen Einkaufszentrum, ist das Restaurant untergebracht. Die Tische, weiß eingedeckt mit Stoffservietten, stehen auf einer Art Piazza. Getrennt vom übrigen Publikumsverkehr wird das ganze durch gläserne Schränke. In diesen stehen geleerte Weinflaschen. Bei voll besetztem Haus ist die Geräuschkulisse doch recht hoch, Gemütlichkeit kommt bestimmt nicht auf, ist vielleicht von den Inhabern auch gar nicht gewollt.

 

01 Bruschetta
01 Bruschetta

Bruschetta Claudio  Ciabatta – Brot mit Gorgonzola, Mascarpone und Honig

02 Bruschetta
02 Bruschetta
 

Bruschetta Caprese  Ciabatta – Brot mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum überbacken

03 Jacobsmuschel
03 Jacobsmuschel

Gemüsestampf mit Basilikumschaum und Jacobsmuscheln

04 Trüffelnudeln
04 Trüffelnudeln
Handgedrehte Nudeln mit Trüffel – Parmesansauce
 
05 Seeteufel 2
05 Seeteufel 2
 
Seeteufel mit Schmorgemüse
 
07 Dessert
07 Dessert
 
 Speisekarte siehe hier.

Michelin 2012 – Nordhessen

In Nordhessen nichts neues in Punkto Sterne.

Das Restaurant Philipp Soldan mit seinem Küchenchef  Florian Hartmann in Frankenberg behält seinen im vergangenen Jahr errungene  Auszeichnung.

Das Restaurant gehört zum Hotel „Die Sonne Frankenberg“

In Bad Hersfeld konnte im Hotel  Stern der neue Küchenchef  Patrick Spies  den „Stern“ sich erkochen.  

Nichts Neues auch in Hohenhaus. In Marburg schloss das Gourmetrestaurant.

Ein BIB Gourmand gibt es weiterhin für das Steinerne Schweinchen in Kassel und seinem Restaurant Sante.

 

 

Kleines Meer – Waren/Müritz

Auf dem Weg von Krakow am See und Templin (Verwandtschaftsbesuch) ein kurzer Stopp in Waren/Müritz. An diesem sonnigen Samstag war die Stadt zugeparkt. Ein Parkplatz zu finden war sehr schwer. Den gefunden Parkplatz dann aber auch noch  teuer bezahlt. Nach einem Spaziergang im Bereich des Hafens dann eine kleine Pause auf der Terrasse des Hotel-Restaurant „Kleines Meer“

Aus der kleinen Mittagskarte wurden ausgesucht.

Müritzer Fischsüppchen mit Kräutern. Sehr sahnehaltig, gute Fischeinlage, bei den Kräutern habe ich nur Dill heraus geschmeckt.

Gebratene Garnelen auf Basilikumnudeln, gut gemacht, schmackhaft, große Portion

Mascarpone -Vanillemousse mit Orangen und Basilikumeis, auch hier große Portion, das Eis hatte wohl Basilikumgeschmack, schmeckte allerdings recht ungewöhnlich.

02 Kleines Meer - Fischsuppe
02 Kleines Meer - Fischsuppe
 
01 Kleines Meer - Gambas
01 Kleines Meer - Gambas
 
03 Kleines Meer - Dessert
03 Kleines Meer - Dessert
 
Kleines Meer - Terrasse
Kleines Meer - Terrasse
 
Bedingt durch den großen Sonnenschirm bekamen die Bilder alle einen leichten „Rotstich“
 
Besucht am Samstag 01.10.2011 (mittags)
 

Ich weiss ein Haus am See

Haus am See -01
Haus am See -01
Inhaber: Familie Laumen & König

18292 Krakow am See

Paradiesweg 3

Tel. 038 457 /232 73

mail: einhausamsee@t-online.de

http://www.hausamsee.de/

1994 wurde das Hotel-Restaurant eröffnet. Bereits 2 Jahre später erhielt das Restaurant den begehrten Stern und hat diesen bis heute gehalten. Von 1994 bis 2005 war Michael Laumen Küchenchef. Er übergab 2005 das Zepter weiter an Raik Zeigner. Sommelier ist Adi König.

Wir haben das Haus seit 1998 nun zum dritten Male (1998/2006/2011) besucht und es hat uns wieder gut gefallen.

Haus am See - Amuse Bouche
Haus am See - Amuse Bouche
Amuse Bouche – Cremesuppe vom Knollensellerie
 
1. Gang
01 Haus am See - Wachtel
01 Haus am See - Wachtel
Wachtel im Strudelteig mit kleinem Salat und Trüffelvinaigrette
dazu
2009er Riesling von der Schiefer 0.1 l Weingut Ansgar Clüssrath, Mosel-Saar-Ruwer
 
1. Gang alternativ
 
01a Haus am See -Leber
01a Haus am See -Leber
 
Praline von der Entenleber mit Apfel-Ingwerchutney und hausgemachten Balsamessig
dazu
2010er Gelber Muskateller 01 l vom Weingut Polz, Südsteiermark
 
2. Gang
 
02a Haus am See - Gambas
02a Haus am See - Gambas
 
Gegrillte Scampi und Jacobsmuschel auf warmen Chicoree-Rettichsalat
 
3. Gang
 
02 Haus am See - Zander
02 Haus am See - Zander
Kross gebratener Zander auf Belugalinsen mit geschmolzenen Tomaten und Sauce Saté
dazu
2009er Grauburgunder 0.1 l Weingut Dr. Heger, Baden
 
3. Gang alternativ
 
02b Haus am See - Steinbutt
02b Haus am See - Steinbutt
 
Steinbutt auf Süßkartoffel-Mangoraout- Venerereis und Thaicurryschaum
dazu
2010er Sauvignon von der Insel 0.1 l Schloss Rheinhartshausen, Rheingau
 
Sorbet
Sorbet
Cassissorbet
 
5. Gang
 
Haus am See - Lamm
Haus am See - Lamm
 
Müritzlamm mit feinen Böhnchen, Kichererbsengemüse und Thymianjus
dazu
2009er Carmenere Reserva 0.1 l Cono Sur, Chile
 
Haus am See - Käse
Haus am See - Käse
 
Kleine Käseauswahl mit Paprikaconfit
 
Haus am See - Himbeeren
Haus am See - Himbeeren
 
Dessert von der Gartenhimbeere
dazu
2007er Weißherbst Eiswein 5 cl, weingut Kendermann, Rheinhessen
 
danach
Kaffee
und ein Grappa von Levi
 
Haus am See - Levi
Haus am See - Levi
Besucht am 30.09.2011 (abends)
1994 wurde das Hotel-Restaurant eröffnet. Bereits 2 Jahre später erhielt das Restaurant den begehrten Stern und hat diesen bis heute gehalten. Von 1994 bis 2005 war Michael Laumen Küchenchef. Er übergab 2005 das Zepter weiter an Raik Zeigner. Sommelier ist Adi König.

Wir haben das Haus seit 1998 nun zum dritten Male (1998/2006/2011) besucht und es hat uns wieder gut gefallen.

Nach einer fast 5 stündigen Fahrt über Autobahn sowie Bundes- und Landstraßen erreichen wir das Hotel Restaurant „Ich weiß ein Haus am See“. Es liegt Idyllisch mitten im Wald und am Ufer des Krakower Sees.

Die recht einfachen Zimmer sind schnell bezogen und wir unternehmen zuerst eine Bootsfahrt (Ruderboot) auf dem See. Bei strahlendem Sonnenschein ein wahres Vergnügen.

Die Sonne spiegelt sich im Wasser des Sees, die beiden mächtigen Eichen lassen etwas Sonne durch und werfen Schatten auf das gemähte Gras. Vier Birken mitten auf der Grasfläche haben bereits eine leichte Herbstfärbung. Bei einem Aperitif (Prosecco mit Holunderblütensirup) lassen wir die Seele baumeln.

Wir hatten eins der sechs Seezimmer, die alle individuell eingerichtet sind und eine umrankte Loggia haben. Die Größe völlig ausreichend, eine Minibar ist nicht vorhanden, die allerdings auch nicht notwendig ist. Wasser (Güstrower Schlossquell) steht im Zimmer bereit und bis zur Theke bzw. Anmeldung ist es nicht weit. Allerdings ist der Preis des Zimmers von 85 € pro Person einschl. Frühstück für die Kategorie doch ein wenig happig.

Zum Essen.

Zur  Auswahl stehen zwei Menus auf der Karte, ein 4-Gang-Menu unter der Überschrift „Unser Menü mit den Klassikern des Hauses für 65 € und ein Feinschmeckermenü zwischen 4 (65 €) bzw. 7 (85 €) Gängen. Für die sehr  moderaten Preise muss man auf einiges verzichten was in anderen Häusern mit einem * mittlerweile zum Standard gehört.

Kein zweites Amuse Bouche, nur eine Sorte Brot sowie keine Petit Fours. Gerade diese haben zum Kaffee allerdings vermisst.  

Wir entschieden uns für das Feinschmeckermenü mit sieben Gängen, für mich mit kleinen Änderungen. (Erster und dritter Gang)

Amuse Bouche.

Eine Cremesuppe von der Knollensellerie in einer kleinen Löwenkopfterrine serviert, schlicht und einfach, sehr sahnig gut gewürzt.

Erster Gang.

Für mich aus dem Klassikmenü. Wachtel im Strudelteig mit kleinem Salat und Trüffelvinaigrette.

Dazu 2009er Riesling von der Schiefer 0.1 l Weingut Ansgar Clüssrath, Mosel-Saar-Ruwer

Die Wachtel zart rosa gegart und eingepackt in einer Farce. Dazu eine kräftige Vinaigrette mit leichtem Trüffelgeschmack.

Für Frau A. aus dem Feinschmeckermenü, Praline von der Entenleber mit Apfel-Ingwerchutney und hausgemachtem Balsamessig. Die drei Entenleberkugeln waren unterschiedlich gewürzt, und zwar mit Raz el Hanout, Masala und Colombo-Curry. Dabei war die Kugel mit Raz el Hanout sehr dominant. Die beiden anderen Gewürze waren sehr zurückhaltend eingesetzt.

Dazu 2010er Gelber Muskateller 01 l vom Weingut Polz, Südsteiermark

Zweiter Gang.

Aus dem Feinschmeckermenü:

Gegrillte Scampi und Jacobsmuscheln auf warmen Chicorre-Rettichsalat.

Scampi und Muschel auf den Punkt gebraten, von der leichten schärfe das Rettichs war allerdings nichts zu spüren.

Dritter Gang

Für mich – Kross gebratener Zander auf Belugalinsen mit geschmolzenen Tomaten und Sauce Saté.

Dazu 2009er Grauburgunder 0.1 l Weingut Dr. Heger, Baden

Der Zander mit schön krosser Haut, innen aber noch saftig. Die Tomaten sehr aromatisch und mit Kräutern gut gewürzt. Die süß-sauren Linsen sowie Sauce Saté (Curry/Kokos Sauce) rundeten den Gang harmonisch ab.

Für Frau A. Steinbutt auf Süßkartoffel-Mangoragout- Venerereis und Thaicurryschaum

Dazu 2010er Sauvignon von der Insel 0.1 l Schloss Rheinhartshausen, Rheingau

Der Steinbutt leicht gebräunt und saftig, die süße des Ragout, die dezente  Schärfe der Sauce bildeten auch einen gelungenen Gang. Dazu noch schwarzen Reis. Das Eis kaum wahrnehmbar.

Cassissorbet

Cremig mit schönem Fruchtgeschmack.

Müritzlamm mit feinen Böhnchen, Kichererbsengemüse und Thymianjus

Dazu 2009er Carmenere Reserva 0.1 l Cono Sur, Chile

Das Fleisch des Rückens rosa gebraten, dazu noch ein Stück vom Filet und eine kleine Lammbratwurst. Die Bohnen noch recht knackig. Die gut gewürzte Sauce rundete den Gang ab.

Kleine Käseauswahl mit Paprikaconfit

Dessert von der Gartenhimbeere

Dazu 2007er Weißherbst Eiswein 5 cl, Weingut Kendermann, Rheinhessen

Ein Gang der nicht voll überzeugte. Für ein * Sternehaus recht schwach.

Danach ein Espresso und ich gönnte mir ein Grappa von Levi.

Adi König, der unaufgeregt den Service leitete, ist auch als Sommelier tätig, unterstütz wird er im Service von seiner Frau Petra König. Völlig ausreichend an diesem Abend. Alle Tische im unteren Bereich des Restaurants mit Blick in den Garten waren besetzt. Die Restaurantgäste waren auch Hotelgäste und wie an den Autokennzeichen zu ersehen aus allen Himmelsrichtungen, auch aus der Schweiz, angereist.

Raik Zeigner, als Chefkoch hat sich an diesem Abend nicht im Restaurant gezeigt.

Die Küche im Haus am See arbeitet mit regionalen Produkten, bietet dabei eine  klassisch französische Küche. Dabei werden auch Gewürze aus dem Orient und Asien dezent eingesetzt.

Wir machen jedenfalls, wenn es wieder in Richtung Osten zu Verwandtschaftsbesuchen geht, einen Abstecher nach Krakow am See in das  „Haus am See“.  Eine  Adresse an der ein Gourmet nicht  einfach nicht vorbeifahren sollte.

 

Novalis Burghotel Hardenberg

Novalis
Novalis

Zum Restaurant Burghotel Nörten Hardenberg haben wir ein besonderes Verhältnis. 1978 war es unsere erste Anlaufstation in Sachen Feinschmeckerei. Völlig Ahnungslos in diesen Dingen, haben wir hier die ersten Schritte in Richtung Gourmet unternommen. Hausherr war damals Helmut Ammann. Gern erinnern wir uns noch an den italienischen Oberkellner. Quito ?? so ähnlich sein Name, half uns über die eine oder andere Schwierigkeit hinweg. (Hummer, Bestecke etc.) Schwierigkeiten, über die man heute nur noch schmunzeln kann. Nach dem  Ammann nach Hannover ging, waren wir nur noch ein oder zweimal in Hardenberg.

Bedingt durch einen beruflichen Termin stand jetzt endlich ein Besuch im Burghotel Hardenberg an.

Ein Fazit vorweg: Der nächste Besuch wird nicht lange auf sich warten.

Küchendirektorin ist heute Katja Burgwinkel. Weit weg von der Molekularküche legt Sie besonderen Wert auf regionale Produkte.  Ausnahmen bestätigen auch hier die Aussage.

Der Innenraum hat sich kaum verändert in den Jahren. Geprägt wird der Raum durch die Holzdecke, der Holzverkleidung sowie der Tapete an den Wänden. Die Fenster lassen den Blick frei auf Terrasse und Reitplatz.

Wir hatten reserviert und wurden von einer jungen Dame zum Tisch begleitet. Unseren alkoholfreien Aperitif, Holunderblütensirup und Orange mit alkoholfreien Sekt aufgegossen,  hatten wir bereits in der Hotelhalle eingenommen.

Aus dem Graf Hardenberg Menü und  a la Carte Gerichten stellten wir unser vier Gänge Menü zusammen.

Neben dem Graf Hardenberg Menü zu 65 € wird noch das 8 Gänge Menü Sophien zu 85 € sowie das 6 Gang Menü Novalis Diner angeboten. Dies kostet ebenfalls 85 €, mit korrespondierenden Weinen 120 €.

Als erstes Amuse Bouche wurde  auf einer Schiefertafel ein Gurkengratinée mit Jogurt-Dill Espuma sowie  Thunfisch im Sesammantel auf einem Löffel serviert.  Beides schmackhaft, leider hatte das Gratinée zu große und grobe Eiskristalle. Dazu auf Kartoffel basierende Brötchen  mit Lavendelhonigcreme, Paprikacreme und Butter.

Nach einer angenehmen Wartezeit das zweite Amuse Bouche.

Loup de mer auf Zitronenrisotto und Tomaten-Bohnencreme.

Von der Größe her fast schon ein zusätzlicher Gang. Der Fisch auf der Hautseite kross gebraten, innen aber noch saftig, das Risotto schön säuerlich aber etwas zu fest. Die Bohnen gut gewürzt mit einen leichten „Biss“.

Nach ca. 20 Minuten dann der erste Gang.

Hummer mit Jakobsmuschel – Mango und Papaya.

Auf einem länglichen Teller war von links nach rechts angeordnet. Hummerterrine, dann Hummer mit seiner Sauce sowie gebratene Jakobsmuschel. Mango und Papaya brachten eine gewisse Süße an das Gericht. Das Petersilienpüree, als Strich auf den Teller gestrichen, kam leider nicht zur Geltung. Es war Dekoration und kein Geschmacksträger.

Danach Creme von geschmorten Kopfsalatherzen und Tatar vom geräucherten Saibling.

Sehr sahnehaltig, gut gewürzt. Das Saiblingstatar mit sehr dezentem Rauchton.

Rehrücken im Sauerteig mit Himbeer-Essig-Sabayon Steinpilzen und grüner Spargel

Der Rehrücken, wahrscheinlich aus eigener Jagd,  war optimal gegart. Festes Fleisch, durch und durch zart rosa gebraten, zerging er aber fast auf der Zunge, schöner Wildgeschmack. Das Sabayon mit seinem leicht säuerlichen Geschmack passte ausgezeichnet zum Wild. Laut Karte sollten Pfifferlinge dazu serviert werden, da aber Steinpilze im Vorgespräch angeboten wurden, haben wir uns für diese entschieden.

Zum Abschluss dann Hardenberg Kirschtörtchen mit Kaffee Eis. Der schwächste Punkt im Menü.

Dazu je ein Glas Weissburgunder bzw. Spätburgunder aus Baden.

01 Novalis - Amuse Bouche
01 Novalis – Amuse Bouche

Amuse Bouche

02 Novalis-Meerwolf
02 Novalis-Meerwolf

Amuse Bouche

03 Novalis-Jacobsmuschel
03 Novalis-Jacobsmuschel
 Hummer mit Jakobsmuschel – Mango und Papaya
 
04 Novalis-Suppe
04 Novalis-Suppe

Creme von geschmorten Kopfsalatherzen und Tatar vom geräucherten Saibling

 

05 Novalis - Reh
05 Novalis – Reh

Rehrücken im Sauerteig mit Himbeer-Essig-Sabayon Steinpilzen und grüner Spargel.

06 Novalis - Dessert
06 Novalis - Dessert

Hardenberg Kirschtörtchen mit Kaffee Eis

 Speisekarte siehe hier.