Der spanischen Restaurantführer Guía Campsa verleihen seit Jahren dem Restaurant Bamira als einzigem Restaurant auf Gran Canaria 2 Sonnen. Über diese Auszeichnung dürfen sich in Spanien, Andora, Portugal und Südfrankreich nur 73 Restaurants freuen. Weitere 17 Top-Restaurants wurden mit der Höchstnote 3 Sonnen ausgezeichnet, wie z.B. Arzak und Adrian Ferran.
Bilder von H. Eder
Seit 2005 wird bei Aufenthalten auf Gran Canaria das Restaurant besucht. Nach dem letzten Besuch im Oktober folgendes Fazit:
Die Küche ist in den letzten Jahren noch interessanter und vor allen Dingen in der Zubereitung noch leichter geworden. Am besten man überlasst Chefkoch Herbert Eder beim Degustationsmenü für 65 € die Regie. Die Menüs sind „einzigartig“, da sie bei H. Eder während der Arbeit am Herd entstehen. Wiederholungen finden kaum statt. Man muss aber auch den Mut haben die verschiedenen Gewürze, Gerichte der Kontinente und Länder zu kosten. Präsentiert werden Gerichte mit überraschenden und außergewöhnlichen Texturen. Diesmal wurde ein fünf Gang Menü ausgewählt. Ehefrau Anna hat die entsprechenden Weine passend zu den einzelnen Gängen im Keller. Dabei ist die Auswahl für sie auch schwierig, da sie nicht genau weis, was am Ende aus der Küche kommt. Die Aufgabe bewältigt sie aber mit Bravour.
Roher Thunfisch auf Rettichgemüse mit Sachimi -Sojasauce und indischen Backerbsen
Kurz gebratene Jacobsmuscheln mit Schweinebauch, Chinaessig auf SchwammerlnLangostino – Papayacremesuppe mit Zitronenpickel und SauerrahmSalpicon „Salimbocca“ vom Wolfsbarsch mit Foie GrasEntenbrust gebraten mit Palmhonig und MeerrettichMohr im Hemd mit Baileys – Parfait
Die Gourmet-Ära im Steinernen Schweinchen ist ist vorbei. Kassel und Nordhessen verliert das höchstdekorierte Restaurant. Nach meiner Auffassung war es abzusehen. In Kassel und Umgebung gibt es nicht genügend Gäste, die ein Haus dieser Güte wirklich schätzen. Für viele Nordhessen ist es wichtiger, dass viel auf dem Teller ist. Oft war zu hören:“ Da wird man ja nicht satt.“ Bei geringe Auslastung schlichen sich dann auch noch Fehler ein. Hier ist besonders der Servicebereich anzusprechen.
Drei Michelin Sterne, 19 Punkte im GM, 5 F. Bei diesen Bewertungen hat man gewisse Erwartungen. Reservierung ca. 14 Tage vorher per Online. Anreise bei strahlendem Sonnenschein und einchecken im Hotel (siehe dort).
Das Restaurant ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Wir hatten für 19.00 reserviert und sind auch fast pünktlich im Restaurant. Freundlicher Empfang durch eine junge Dame und wir werden zum Tisch geführt. Hier die erste kleine Enttäuschung. Genau gegenüber dem Eingang werden wir platziert. Ich habe den ganzen Abend nur den Eingang in meinem Blickfeld. Auch optisch fühlen wir uns nicht voll dazu gehörend. Durch zwei Leuchten, die fast bis auf den Fußboden reichen, wird dieser Teil des Raumes vom übrigen Restaurant abgetrennt. Wir hatten das Gefühl an einen „Katzentisch“ zu sitzen.
Ich weiß, dass diese und auch die nachfolgenden „Kritikpunkte“ sich sehr kleinlich anhören. Gesagt werden muss allerdings, das die Preise sich auf einem sehr hohen Niveau bewegen und man daher auch Punkte ansprechen soll und muss, die vielleicht in anderen Restaurants so nicht ins Gewicht fallen.
Sehr schnell, für unsere Begriffe zu schnell, wir saßen kaum, war besagte Empfangsdame bereits mit dem Aperitifwagen da und erzählte im Schnelldurchgang auf, was an Getränken im Eiskühler lag. Liebe Aqua Mitarbeiter, lassen sie doch bitte den Gast erst etwas Luft holen und die sonst angenehme Atmosphäre des Raumes einzuatmen.
Bereits bei der Vorstellung der Aperitif war festzustellen, das man die oberste Preisregion bevorzugte.
Dies sollte sich bei der Weinauswahl wiederholen.
Eine separate Aperitifkarte gab es leider nicht. Ein Schwachpunkt, der auch in anderen Häusern dieser Güte leider üblich ist
Wir entschieden uns für ein Glas Roeder Brut bzw. einen deutschen Winzersekt (Hahnmühle?). Interessant war, dass unabhängig von einander, sowohl meiner Frau als auch mir, der Winzersekt besser schmeckte als der Champagner. Ein weiterer Schachpunkt war das gereichte Brot. Es kamen wohl sechs verschiedene Sorten auf den Tisch, man hatte aber das Gefühl, dass es Brot vom vorherigen Tag war. Auch ein zweiter Versuch misslang, es wurde nur leicht angewärmt serviert. Nach nochmaligen reklamieren, servierte Maitre Jimmy Ledemazel Brot vom benachbarten Restaurant „The Grill“. Eine gute Idee. Diese Schwäche darf eigentlich in einem Haus dieser Güte nicht passieren.
Menü:
Wir wählten das Menü „Impressionen“ mit 9 Gängen. Dabei wurde der Kabeljau Gang herausgenommen und dafür aus dem „Visionen“ Menü das Garimori Iberico Schwein genommen. Dies war ohne Schwierigkeit möglich. Aus dem Menü bleiben besonders der Rochenflügel mit warmer Wassermelone sowie die Rotbarbe und Calamaretti in Erinnerung. Bei der Rückentranche vom Dammhirsch war von der Fichtensprossenglasur nur wenig zuspüren.
Knusperillos
Olive
Gänseleber mit Granatapfel & Büffel Mozzarella
Atlantik Rochenflügel mit warmer Wassermelone – marinierter Fenchel & Pinienkerne
Rotbarbe & Calamaretti mit Zitrusaromen, Mandeln, Sobrassada-Gnocchi
Tafelspitz vom Müritz Lamm – Frankfurter Grüne Sauce, Kartoffel, Ei
Anscheinend bereits jetzt ein Aqua-Klassiker: Auf einem Glasteller wie ein Gemälde angerichtet. Man muss an Piet Mondrian denken. Das Frankfurter Traditionsgericht in neuer Form und Geschmack. Sehr mürbes Lammfleisch, die Kartoffelscheibe mit Biss und die grüne Sauce mit sehr intensiven Kräutergeschmack, dabei sehr leicht. Sehr gute Interpretation eines Traditionsgerichtes.
Champagner-Cremesorbet von „Grand Vintage Rose 2000“ Moet & Chandon
Rückentranche vom Dammhirsch aus der Altmarkt mit Fichtensprossenglasur - Pfifferlinge, Walnuss & Sellerie
Rohmilchkäse vom Wagen
Campari-Orange
Wein:
Unseren Wunsch nach deutschen Weinen wurde von Sommelier Giesel mit einem Riesling „Goldtröpfchen“ von Haardt sowie 2005 Assmannhäuser Höllenberg von A. Kessler beantwortet. Besonders beim Rotwein in der oberen Preisregion.
Fazit:
Trotz der kleinen Mängel ein schöner Abend. Die Höchstbewertungen dementsprechend folgerichtig.
Es ist nur ein kurzer Spaziergang von der Innenstadt bis zum Hotel-Restaurant « Le Fonterabie ». Das der Logis de France Haus hat 49 Zimmer die zum Teil um einen Innenhof gruppiert sind. Dadurch hört man von der direkt am Hotel vorbei führenden Straße keinen Lärm. Die Zimmer sind recht komfortabel eingerichtet. Zimmer und Bad sind nicht gerade sehr groß, erfüllen aber ihren Zweck. Parkplätze sind im abgeschlossenen Innenhof vorhanden. Es ist daher möglich, dass evtl. etwas Lärm in die Zimmer dringt, wenn Gäste früh abreisen.
Restaurant
Das Restaurant La Glycine ist jeden Tag der Woche geöffnet von 12 Uhr bis 14 Uhr und 19 Uhr bis 21.30 Uhr.
Das Restaurant wurde vor kurzen scheinbar renoviert. Wir hielten uns allerdings bei schönem Wetter draußen im Innenhof auf. Eine 200 Jahre alte Glycine gibt nicht nur den Namen des Restaurants her, sondern bietet auch Schatten. Wir bestellten ala Carte. Für 15 Euro wurde mir folgendes schmackhaftes Menü serviert.
Avocadomousse mit Garnelen und einem Pfeffer Eis
Kabeljaufilet gegrillt mit Paprika und Balsamico-Essig
Erdbeer-Cappuccino
Das Hotel-Restaurant liegt südlich der Stadt Chateaubriant in einem kleinen, ca. 3 h. großen, Park. Die Stadtmitte ist ca. 1,5 km entfernt. In dem kleinen Chateauähnlichem Hauptgebäude sind Rezeption, Restaurant und einige Zimmer untergebracht. Im ca. 50 m entfernten Neubau sind Konferenzräume und Zimmer, sowohl im EG als auch im OG, vorhanden.
Die 20 individuellen eingerichteten Zimmer bieten eine ruhige und entspannte Atmosphäre
Die Ausstattung ist typische französisch. Betten 1.40/2.00, genügend Schrankraum, leider fehlt eine vernünftige Kofferablage. Bad mit Badewanne, WC und Waschbecken. Die Badewanne mit einer breiten Duschabtrennung.
Warten auf das Abendessen
Restaurant
Das Restaurant ist wie oben beschrieben im Hauptgebäude untergebracht. Ca. 40 Plätze im Hauptraum sowie 20-25 Plätze im vor gelagerten Wintergarten sind vorhanden. Es wird eine traditionelle, dabei aber kreative Küche angeboten.
Für unsere Gruppe hatten ich ein drei Gänge Menü vorbestellt
Millefeuille von Ananas und Krabbe Das Krabbenfleisch war feingehackt und mit Zitrone, ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt. Eine leichte Vorspeise Filet de Canard mit Pfeffersauce Rosa gebratenes Filet mit einer sehr pfeffrigen Sauce, dazu grüne Bohnen und Pommes. Die Bohnen leider sehr weich, die Pommes selbst gemacht und schön kross. Fondant au Chocolat
Lauwarmer Schokoladenkuchen, im inneren noch flüssig, dazu Vanillesauce. Kalorien pur.
Nach einem Kinobesuch „Maria, es schmeckt ihm nicht“ wurde passender weise ein italienisches Restaurant besucht. Die Wahl viel auf das „Gambero Rosso in der Gräfestraße. Unser letzter Besuch lag bereits fast zwei Jahre zurück. Bei diesen Besuchen waren wir fast immer zufrieden aufgestanden. Diesmal waren wir enttäuscht. Das Preis/Leistungsverhältnis z.B. passt nicht. Für zwei Gänge, plus Bruschetta, Wein, Wasser und Espresso fast 70 € zu berechnen ist doch des guten zuviel. Doch im Einzelnen.
Bei angenehmen Temperaturen haben wir einen Tisch im Außenbereich vorgezogen. Die Bedienung brachte uns zwar schnell noch Sitzunterlagen aber erst nach einer gewissen Zeit auch noch die Speiskarten.
Aus der Tagesempfehlung wählten wir: Gamberoni mit Knoblauchspagetti sowie Seeteufel mit Risotto. Als Wein ein Glas Branciforti, ein Weißwein aus Sizilien. Als kleines Amuse Bouche wurde Bruschetta bestellt.
Wein und Wasser standen schnell auf den Tisch, der Wein hätte allerdings etwas kälter sein können, auf die Bruschetta mussten wir allerdings fast 15 Minuten warten. Es kamen dann drei Scheiben bestrichen mit einer Trüffelpaste. Die Brotscheiben waren viel zu lang getoastet worden und sehr kalt.
Auch auf die beiden Hauptgerichte müssten wir lange warten. Die Gamberoni mit Knoblauchspagetti waren ordentlich gebraten, die Spagetti mit leichtem Knoblauch Geschmack. Pech hatte ich mit dem Seeteufel bzw. mit dem Risotto. Der Seeteufel war ja noch in Ordnung, aber das Risotto war alles, nur kein Risotto, sondern gekochter Reis wie ihn die Chinesen anbieten. Trocken, kein bisschen „schlotzig“ wie ein Risotto eigentlich sein soll. Der Geschmack gleich null. Auf mein Hinweis, sagte die Bedienung: „Wir haben aber doch einen Italienischen Koch, der muss es doch wissen. Ich sage es ihm.“ Leider kam keine Rückantwort aus der Küche. Schade.
Beginn der Sommerferien und erstes Zeugnis für unsere Enkeltochter, das sollte gefeierte werden. Bereits eine Woche vorher war verabredet worden, dass wir zur Sommerrodelbahn Niederwerbe fahren wollten. Leider regnete es an diesem Freitag in Strömen. So blieb nur das Essen im Fischhaus.
Unterhalb der Sommerrodelbahn Niederwerbe liegt diese urige Fischerhütte. Das Restaurant ist Donnerstag bis Sonntags von 10.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Hier gibt es „nur“ Fisch. Die Zuchtbecken liegen direkt neben dem Restaurant. Angeboten werden Forellen, Saiblinge und Lachsforellen gebraten, gegrillt oder geräuchert. Zander, Karpfen und Aal stehen Saisonbedingt ebenfalls auf der Karte.
Der gebratene Saibling bzw. die Lachforelle wurde mit Bratkartoffeln und einem kleinen Salat serviert. Der Fisch auf den Punkt gegart, die Bratkartoffeln schön kross. Die Getränkeauswahl ist mehr als bescheiden. Neben den nicht alkoholischen Getränken gibt es Bier und nur eine Sorte Weiß-, Rose- oder Rotwein. Hier sollte bzw. muss man nachlegen.
Das Herbsthäuschen, oberhalb von Kassel im Habichtswald gelegen, ist eigentlich ein rustikales Ausflugs-lokal. Bereits 2008 war Schubeck mit seinen Mannen im Herbsthäuschen zu Gast. Anscheinend hat es im gut gefallen, so dass er am Freitag dem 03.07.09 wieder Gastkoch in Kassel war. Das Herbsthäuschen liegt in einem Naturschutzgebiet, so dass man gezwungen ist, das Auto ca. 1 km vor der Gaststätte abzustellen und die letzten Meter zu Fuß zugehen. Leider haben sich nicht alle daran gehalten, gerade die PS starken Wagenbesitzer waren schlecht zu Fuß.
Nach der Begrüßung durch die Besitzerin konnte man Schubeck live erleben. Seine Ausführungen über Gewürze und Kräuter waren interessant vorgetragen und wie so oft bei Schubeck auch lehrreich.
Zum Auftakt : Der Schubeck Hauscocktail, dazu Brot und zweierlei Dipps sowie Butter. Der Hauscocktail aus 2006 Cuvee Schloss Vaux Brutaus mit einem Sirup von Holunderblüten.
Das Menü sah wie folgt aus.
Schuhhecks Fischkomposition:
Lachstartar auf Kartoffelmousseline. Die Mousseline nicht zu fest, das Tatar leider Zitronenlastig. Törtchen vom geräucherten Heilbutt und Rosa Crevette. Die beste Vorspeise, das Mousse vom Heilbutt nur leicht geräuchert, das Gelee um die Crevetten nicht zu steif. Guter Geschmack Marinierte Roulade vom roten Thunfisch gefüllt mit Gemüse. Eine Scheibe roher Thunfisch umhüllte eine Farce mit kleinen Gemüse-stückchen. Eine relativ einfache Zubereitung.
Schwarze Casarecce mit frischen Tomaten, Zucchini, Basilikum
und gebratenen Gambas. Bissfeste Nudeln mit sehr guten Tomatenfond, Tomatenstücken und einem Zucchiniwürfel. Basilikumgeschmack war nur zu erahnen. Die Gambas auf den Punkt gebraten.
Filet vom Kalbsrücken mit Pfifferlingduxell und grünem Spargel auf geschmorten La Ratte Kartoffeln und Rosmarinjus.Saftiges Fleisch, gute Sauce, allerdings merkte man kaum etwas vom Rosmarin. Bissfester Spargel und krosse Kartoffeln.Anspruch und Wirklichkeit in Punkto Kräuter klafften doch erheblich auseinander.
Dessertvariation: Hippenblüte mit Buttermilchcreme und Orangen-Ingwer-Ragout
Minzsüppchen in der Schokoträne
Marmite von Maracuja und Baumkuchen Ein gelungener süßer Abschluss, wobei besonders die Marmite gefallen konnte.
Die Weinbegleitung sah wie folgt aus:
Zur Vorspeise und Nudelgericht wählten wir eine 2008 Cuvee Esprit Riesling&Scheurebe vom Weingut Hammel, Pfalz. Ein leichter Sommerwein der allerdings bei der Tomate so seine Schwierigkeiten hatte. Als Rotwein einen 2007 Nerod’Avola IGT aus Sizilien. Ein würziger Wein mit Aromen von Waldbeeren, angenehm zu Trinken. Ein Espresso sowie ein Williamsbrand von Fassbind Schweiz beendeten den Abend. Dieser „Les Vieille Barrique“ war ein hervorragender Abschluss eines interessanten Abends.
Mit seinen Butzenscheiben und einer schlichten Fassade sieht das Essigbrätlein nicht gerade wie ein zwei Sterne Haus aus. Das Haus liegt etwas zurückgesetzt am Weinmarkt. Die Tür ist verschlossen und man wird erst nach dem ziehen der Glocke hereingelassen. Sehr freundlicher Empfang durch den Service. Die Tische stehen doch sehr eng beieinander. Dies fördert auf der anderen Seite allerdings die Kommunikation mit seinen Nachbarn. Die Mischung aus rustikalem Ambiente mit modernen Stilelementen ist gut gelöst.
Amuse Bouche
Ein Gewürzfeuerwerk gleich am Anfang:
Ein mit Auberginen gefülltes Teigröllchen mit Kreuzkümmel (Vorsicht, die Füllung ist sehr heiß), dann gebratenes Brot mit Paprika und Parmaschinken und drittens eine kleine Scheibe vom Kalbskopf.
Dazu zwei Sorten ofenfrisches Brot mit grüner Bohnen-Butter, leider kam der Bohnengeschmack kaum zur Geltung.
Fenchel mit Gurken und Zitrone
Ein kreatives Gemüsegericht.
Der Fenchel blanchiert, dazu dünn gehobelte Gurken, Fenchelgrün und die kandierten Zitronen brachten zusätzliche Frische in das Gericht. Intensiver Gurkensaft rundete das Ganze ab.
Dazu ein 2007 Pouilley Fumé Les Vallons, der mit seiner Frische das Gericht abrundete.
Kabeljau mit Walnüssen
Der Fisch auf den Punkt pochiert, abgedeckt mit Topinambur. Dazu ein leichter Linsenfond mit kandierten Walnüssen. Frische Waren, eine interessante Zusammenstellung von Produkten und eine perfekte Zubereitung. Schlicht, einfach, perfekt.
Ein 2007 Weißburgender von Holger Koch, Baden war ein guter Begleiter.
Kartoffel mit Grapefruit
Ein einfaches Produkt wird durch die Zubereitung und Würzung geadelt. Zwischen zwei Kartoffelscheiben ist ein Kartoffelpüree mit Grapefruit eingearbeitet. Eine Kräutermischung mit Senfsaat – Caramel krönte das Ganze. Das Püree hätte etwas mehr Würzung gut vertragen.
Der 2006er Uhlen „R“ von Heymann-Löwenstein rundete das Gericht perfekt ab.
Meeräsche mit Linsencreme
So stand es jedenfalls auf der Karte, serviert wurde allerdings ein Granatapfelsaft. Der Fisch leider übergart. Der schwächste Gang des Abends. Auch der 2006 Spätburgender von May aus dem Frankenland konnte nichts mehr retten.
Reh mit Joghurt
Das Reh, mit einer Gewürzmischung umhüllt, war auf den Punkt gegart. Rosa durch und durch, man sah kaum einen Ansatz vom Anbraten. Das Gemüse sowie der Joghurt waren perfekte Begleiter des Fleisches.
Ein fast perfekter Gang.
Ein 2004 aus Kalifornien verhinderte den perfekten Gang.
Mango mit Vollmilchschokoladeneis
Lauwarme Mango auf Brunnenkresse-Soße, eine überraschende aber wohlschmeckende Kombination. Dazu ein zart schmelzendes Vollmilchschokoladeneis.
Eine 2006er Auslese aus dem Burgenland begleitete diesen Gang.
Ein leichter Abschluss eines wohldurchdachten Menüs.
Der Abschluss
Espresso und eine Marille von Mette rundeten den Abend ab. Dazu Schokolade in verschiedenen Ausführungen. Eine süße Droge pur. Die unvermeidlichen Schokoladenfinger haben wir gern abgeleckt.
Fazit: Ein interessanter Abend mit einem exzellenten Menü, das auch preislich in Ordnung war. Das Weinmenü etwas überteuert. Im Vergleich zu den zwei Sterne Haus Becker’s in Trier, welches vier Wochen vorher besucht wurde, liegt das Essigbrätlein in Punkte Essen vorn.
Wem soll man mehr Respekt zollen, den Bauherren mit Architekten oder dem zuständigen Bauamt. Wer in dieser Umgebung dieses Haus plant, anschließend auch baut bzw. auch genehmigt hat viel Mut bewiesen. Ein Designhotel neben ein 70ziger Jahre Bau a la Bayern mit Geranien an Holzbalkonen zu setzen erfordert vor allen alte Zöpfe abzuschneiden. Im Inneren des Neubaues dominiert die Farbe weiß, schwarz wird sehr dezent dagegen gesetzt.
Das Hotelzimmer
Die erfreulich sehr großen und hellen Zimmer sind mit Holzparkett versehen, das Bad offen zum Schlafraum, mit großer Dusche, abgetrennten WC und einem Waschbecken mit viel Ablage und großem Spiegel. Der Boden im Nassbereich aus Schiefer, ebenso die Wände der Dusche. Farbakzente, in unserem Fall grün, setzten Vorhänge und ein kleiner Sessel. Flachbildschirm und Minibar rundeten das Ganze positiv ab.
In den vergangenen Jahren haben wir auf dem Weg in die Normandie die „Nordroute“ über Belgien genommen. Diesmal wurde eine „Südroute“ über Trier, Luxemburg, Reims etc. gewählt. Auf den Weg in die Normandie liegen auf diesem Weg Bau, Thielges und Becker’s. Bau und Thielges haben dienstags geschlossen. So wurde das Becker’s gebucht. Diskussionen in verschiedenen Foren und Blogs machten neugierig.
Ein Fazit vorweg.
Obwohl einige kleine Fehler im Laufe des Abends auftraten, kann gesagt werden, dass Becker’s ein Umweg wert ist.
Das Menü am 26.Mai 2009
Zum Auftakt
Gekühltes Krustentiergelee.
Yellowfin – Thun exotisch mariniert
Menü.
Gänseleber aus den Landes Ananas und Kaffee in Texturen
Gedämpfter Langostino. Lauch, Spargel und Béarnaise
Bar de Ligne mit kross gebratener Haut. Artischocken und Chorizo.
Geschmortes Herzbries. Orangenkarotten und Vanille.
Heimischer Rehrücken. Weinhefe-Jus, Pfefferaroma.
Gebackener Taleggio. Pikante Erdbeermarmelade
Erfrischung aus Holunderblüten.
Dreierlei von Valhona Equatoriale.
Chocolats & Friandises.
Einige Anmerkungen zu einzelnen Gängen.
Gekühltes Krustentiergelee. Gartengurke und Sauerrahm.
Das erste Amuse Bouche gleich ein Paukenschlag. Intensives Gelee von Krustentieren. Die Gartengurken und Sauerrahm brachten Frische. Alle Komponenten waren gut aufeinander abgestimmt.
Bar de Ligne mit kross gebratener Haut. Artischocken und Chorizo
Schöne krosse Haut, Fisch noch leicht glasig, kaum wahrnehmbarer Chorizo-Geschmack. Die Artischocken leicht aldente. Leider waren die „Stiele“ nicht sauber geputzt. Sie waren doch sehr „holzig“. Hier stand die Optik anscheinend im Vordergrund.
Geschmortes Herzbries. Orangenkarotten und Vanille
Endlich wieder einmal Bries. Leider werden Innereien in Deutschland immer weniger angeboten. Bries sauber geputzt, leider waren Karotten und die Sauce für meinen Geschmack zu süß geraten.
Heimischer Rehrücken. Weinhefe-Jus, Pfefferaroma
Dieser Gang überzeugte, optimal gebratenes Fleisch, dezentes Pfefferwürzung. Als Beilage Karotten Ingwermousse und grüner Spargel. Die Karotten wunderbar mit Ingwer gewürzt, leider wurde nur ein kleiner „Klacks“ serviert.
Der beste Gang des Abends.
Gebackener Taleggio. Pikante Erdbeermarmelade.
Der Käsegang war der Schwachpunkt des gesamten Abends.
Drei kleine Kugeln Taleggio als Käsegang ist für ein zwei Sterne Haus indiskutabel. Es müssen nicht wie in anderen Häusern 20 oder mehr Käsesorten zur Auswahl stehen, aber etwas mehr hätte es sein dürfen.