‚t Kalut B&B – Belgien

P1060849t Kalut B&B.

In absoluter Ruhe liegt auf einem kleinen Hügel oberhalb des Hotelrestaurants in de Wulf die B&B Unterkunft ‚t Kalut B&B. Bei der Reservierung im Restaurant wurde uns mitgeteilt, dass die Hotelzimmer  leider alle reserviert seien. Es wurden aber drei Empfehlungen für Hotels in der unmittelbaren Umgebung ausgesprochen. Nach einem kurzen Blick in das Internet entschieden wir uns für das ‚t Kalut B&B.

KalutEntfernung zum Restaurant, Luftlinie ca. 500 m, Entfernung über die Straße allerdings 3,5 km.

Ein Taxi zu bestellen war ohne Probleme möglich. Kosten für die Fahrt ca. acht Euro.

Das ‚t Kalut B&B bietet zwei unterschiedliche Unterkünfte an. Wir wurden in einem kleinen Einzel stehendem Haus namens Romantica untergebracht. Früher war es vielleicht mal ein Heuschober oder  Holzstall oder Ähnliches. Heute ist es eine angenehme Unterkunft. Wir konnten mit unserem Auto direkt bis an die Unterkunft heran fahren. Auf der oberen Ebene der Unterkunft steht auf der linken Seite das recht bequeme Bett und rechts davon eine mit allen modernen Utensilien ausgestattete Dusche. Sechs Stufen tiefer der eigentliche Aufenthaltsbereich mit einer voll ausgestatteten Küche. Davor liegt eine große Terrasse mit einem herrlichen Blick in die flämische Landschaft.

Interessant im Übrigen das Geländer. Mit heimischen Weidenstäben hatte man diese Abtrennung gestaltet.

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Die Kosten für diese Unterkunft betrugen einschließlich Frühstück 90 €.

Bei dem Frühstück fehlte es wirklich an nichts. Die Hausherrin hatte am Abend vorher noch nach besonderen Wünschen gefragt, und diese (Grüner Tee, Ei u.a.) wurden auch erfüllt.

 Kalut 05

‚t Kalut B&B.

 Oestenstraat, 6

8951  HEUVELLAND-DRANOUTER

INFO : 057/445140 –  0475/561440 – 0499/990600   –

Kalut@telenet.be

http://www.kalut-bb.be/

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Menü zu Pfingstsonntag

01 Kräuterseitling

Kräutersaitlinge mit Wildkräutern

Die Pilze länglich halbieren und in eine beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett anbraten. Sobald die Saitlinge Farbe angenommen haben, kommt ein Stück Butter in die Pfanne. Gewürzt wird mit Hawaii Salz. Die Kräuter kurz waschen, trocknen und auf den Pilzen mit einer Apfel-Olivenöl Vinaigrette anrichten. Dazu eine Sauce auf Pilzbasis und Chorizo – Wurst.

 02 gefüllte Hähnchenschenkel

Hähnchenschenkel gefüllt auf einem Tomaten-Pilz Ragou. Die Schenkel sind gefüllt mit 2/3 Hähnchenfleisch und 1/3 Schweinefleisch. Gewürzt mit Rosmarin und Thymian.

 03 Käse aus der Normandie

Käse aus der Normandie

 04 Rhabarber Streuselkuchen

Rhabarber -Streuselkuchen

05 Albrechts Apfelbrand

Danach einen Apfelbrand aus eigenen Früchten. Gebrannt in der Lixfelder Brennstube

In de Wulf – Belgien

Nach fünf Tagen in der Normandie und in unsere Partnerstadt Vire, mit der Feier zu den 30 -jährigen partnerschaftlichen Jubiläen, führt uns der Weg diesmal nicht direkt nachhause. Wir wollen einen Abstecher nach Belgien Unternehmen. Reserviert ist im Restaurant In de Wulf.

Das Restaurant steht in der San Pellegrino Liste 2013 immerhin auf Platz 72. Noch vor Alain Ducasse, Wohlfahrt oder Haas.

Nachdem wir die Autobahn nördlich von Lille verlassen haben, wird der Weg zum Restaurant sehr abenteuerlich. Bei uns würde man diese Straßenverbindungen eher als Neben-oder Feldwege bezeichnen.

Das Restaurant liegt in der Nähe des Dorfes Dranouter  in Westflandern in der Nähe der französischen Grenze. Diese Region Het Heuvelland bedeutet übersetzt Land der Berge. Naja, es sind nicht gerade Berge, aber ein Hügel löst den anderen ab. Von einem dieser Hügel sieht man in einem kleinen Tal ein lang gestrecktes Gebäude einsam stehen. In diesem ehemaligen Bauernhof ist das Hotelrestaurant untergebracht.

02  Hotel-Restaurant

Wir fahren also zuerst zum Restaurant um  die Reservierung noch einmal zu überprüfen. Ja, wir sind eingetragen. Danach geht es ca. 3 km  zur B&B Unterkunft Kalut. (Siehe eigenen Bericht) Dass Haus war vom Restaurant empfohlen worden, da das eigene Hotel  selbst ausgebucht war. Eine gute Empfehlung. Von der Terrasse des Häuschens haben wir einen wunderbaren Blick auf da Hotelrestaurant. Entfernung Luftlinie ca. 600 m.

03 Restaurant

Pünktlich um 19:00 Uhr ist unser bestelltes Taxi da und wir fahren die ca. 3 km zum Restaurant. Der Taxifahrer schwärmt nur so von seinem Landsmann Kobe Desramaults. Obwohl er dort noch nicht gegessen hat, meint er, ja er ist überzeugt, Kobe Desramaults sei der beste Koch Belgiens.

Nach dem eintreten werden wir von der jungen Dame am Empfang gefragt, ob wir zuerst im Salon oder sofort im Essraum Platz nehmen wollten. Wir entscheiden uns für den Salon, hier nehmen wir den Aperitif ein und erhalten  die ersten kleinen Häppchen.

 04 Der Salonn

Der Salon ist in Grautönen gehalten, die Wände bestehen aus rohen Ziegelwänden, der Fußboden aus Keramik und teilweise Teppichen. Alles ist gut auf einander abgestimmt und wirkt einladend. Wir fühlen uns in der angenehmen Atmosphäre sofort zuhause.

Wir beginnen mit einem Glas Champagners und erhalten die ersten “Appetizers”.

Es beginnt mit einem hauchdünnen knusprigen „Zwiebelblatt“ mit Knoblauchcreme, danach ein Schweinscracker und zweierlei von der Karotte. Bei dem Zwiebelblatt handelt es sich wahrscheinlich um verflüssigte Zwiebeln die anschließend gebacken wurden.

05 Cracker vom Schwein

Weiter ging es zum ersten Höhepunkt des Abends. Eine Ravioli aus Roter Bete war gefüllt mit einem leicht süßlichen Ziegenjogurt.

06 Ravioli von Roter Bete

Es folgte zweierlei von der Karotte. Karottenscheibe und Karottenmousse.

07 Karotte

Danach gab es gebackenes Brot gefüllt mit Maroilles, einem Käse aus Nordfrankreich. Gewöhnungsbedürftig war die Art des Servierens. Man musste aufpassen, was ist essbar und was sind Steine.

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Danach ging es in den Essraum. Allerdings nicht normal durch die Restauranttür, sondern wir wurden zuerst durch die Küche geführt.

09 Küche

10-12 junge Köchinnen bzw. Köche waren bei der Arbeit. Mittendrinn der Chef. Wie sich später herausstellte waren verschiedene Nationalitäten vertreten, u.a. Holland und Schottland.

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Der Essraum, mit einer für uns perfekten Atmosphäre. Rot-brauner Klinkerfußboden, wie im Salon auch hier rohe Ziegelwände weiß gestrichen. Die rustikalen Holztische standen weit genug auseinander, in den Stühlen konnte man ohne Probleme stundenlang sitzen. Das Restaurant war gut besucht. Ein internationales Sprachgewirr füllte schnell den Raum aus. Es herrschte nicht die in Sternehäusern so oft vorhandene Stille und Steifheit.

Erst hier wurden wir gefragt für welches Menü wir uns entschieden hätten. Zwei stehen zur Auswahl.  Eins für 125 €, mit Weinbegleitung 205 € und ein kleineres Menü für 105 € bzw. 165 €.

Wir entschieden uns für das Größere, wir wollten schließlich die ganze Spannbreite der Kochkunst von Kobe Desramaults genießen.

Hier im Essraum wurden dann die beiden letzten beiden Küchengrüße serviert.

Zum einem eine Wellhornschnecke  mit Knoblauch-Mayonnaise und zum anderen Kartoffel.

09b Schnecken

Kartoffelmousse eingehüllt in frittierten Kartoffelstreifen.

09a Whelks

Dann wurde der zweite Höhepunkt des Abends serviert. Sauerteigbrot mit Schmalz und Salzbutter. Das Brot mit krosser Kruste war der absolute Hammer. Wir haben anschließend noch ein Brot bestellt und am nächsten Tag mit nachhause genommen.Ein Problem hatte dieses Brot allerdings, man musste sich schon in Selbstbeherrschung üben, damit man nicht allein davon satt wurde.

09c Brot

Auch bei dem nachfolgenden Menü mit 12 Gängen, lag der  Schwerpunkt auf lokalen Produkten. Saisonale Kräuter, Gemüse, Gewürze und Früchte spielten die Hauptrolle. Fisch und Fleisch dagegen nur eine Nebenrolle. Einige der Gänge sind sehr schlicht und einfach, sowohl von den Produkten als auch von dem Anrichten. Andere sind sehr komplex und mit vielen Zutaten serviert.

10 Dogfish (eine Haiart)

Dornhai, Kohlrabi und junge Kräuter

12 Makrele

Tatar von der Makrele über Heidekraut geräuchert

13 Speiserübe, Sauere Creme, Kräuter

Speiserübe, Sauerrahm und Kräuter

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Grüne Zwiebeln, fermentierter Porresaft und Eier vom Brill (Plattfisch)

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 Gebratenes Brill Filet mit Fichtensprossen

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Schnecke aus Comines mit Knoblauch

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Hummer mit Kartoffelschaum

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Spargel mit Brennnesseln und Eidotter

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Grüner Spargel mit Käse

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 Junge Ziege mit Strandkräutern und Meerkohl

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Blutwurst mit Rhabarber

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Käse auf Quitte

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Rote Bete

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Sellerie mit Sauerampfer

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Blüten

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Ziegenmilchsorbet. Dill, junge Gurke

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Fazit:

Der Ort, das Essen, der Wein, die Atmosphäre alles passte perfekt zusammen. Der Besuch im Restaurant „In de Wulf“ war ein unvergessliches Erlebnis.

Wir hatten uns für die Weinbegleitung entschieden und lagen damit goldrichtig. 10 verschiedene Weine für 12 Gänge. Die Weine passten zum Essen und hatten auch die richtige Temperatur.

Der Service absolut perfekt. Die Speisen werden jeweils von den Köchinnen und Köchen serviert und erklärt die auch dafür verantwortliche zeichnen.

Kaffee, Petit Fours und einen Marillenbrand haben wir dann wieder im Salon eingenommen. Dabei ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem Paar aus Antwerpen. Diese waren bereits zum dritten Male Gast bei Kobe Desramaults  und waren auch der Auffassung, Kobe Desramaults  sei der beste Koch Belgiens.

Kobe Desramaults  hat „nur“ einen Stern, nach diesem Abend glauben wir, dass er den zweiten Stern verdient hat.

Indewulf

Wulvestraat 1
8951 Dranouter
Belgien

www.indewulf.be

Besucht am 12.05.2013 (abends)

Le Manoir de la Pommeraie – Vire

Über das Restaurant Le Manoir de la Pommerai in  Vire habe ich bereits hier

https://29alwi.wordpress.com/2012/11/19/le-manoir-de-la-pommeraie-vire/

und hier

https://29alwi.wordpress.com/2009/10/06/520/

berichtet.

Anlässlich 30Jahre Städtepartnerschaft hatte ich nun meine Freunde Ginette und Andre zum Abendessen eingeladen. Dank für viele Jahre der Freundschaft.

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Zum Auftakt Champagner und dazu  Brandteigbällchen gefüllt mit „Andouille de Vire“.

02 Amuse Bouche

Als Amuse Bouche wurden serviert: Eine „Bavaroise a l’Andouille de Vire”, Makrele mit kleinem Salat sowie eine Terrine vom Rochen mit grünem Spargel

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Carpaccio von Languste und Mango, Limone und Koriander

04 Bar

Wolfsbarschfilet auf Spinat und lila Kartoffelstampf

05 Fromage

Pont-l’Évêque und Livarot Cannelloni

06 Dessert

Karamellisierte Apfeltarte mit Chibouste und einem Calvados Sorbet

Besucht am 10.05.2013 (abends)

30 Jahre Partnerschaft

Rede von Wilfried Albrecht, Vorsitzender des Arbeitskreises Vire, anlässlich des 30. Geburtstags der Städtepartnerschaft Vire – Baunatal(10.05.2013)

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Meine Damen und Herren,

liebe Freunde aus Vire und Baunatal.

Ein Wochenende nach Paris, Besichtigung des Eifelturms, eine Fahrt auf der Seine, danach ein Essen in einem guten Restaurant. Vielleicht auch nur ein Baguette mit Ginette und Babette.

Vielleicht auch ein Urlaub in der Provence  oder eine Bootsfahrt auf dem Canal du Midi. Oder es geht in den Norden in die Normandie mit ihren Kreidefelsen, eine Besichtigung des Städtchens Honfleur und die Besichtigung der Landungsstrände. Natürlich darf auch eine Besichtigung von  Mont-Saint-Michel nicht fehlen.

Betrachten wir aber auch die französische Seite. Eine Fahrt nach Berlin, eine Stadt die heute nicht mehr geteilt ist. Vielleicht auch die besondere Atmosphäre des Oktoberfestes in München genießen und erleben.

All dies sind heute 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für uns fast zur Selbstverständlichkeit geworden.

Völlig anders dagegen das Verhältnis beider Völker beider Völker in den letzten Jahrhunderten.

Es ist daher ein besonderer Verdienst der beiden alten Männer Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die diesen Vertrag ausgearbeitet und am 22. Januar 1963 unterschrieben haben.

Versöhnung, Jugend, Europa und Solidarität beschreiben im Wesentlichen die Grundzüge des deutsch französischen Vertrages. Es gab Zeiten da war man Rivale, Gegner  ja sogar so genannte Erbfeinde. Die beiden Weltkriege waren Tiefpunkte der Beziehung beider Völker. Besonders die Verbrechen der Nazi Herrschaft müssen immer in Erinnerung bleiben.

Botschaft dieses Vertrages ist, aus Feindschaft kann tiefe Freundschaft entstehen. Mehr als 85 %  der Bevölkerung in beiden Ländern haben ein gutes, ja ein sehr gutes Bild des jeweilig anderen Landes.

Zu den Grundlagen dieses guten Ergebnisses gehören zweifelsfrei auch die über 2000 bestehenden Städtepartnerschaften. Bereits acht Jahre vor dem Abschluss des Vertrages entstanden die ersten deutsch-französischen Partnerschaften. Besonders Dörfer und Städte in der Nähe der Grenzen beschlossen diese Partnerschaften.

Bei den Vorbereitungen auf den heutigen Tag habe ich  meine vielfältigen Unterlagen über die Städtepartnerschaft Vire – Baunatal durchforstet. Dabei bin ich auf nachfolgenden Beschluss gestoßen. Interessant, dieser Beschluss wurde exakt vor 30 Jahren am 10. Mai 1983 gefasst.

Ich zitiere:  Der Magistrat der Stadt Baunatal hat in seiner Sitzung am 10. Mai 1983 folgenden Beschluss gefasst:

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, nachstehenden Beschluss zu fassen:

„Zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen und im Bestreben, das Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit zu sichern, ist mit der französischen Stadt Vire/Normandie eine  Städtepartnerschaft zu begründen.  Verbunden ist damit der Wunsch, dass die Bürger beider Städte, und insbesondere die Jugend, durch enge freundschaftliche Kontakte dazu beitragen mögen, das gegenseitige Verständnis unter Beachtung der Lebensformen beider Völker, zu vertiefen.

Am 16. Oktober 1983 war es dann so weit. Hier im Hochzeitsaal der Stadt Vire  wurden die Partnerschaftsurkunden unterschrieben.

Viele Frauen und Männer beider Städte haben sich um die Partnerschaft verdient gemacht. Ich möchte aber heute ins besonders zwei Männer hervorheben, ohne die diese Partnerschaft in dieser Form wahrscheinlich nicht das  Licht der Welt erblickt hätte.

Da ist auf der Seite der Stadt Vire der ehemalige Bürgermeister Olivier Stirn und auf seitens der Stadt Baunatal unser ehemalige Bürgermeister Heinz Grenacher. Ihnen gilt auch heute noch unser Dank und Anerkennung für diesen mutigen Schritt. Dank gilt auch den beiden Nachfolgern Jean Yves Cousin und Manfred Schaub.

Lassen Sie mich aus der Rede von Heinz Grenacher am 16. Oktober 1983 zitieren.

Wir sind überwältigt von der herzlichen Aufnahme und der Gastfreundschaft, die Sie uns entgegenbringen. Wir sind beeindruckt von der Atmosphäre und der Schönheit dieser Stadt wie auch von der Offenheit der Menschen, die hier leben. ………

Dem gilt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Die Gastfreundschaft, die herzliche Aufnahme und die Offenheit der Menschen in Vire sind heute noch genauso wie vor 30 Jahren vorhanden.

Aus der Rede von Olivier Stirn lassen Sie mich bitte folgende Sätze zitieren.

Es gibt in Frankreich 1200 Städte die verschwistert sind zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Die unsere zeichnet sich danach aus, dass alle Vorbereitungen und Begegnungen sehr herzlich waren, Es geschah nicht nur mit Vernunft, vielmehr aus großer Überzeugung, darum wird diese Partnerschaft ein großer Erfolg.

Natürlich gab es in diesen 30 Jahren auch Tiefpunkte in unsere Partnerschafft. Diese Tiefpunkte gibt es wahrscheinlich in allen Beziehungen. Wir haben es aber geschafft diese Tiefpunkte zu überwinden und können mit Stolz feststellen, diese Städtepartnerschaft ist ein großer Erfolg.

Lassen Sie mich einige Punkte dieses Erfolges aufzählen.

Da ist erstens die Schulpartnerschaft die seit 30 Jahren funktioniert. Bereits im Oktober 1983 fand  der erste Schüleraustausch statt. Dieser Austausch funktioniert auch deshalb, weil es engagierte Lehrerrinnen und Lehrer gab und gibt, die diese zusätzliche Arbeit auf sich nehmen und damit Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben, das jeweilige andere Land kennen zu lernen. Mein besonderer Dank gilt daher allen Lehrerrinnen und Lehrern die sich an diesem Schüleraustausch beteiligt haben und beteiligen.

Da ist zweitens der jeweilige Austausch im Bereich der Jugendzentren. Bereits am Anfang unserer Partnerschaft gab es diese Besuche, in den neunziger Jahren schliefen  diese Besucher leider teilweise ein, umso erfreulicher aber ist es aber, dass seit einigen Jahren diese Jugendpartnerschaft wieder auf gesunden Füßen steht. Geholfen haben wahrscheinlich gerade in diesem Bereich die Arbeiten im Rahmen des Europäischen Jahres.

Von Baunatals Seite möchte ich in diesem Zusammenhang unsere jetzige Dolmetscherin Amelie Dieckhoff sowie natürlich Dennis Vandrey nennen. Dieser hat nicht nur hier gearbeitet sondern letztendlich auch seine große Liebe gefunden, lebt ja mittlerweile in der Normandie und arbeitet im Partnerschaftskomitee Vire als stellvertretender Vorsitzender mit. Für die Stadt Vire war Danny Leplanois in Baunatal. Ich denke da, lieber Dannny, gern an unseren gemeinsam Kochabend zurück.

Da sind  drittens die jeweiligen Besuche im Bereich Musik und Sport. Im Bereich Musik gab es ja besonders in den 1980er und neunziger Jahren die jeweiligen Besuche des Männerchores Baunatal in Vire sowie die Gegenbesuche des Akkordeon Orchesters aus Vire in Baunatal. Diese gegenseitigen Besuche sind leider eingeschlafen. Dies hat auch viel damit zu tun, dass die beiden Akteure der jeweiligen Vereine entweder nicht mehr unter uns sind oder nicht mehr in Vire  leben. Da ist es auf der einen Seite Baunatals der leider viel zu früh verstorbene Hans-Dieter Thier, vielen als Monsieur „No Problem“ bekannt und auf der anderen Seite der nicht mehr in Vire lebende ehemalige Chef des Orchesters Gerard Lepage.

Mehrmals in Vire  war der Musikzug des KSV Baunatals und die Stadtmusik Vire hat Baunatal mehrmals besucht.

Die Musikfreundschaft hält seit einigen Jahren der Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, unter der Leitung des Vorsitzenden Rainer Heine  sowie des Chefdirigenten Peter Cloos, hoch.

Auch seitens der Stadt Vire ist es die Musikgruppe Bagad, die mit ihrer keltischen Musik auch die Baunataler bei den letzten Stadtfesten begeistern konnte.

Hier mein Dank an beide Musikgruppen.

Im Bereich Sport gibt es leider zurzeit einen kleinen Durchhänger. Wir konnten trotz intensiver Suche leider keine Sportlerinnen und Sportler bewegen diesmal mit nach Vire zukommen. Auch hier müssen persönliche Beziehungen wieder aufgebaut werden.

Da ist viertens der Besuch der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatals  bei der Andouille Messe in Vire. Seit 1993 wird diese Messe von uns besucht. Ein besonderer Höhepunkt wird es im November diesem Jahr geben.  De Stadt Baunatal und die GrimmRegion Nordhessen werden als Partnerschaftsregion während der Messe die Stadt und die Region vorstellen. Ich persönlich freue mich bereits jetzt auf diesen besonderen Höhepunkt unserer Partnerschaft.

Der letzte Besucher einer Wirtschaftsdelegation aus Vire bei einer Wirtschaftsmesse in Baunatal fand letztmalig im Jahre 2003 statt. Ich hoffe dass trotz allen  wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den nächsten Jahren wieder einmal Betriebe aus Vire  in Baunatal auftreten können.

Da sind fünftens natürlich die jährlichen offiziellen Besuche in unseren jeweiligen Partnerstädten. Hier sind seit drei Jahrzehnten persönliche Freundschaften entstanden. Wer alle Fahrten mitgemacht hat, hat jeweils 15mal die jeweilige Partnerstadt besucht. Mein Dank gilt daher an alle Familien die diese besondere Art der Freundschaft hegen und pflegen.

Lassen Sie mich bitte stellvertretend für diese Familien die bereits seit 1983 diese Freundschaften pflegen jeweils zwei Familien nennen.

Familie Neusel  mit der Familie Legoupil  sowie Familie Peter und Familie Briquet.

Lassen Sie mich zum Schluss meiner Ausführung ein ganz persönliches Fazit ziehen. Ich hatte das Glück bei der ersten Fahrt 1983 nach Vire mit dabei sein zu dürfen und wir mit Ginette und André Freunde fürs Leben gefunden haben. Ich habe meine unzähligen Fahrten in die Normandie und in die Stadt Vire zum Schluss nicht mehr gezählt. Ich vermute einmal es sind so ca. 80-85 Fahrten die ich mit Bus und Auto durchgeführt habe. Eine Fahrt möchte ich besonders hervor stellen. Das sind die 1100 km von Baunatal nach Vire mit dem Rennrad, die knapp 30 Sportbegeisterte aus Baunatal im Jahre 2008 gefahren sind. Diese besondere Fahrt werden wir, so sehe ich es lieber Manfred, bestimmt nicht vergessen. Ein neuer Höhepunkt wird es bestimmt Ende August diesen Jahres gebenn, wenn wir dann von Vire nach Baunatal radeln, aber das ist Zukunft.

Für die Zukunft hoffe ich, dass die Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden Städten weiterhin bestehen bleibt und sich auch weiterhin gut entwickeln wird. Hier ist besonders die Jugend aufgerufen das begonnene fortzufahren. Ich rufe alle Jugendlichen beider Städte auf, führt bitte in euren Interesse diese Partnerschaft weiter.

Ich persönlich werde Ende des Jahres als Vorsitzender des Baunataler Partnerschaftskomitees zurücktreten. Ich begleite diese Partnerschaft seit 1983, war seit 1986 stellvertretender Partnerschaftsvorsitzender und seit 1991 Vorsitzender der Partnerschaft mit der Stadt Vire. Ich bin der Auffassung, dass es Zeit ist für Veränderungen, für neue Ideen und die 30 -jährige Partnerschaft ist der richtige Zeitpunkt diesen Schritt zu machen. Ich werde natürlich weiterhin in der Partnerschaft tätig sein, sie sehen, Sie werden mich nicht los.

Ich hoffe, dass mein Nachfolger bzw. Nachfolgerin, noch ist nicht gewählt, mit genauso Herzblut an die Sache herangeht wich ich. Ich bin davon überzeugt.

Mein ganz besonderer Dank gilt meinen Freunden Ginette und André ohne die ich diese vielen Fahrten bestimmt nicht unternommen hätte. Dieser Dank liebe Ginette, lieber André kommt natürlich auch von Irmtraud.

Für die vielen wunderbaren Jahre sage ich schlicht „Merci“.

Zum Schluss ein Satz von meinem Freund André aus dem Jahre 1983::  Vergeben ja, vergessen nein.

Es lebe die deutsch-französische Freundschaft und es lebe die Freundschaft der beiden Städte Baunatal und Vire. Es lebe die Vereinigten Staaten von Europa.

Calvados 1965

Zum Abschluss eines privaten  Mittags Essen am 11.05.2013 in Vire.
Calvados Jahrgang 1965

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und der „fingerhut“ war so GROSS

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Ivan Vautier – Caen

01 Restaurant

Hotel und Restaurant Ivan Vautier in Caen 08.05.2013

Nach einer fast achtstündigen Autofahrt über die regennassen Autobahnen von Deutschland, Belgien und Frankreich kommen wir gegen 18:00 Uhr im Hotelrestaurant Ivan Vautier in Caen an. Wir nehmen unser Gepäck auf  und gehen voll bepackt zur Rezeption. Hier müssen wir leider eine böse Überraschung erleben. Das Hotel ist voll belegt. Unsere Reservierung über das Internet hat anscheinend nicht funktioniert. Wer nun Schuld daran trägt, ob wir oder das Hotel, lassen wir einmal offen. Die nette Dame an der Rezeption rettet allerdings die Situation und besorgt uns in der Nähe des Restaurants ein Hotelzimmer.

Also wird alles wieder eingepackt und wir fahren zum ca. 3 km entfernten Hotel. Nach einer achtstündigen Autofahrt ist eine Dusche hoch will kommend. Anschließend geht es  mit einem Taxi wieder zurück zum Restaurant.

 13  Der Salon

Wir werden in den Salon geführt und erhalten zu unserer Überraschung ein Glas Champagner kredenzt. Eine kleine Aufmerksamkeit des Hotels für die Unannehmlichkeiten der Reservierung. Dazu gibt es drei kleine Amuse Bouchers.

02 Amuse Bouche

Amuse-Bouche : Macaron mit Camembert – Schinkencracker – gefülltes Nori Blatt, dazu ein Glas Champagner. Nichts Besonderes also. In Deutschland werden bereits in den  * Sternerestaurants diese kleinen Aufmerksamkeiten mit viel mehr Aufwand hergestellt und serviert.

03 Speiseraum

Anschließend werden wir in den Speisesaal geführt. Der lang gestreckter schmaler Raum ist bei der Einrichtung in grau und Brauntönen gehalten, die Wände dagegen haben einen kräftigen Rotton.

Bereits im Salon hatten wir uns für das Hummermenü entschieden, so dass wir uns nur noch um die Weinfrage kümmern mussten.

Wir entscheiden uns für eine ½ Flasche Meursault Blagny 2008 sowie ½ Flasche Beaune L. Latour 2007.

04 Hummer und Foie gras

1.Gang: Hummer Tatar mit Gänseleber Ravioli und Trüffel

05 Hummer und Spargel

2. Gang: Die Hummerscheren mit grünen Spargel, Wildkräuter und Parmesan

06 Hummer und Kartoffel

3. Gang: Hummer mit Kartoffelterrine, Hummersauce mit Ingwer abgeschmeckt, Blutwurst  zwischen zwei dünnen Brotscheiben.

07 Hummer und Taube

4. Gang: Hummer mit Taube und Artischocke

08 Apfel und Sorbet

5. Gang: Kleine Äpfel a la Tatin mit einem Creme-Calvados Eis

10 Die Küche

Die Küche

09 Der Koch

Der Chef Ivan Vautier  am „Pass“

11 Der Abschluss

Zum Abschluss im Département Calvados natürlich ein Calvados. Diesmal ein Camut Prestige.

12 Hotel und Restaurant

Fazit: Angenehme und entspannte Atmosphäre, flotter und unaufgeregter Service. Enttäuscht waren wir vom Dessert, schmeckte wohl sehr gut aber doch für ein * Sternehaus sehr einfach. Auch die Verbindung Hummer- Blutwurst war nicht einleuchtend.

Ivan Vautier

3 Avenue Henry Chéron 

14000 Caen, Frankreich

+33 2 31 73 32 71

info@ivanvautier.com

http://www.ivanvautier.com

Besucht am 08.05.2013 (abendes)

Speisekarte siehe hier

Fiester Hannes – Burbach Holzhausen

01 Gaststube Fiester Hannes

Michael Debus gehörte in den 1990 er Jahren zu den hoch dekorierten Köchen Deutschlands. Ausgezeichnet war er mit zwei Sternen im Michelin und 17 Punkte im GM.

Wir selbst waren 1995 im „L’Ecole“ und konnten seine Gourmetküche genießen.

Hier die Speisekarte aus dem Jahre 1995.  2001 schloss er seine „L’Ecole“ in Bad Laasphe-. Hesselbach und ging zunächst nach Siegen.

Seit 2006 hat er zusammen mit seiner Partnerin Karoline Steinhoff das Restaurant- Hotel „Fiester Hannes“ in Burbach Holzhausen übernommen.Mit viel Einfühlungsvermögen, architektonischen und technischen Können und wahrscheinlich auch mit viel Geld wurde aus dem fast 300 jährigen Fachwerk Ensemble ein wahres Schmuckstück für die Gastronomie.

Im Restaurant, mit ca. 50 Sitzplätzen auf mehreren Etagen, wird eine verfeinerte Regionalküche angeboten. Bei schönem Wetter kann auch auf einer Terrasse gespeist werden. Das benachbarte Hotel umfasst sieben individuell gestaltete Zimmer.

02 Starter Fiester Hannes

Zum Auftakt gab es Lachstatar, Oliventapenade, Bärlauchcreme und Butter sowie zwei verschiedene Sorten Brot. Hier ist auch die einzige Kritik des Abends zu vermerken. Die Butter viel zu fest und das Brot zu trocken. Als Aperitif gab es einen fruchtigen, alkoholfreien Cocktail.

03 Oktopus Carpaccio

 Als Amuse Bouche ein Carpaccio vom Oktopus mit Jakobsmuschel.

 04 Salzwassergarnele Fiester Hannes

Große Seewassergarnele mit Knoblauch im geeisten Minestronesud und Gurkensalsa.

 05 Perlhuhnravioli Fiester Hannes

Perlhuhnravioli auf getrüffelten Schwarzwurzeln

 06 Saibling Fiester Hannes

Saibling mit Spargel und Bärlauchsauce

 

07 Passionsfruchtsorbet Fiester Hannes

Passionfruchtsorbet mit Champagner

 08 Wildhasenrücken Fiester Hannes

Wildhasenrücken auf Wirsing mit Waldpilzen und Dauphinkartoffel

 09 Dessertteller Fiester Hannes

Dessertteller „Fiester Hannes“

Weinbegleitung

0,37 l Weißer Burgunder & Chardonnay von Johner

¼ l Spätburgunder von Heger

10 Restaurant Fiester Hannes

Besucht am 30.04.2013 (abends)

Jardin – Bistro Alcudia

01 Jardin Eingang

Das Sternerestaurant von Macarena de Castro hat nur am Wochenende geöffnet (Freitag-Sonntag). Das Bistro Jardin dagegen jeden Tag (außer Montag). In der Vorsaison allerdings nur mittags. Man sollte sich die Öffnungszeiten also vorher genau ansehen.

Im Garten oder im überdachten Pavillon sitzt man an blanken Holztischen auf Korbstühlen recht bequem.

Angeboten wird eine mediterrane Küche zu erschwinglichen Preisen. Neben den a la Carte Gerichten wird noch ein Tagesmenü für sagenhafte 10 € sowie ein abendliches Drei-Gänge-Bistro-Menü für 25 Euro angeboten.

Der „Jungmännerservice“ arbeitete ruhig und unaufgeregt. Gesprochen wurde natürlich spanisch, englisch und französisch, allerdings kein deutsch.

Aus der Karte wählte ich mir ein drei Gang Menü aus.

 03 Jardin Brot

Vorab wurde selbstgebackenes Brotes, hausgemachte Aioli sowie Oliven serviert. Das Brot schmeckte ausgezeichnet.

04 Jardin Kabeljau

1.     Gang: Kabeljaukuchen, mit Tomaten, Brunnenkresse und schwarzen Oliven

05 Jardin Tintenfisch

2.     Gang: Tintenfisch mit Zuckerschoten, Zitrus Reduktion und Kartoffelpüree

06 Jardin Dessert

3.     „Gin Mare“ Rosmarin und Basilikum Bisquit und Thymianeis.

02 Jardin Innnenhof

07 Jardin

Besucht am 16.04.2013 (mittags)